Gelegentlich lohnt er sich doch, der Blick in eine der größeren und politisch anerkannten Zeitungen. Denn ab und zu wird doch ein Artikel veröffentlicht, der durchaus interessant genug ist, darüber nachzudenken. Doch der Artikel selbst ist nur der Grundbaustein, die Leser-Kommentare sind es, anhand derer es sich lohnt, in eine Diskussion einzusteigen.

Von Marcel Grasnick

Die Rede ist von einem Artikel aus der für Pseudointellektuelle erscheinenden "Die Zeit". Und es geht um eine Frage, wenn man dem Artikel bedingungslos Glauben schenken darf, schon seit dem Mittelalter diskutiert wird. Schon 1516 hat Thomas Morus sie in seinem Buch "Utopia" erwähnt, die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen. Die Idee einer utopischen Gesellschaft, in der jeder einen fixen Betrag erhält zum Überleben, egal welche und wieviel Arbeit er leistet. Was sich wie eine Utopie liest ist dennoch philosophisch betrachtet der Inbegriff der sozialen Gemeinschaft, in der jeder, zumindest vom Einkommen her, gleich ist.

Zitat: Bei uns ist jeder gleich, nur die Einkommen sind verschieden.

Ist dieser Gedanke wirklich so abwegig? Wären die Menschen wirklich so sozial, mit diesem Grundeinkommen nicht nur einfach das Leben zu genießen,  sondern auch ein Minimum an Gegenwert, an Leistung dafür zu erbringen? Und wie wäre dann eigentlich ein Mehrwert an Leistung zu bewerten,  wenn jemand mehr leistet als andere?

Seit dem die Menschen sich in sozialen und unsozialen Gemeinschaften organisieren, gab es bisher immer Unterschiede in der Wertigkeit. Es gab schon immer Klassen und in einer Religion sind diese sogar im Glauben verankert, im Hinduismus. Niedrige und höhere Kasten, einer besser gestellt als der Andere. Und an der Spitze die Priester – um die Sicherheit der Religion zu wahren.

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Doch kann ein bedingungsloses Grundeinkommen wirklich funktionieren? Gehen wir einmal davon aus, dass die Menschen in Deutschland, quer durch alle Schichten, damit einverstanden sind. Wären es die Menschen in Polen auch? In Brasilien, in den USA? Denn eines dürfte klar sein. So ein System kann nicht allein in einem funktionieren, wenn, dann nur global. Da schon zu viele Bereiche der nationalen Wirtschaft globalisiert sind, in jedem Land der Erde. Wir sind mittlerweile voneinander so abhängig geworden, das es nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Doch ausschließlich auf nationaler Ebene ein solches System integrieren dürfte kaum machbar sein.

Und von der Mentalität der Menschen her? Sind wir wirklich sozial genug, sind wir Menschen bereit vor einen solch evolutionären Schritt? Denn ebenso dürfte klar sein, dass die Folgen ebenso gravierend sein können. Es ist nicht nur die absolute soziale Gerechtigkeit. Nein, es gäbe für niemanden auf der Welt mehr, andere zu beneiden, zu bevorteilen oder beherrschen zu wollen. Und DAS wäre der Schritt in Richtung Weltfrieden, den sich so viele herbei sehnen. Aus wirtschaftlichen Gründen gäbe es dann keinen Grund mehr, sich in kriegerischen Handlungen aufzureiben und damit dürften dann ehrliche 90 Prozent der Kriegsgründe nichtig sein. Man wird ja noch einmal träumen dürfen, oder?

Denn eines sollte klar sein. Solange es Menschen gibt, die von Gier und Neid zerfressen sind, ob es nun um materielle Werte oder das Thema mit der Macht über andere geht, wird ein solcher Schritt nicht möglich sein. Das System "Das Recht des Stärkeren", das wir seit Urzeiten nutzen, funktioniert dann ebenfalls nicht mehr. Und ob diese Ur-Instinkte unterdrückt oder gar ganz abgeschafft weißen können, das kann bei der derzeitigen Lage doch stark bezweifelt werden. Soweit dürfte es also weiterhin eine Utopie bleiben, unschön zwar, doch zumindest realistisch gesehen.

Die Grundfrage im Zeitungsartikel bestand jedoch darin, ob durch das bedingungslose die Menschen zur Faulheit animiert würden. Njein. Zumindest nicht alle. Schmarotzer wird es immer geben. Doch der Großteil würde Freude ein einem solchen Leben haben und tatsächlich mit Freude zur Arbeit gehen. Weil – und wie im Artikel schon richtig angemerkt – der Druck dann fehlt. Arbeit zur Selbstverwirklichung und nicht bedingungsloses arbeiten, um gerade so überleben zu können, wie es derzeit der Fall ist.

Als persönliche Anmerkung anbei:

Einen unbestreitbaren Vorteil hätte ein solches System allemal. Und in diesem Punkt gehe ich ganz pauschal von mir aus. Ich bin von Natur aus neugierig. Und da es dann ja völlig egal ist, welchen Beruf ich ausübe, würde ich durchaus meinen Posten als leitenden Angestellten für einen Zeitraum aufgeben, um einmal in einen der "niederen" Berufe rein zu schnuppern, als Strassenkehrer oder Müllmann. Denn ich habe meine Wurzeln nicht vergessen, meine Anfänge im Berufsleben und übe selbst heute gelegentlich noch "niedere" Tätigkeiten mit Freude aus, wenn die Gelegenheit da ist oder die Notwendigkeit besteht. Doch kann ich natürlich persönlich nicht für alle Menschen sprechen.

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15 thoughts on “Das Bedingungslose Grundeinkommen”

  1. Kapitalismus gescheitert / Grundversorgung kommt

    Was lernt man im BWL Studium? Gewinnmaximierung! Was lernt man im VWL Studium? Gewinnmaximierung! Warum ist das so? BWL und VWL sind Studienfachrichtungen des Kapitalismus. Kann es stetige Gewinnmaximierung in einer endlichen Welt geben? Nein sie kann es nicht geben.

    Wenn man ein neues System will muß man das alte System loslassen.

    Fakt ist : Gewinne können immer nur dann entstehen, wenn  ein Anderer Verluste hat. Und Armut kann nur durch Reichtum entstehen und Reichtum kann nur durch Armut entstehen.

    Laßt das alte System los und stellt die Bücher in die Bibliothek  in das Regal für gescheiterte Wirtschaftswissenschaften.

    Vielleicht werden die Bücher in der Hausbibliothek der Enterprise im 24. Jahrhundert der Ausleih-Renner als Nachtlektüre auf welchem Irrweg die Menschen im 21. Jahrhundert waren.

        „Ja, ich entsinne mich vom Ende der Lohnarbeit auf der Sternenflotten-Akademie gelesen zu haben. Die Lohnarbeit fand Mitte des 21. Jahrhundert durch die schuldgeldbedingte und verzinste hohe Produktivität, weil niemand mehr all den unnützen Plunder konsumieren wollte, ein schnelles Ende und wurde durch das Bedingungslose Grundeinkommen vollständig ersetzt – bevor man später gar kein Geld mehr benötigte“.

    Jean-Luc Picard vom Raumschiff Enterprise im 24. Jahrhundert

    https://aufgewachter.wordpress.com/2014/02/20/kapitalismus-gescheitert-grundversorgung-kommt/

    1. »Weil die kapitalistische Mechanik ist dann, wenn etwas knapp wird, wird investiert, um das knappe Gut, in diesem Fall Arbeit, erst recht zu ersetzen. Das Gleiche ist jetzt mit dem Grundeinkommen. Nicht, dass Sie mich missverstehen. Ich bin für ein Grundeinkommen. Nur, der Witz am Grundeinkommen wäre – also anders, als viele der Befürworter das sehen -, es würde auch wieder das Wachstum beschleunigen.

      Denn Grundeinkommen hätte ja den Effekt, dass die Löhne steigen. Denn wenn die Leute sagen können, ach, ich arbeite gar nicht, denn ich habe ja ein Grundeinkommen, müsste man ihnen ja mehr bieten, damit sie arbeiten. Wenn die Löhne erst mal steigen, haben die Leute mehr Geld, um zu konsumieren. Prompt geht schon wieder das Wachstum los.«

      http://www.deutschlandfunk.de/wirtschaftspolitik-warum-der-kapitalismus-im-prinzip-nicht.1184.de.html?dram:article_id=313835

  2. Im Gesetzbuch der Manus war verankert, daß z.B. bei Diebstahl die Brahmanenpriester das 64fache des gestohlenen Wertes zurück zu zahlen haben, die untere Kaste aber nur das 8fache. Die Priester wurden deshalb härter bestraft, weil der König von ihnen eine höhere Moral erwartet hat.

    Die Gesetzgebung ging davon aus, daß Strafen die Gesellschaft in Ordnung halten, denn ohne Strafen würde der Starke den Schwachen rösten wie einen Fisch am Spieß.

    Mahatma Gandhi hat übrigens nicht nur die Engländer rausgeworfen, sondern auch das Kastensystem abgeschafft. Indien hat die älteste Demokatie der Welt. (das wird dem Autor bewußt sein)

    Das "bedingungslose Grundeinkommen" ist im Grundgesetz verankert in Artikel 20: Deutschland ist ein sozialer Bundesstaat.
    Der Artikel ist unaufhebbar. Agitation dagegen, strafbar. Sanktionen sind daher verfassungswidrig. Die Forderung nach bedingslosem Grundeinkommen ist Wählertäuschung.
    Die Parteien sind randvoll mit ahnungslosen Abgeordneten. Und randvoll mit Neid- und Haßgefühlen. (der unheimliche expansive Drang)

    Der Artikel ist eingeführt worden aus den Erfahrungen der Weimarer Republik.
    Natürlich kann man Nachteile in dem Artikel erkennen, und das Grundeinkommen wird ja auch mißbraucht gegen die deutsche Bevölkerung. Wer aber Ansprüche ans Leben stellt, wird sich sicher nicht von dieser Einkommensart abhängig machen wollen?

    Wer Büros kennt, weiß, daß die Intrigen nur auf einem höherem Niveau stattfinden. Das kann einem fürchterlich auf die Nerven gehen.

    Arbeit ist für mich keine Selbstverwirklichung, übrigens.  Ich liebe sie nicht, aber hasse sie auch nicht. Mehr verlange ich nicht.

    Und niedrige Arbeiten, draußen, im Winter, wenn es schneit oder regnet – da müssen Sie jeden Tag den inneren Schweinehund überwinden, und wenn der Frühling naht, dann sind Sie richtig stark. Sie schmunzeln dann über die Weicheier und Sesselfurzer.

     

     

     

     

  3. Wie kommst Du darauf, daß ein Grundeinkommen global eingeführt, also unmöglich sein müsse?

    Wenn Du Dir die Gestaltungsvorschläge dazu anschaust, findest Du, daß die Kosten für den Export oder Import keinesfalls erhöht werden, vielmehr entsteht ein Wettbewerbsvorteil, der dann wiederum Saugkraft entfaltet für die anderen Gesellschaften, ebenfalls mit zu machen.

    Gerade im Kleinen wie zB. in Familien funktioniert Gemeinschaft ja schon nach diesem Prinzip. Je mehr man hinschaut und versteht, desto selbstverständlicher verläuft die Entwicklung erst zum Grundeinkommen und dann zu einer geldlosen Gesellschaft. Die bestehenden Versuche der Obrigkeit, sich dieser Prozesse zu bemächtigen und sie für eigene Zwecke umzuleiten (wie zB. die Verteilung des Grundeinkommens durch Steuerbehörden), werden scheitern.

  4. Da insgesamt viel zu viel Geld vorhanden ist, ist das BGE problemlos finanzierbar. Obeflächlich betrachtet ist das Geld knapp, nämlich in der Realwirtschaft, also bei uns Bürgern in der Tasche. Aber Unmengen von Geld wird außerhalb der Realwirtschaft, in den Finanzmärkten gehortet. Dort wird es zum Zocken missbraucht. Würde man das Geld aber in die Realwirtschaft holen, die Finanzmärkte austrocknen und künftig für einen sicheren Geldumlauf in der Realwirtschaft sorgen, wäre das BGE ganz sicher eine große Wohltat.

    Helmut

  5. Ob ein bedingungsloses Grundeinkommen die Lösung aller Probleme bietet, bezweifle ich sehr. Führt diese doch über die Hintertür eine Subvention ein, welche die Menschen wiederum an den Staat bindet. Kommen harte Zeiten, fällt diese Subvention und was dann?

    Auch die Finanzierung ist nicht so einfach zu stemmen. Die anviesierten 1.000 EUR eher Wunschdenken… und braucht jeder Mensch gleich viel um nicht Neidgedanken zu hegen?

    Anders ein Bedarfseinkommen, wenn es denn als Katalysator genutzt wird um unsere Gesellschaft zu transformieren – als (bedingungslose) Subvention ist auch diese zum Scheitern verdammt…

    http://www.schnappfischkapitalismus.de/2014/02/bedarfseinkommen-zur-persoenlichen-entfaltung/

    1. Niemand aus der Bürgerbewegung "Grundeinkommen" behauptet ernsthaft, dass das Grundeinkommen alle Probleme lösen kann – auch wenn dies von einigen Leuten so im Internet geschrieben wird. Das Grundeinkommen lässt etwas zu seinem Recht werden, was heute gesellschaftlich sowieso anerkannt ist.

      Das mit der Staatskopplung ist nur ein oberflächlicher Gedanke. Wenn harte Zeiten kommen, dann fallen heute auch die Zuwendungen – oder zumindest würden die es tun. Die Frage ist also die Bedingungslosigkeit. Sind heutige Subventionen sicher, wenn harte Zeiten kommen und wieso sollen wir in guten Zeiten die Subventionen an Bedingungen knüpfen? Dahinter kann nur der merkwürdige Gedanke stecken, dass die Bürger nur ohne Grundeinkommen arbeiten gehen würden.

      Die Finanzierung ist doch nun wirklich einfach zu verstehen. Vorhandene Einkommen werden verrechnet. Die heute weniger als 1000 hätten, haben dann 1000. Die unteren Einkommen würden also steigen. Aber durch Familienkonstellationen entsteht im obenen Einkommensbereich ein Druck nach unten. Steigende Einkommen im unteren Bereich werden durch sinkende im oberen Bereich ausgeglichen. Einfach mal den Film schauen!

      1. Es gibt zwei Dinge die mich zum Nachdenken anregen:

        1. die Bedingungslosigkeit. Nur Liebe kann bedingungslos sein, alles von Menschen geschaffene folgt einer Abhängigkeit und somit einer Bedingung.

        2. nicht jeder hat die gleichen Bedürfnisse oder Anforderungen. Die "Gießkanne" ist nicht das Mittel der Wahl.

        Die Staatskopplung im Sinne der Subvention sehe ich aus dem Blickwinkel der Abhängigkeit. Schaue ich mir den heutigen Staat an, so hat dieser kein Interesse, die Menschen zu selbstbewussten Bürgern werden zu lassen. Mit einem Mittel des BGE hat selbiger ein Mittel in der Hand, dass zu Missbrauch anregt.

        So einfach ist es mit der Finanzierung nicht, denn die Auflösung der Probleme sind zuerst einmal Wunschdenken, so z.B. die Niedriglohnarbeiten, die dann keiner mehr machen will und die darum in der Vergügung soweit ansteigen, dass diese Arbeit dann irgendwann jemand macht. Das führt dazu, dass viel mehr Lohnleistungen gezahlt werden, was wiederum die Preise steigen lässt und die 1.000 EUR nicht mehr zum Leben reichen. Film anschauen reicht da leider nicht um zur Lösung zu kommen!

        1. Zu 1. Bedingungslos meint bürokratielos. Es ist ein Irrglaube, dass man mit einem Erwerbseinkommen unabhängig wäre. Alle sind von Vielen abhängig. Die Frage ist also, ob ein Basiseinkommen bürokratisch oder unbürokratisch gezahlt werden soll. Der Teil der zum Leben in unserer durch-monetarisierten Welt nötig ist, sollte weder ans Erwerbseinkommen noch an eine Verwaltung gekoppelt sein.

          Zu 2. Nicht jeder hat die gleichen Bedürfnisse. Ein durchschnittliches Minimum wird die Bedürfnisse nicht ändern.

           

          1. Punkt 1 ist eine interessante Betrachtung, die für mich stimmig ist. Ich kann es nur nicht abhaben, wenn man Begriffe nicht scharf trennt und damit etwas suggeriert, das nicht ist.

            Danke für die Erklärung.

        2. Der Einzelne kann heute nicht mehr autark leben. Jeder lebt in und von der Gemeinschaft und nicht durch seine Erwerbsarbeit. Was man diskutieren könnte wäre, ob wir gesellschaftlich zu ganz anderen Modellen wechseln sollten/könnten. Aber wenn wir so technisiert und vernetzt weiter machen bzw. solange wir das heutige System nicht andeutungsweise verlassen, würde das Grundeinkommen eine höhere Qualität für die Menschen bedeuten. Deine Kritik am Grundeinkommen resultiert aus einer fundamentalen Opposition heraus. Ob du mit der Kritik am Grundeinkommen aber deine Vorstellungen tranportieren kannst bleibt zumindest für mich sehr fragwürdig.

          1. Es ist ja nicht so, dass ich nicht selbst Nutzen von einem BGE hätte. Bevor ich mich aber voll und ganz dem verschreibe, hinterfrage ich es lieber einmal mehr kritisch. Denn wenn ich mich dafür einsetzte, dann möchte ich auch, dass der Gedanke realisierbar wird.

            Götz Werner hat mir die Tage gerade einen Link geschickt, den ich gerne teile: http://www.sozialefragen.de

             

  6. Es heißt nichts anderes als. Es ist völlig in Ordnung diejenigen die produktiv arbeiten zu bestehlen. Aber wie schrieb Bastiat schon ? Die Dinge die man sieht und die man nicht sieht (man kann auch schreiben nicht sehen will)

     

  7. Das BGE funktioniert natürlich auch eingeführt auf nationaler Ebene. Dies wird aber nur verständlich, wenn man versteht, warum ein BGE-Land zum Investionsland in der globalisierten Welt wird. Das liegt daran, dass die Arbeit um den Grundeinkommensbetrag verbilligt wird. Globalisierung bedeutet im Prinzip weltweite Arbeitsteilung. Globalisierung bedeutet nicht, dass die Firmen gleichverteilt auf den Globus agieren, sondern dahin wandern wo alle Aspekte zusammen genommen eine gute Voraussetzung bieten. Ein Land mit Grundeinkommen (nehmen wir ein Land aus dem Westen an) bekommt verglichen mit den Ländern des Westens einen großen wirtschaftlichen Vorteil. Die Menschen sind abgesichert. Existenzangst wird abgebaut. Und vor allem das heutige Hauptargument: Arbeit wird massiv verbilligt und ganz andere Tarifvertäge werden möglich. Diesen Vorteil dürfen andere Länder auf lange Sicht nicht ignorieren. Deshalb funktioniert das Grundeinkommen auch in der globalisierten Welt. Und das mit dem Import- und Export kann man ganz einfach durch entsprechende Quellensteuern ausgleichen, was heute ja auch schon gemacht wird.

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