Langsam scheint es global zu einem "Krieg" gegen das Bargeld zu kommen. Vor allem größere Barabhebungen gelten als Indiz für kriminelle Machenschaften. In den USA sollen Bankangestellte nun die Polizei rufen, wenn jemand mehr als 5.000 Dollar in bar abhebt.

Von Marco Maier

Es gibt immer noch viele Menschen, die sich – zurecht – gegen die finanzielle Totalüberwachung durch Überweisungen, Kreditkartentransaktionen und bargeldlose Kartenzahlung sträuben. Zu leicht wird es dadurch, Profile von Menschen zu erstellen und diese gegebenenfalls auch gegen einen zu verwenden. Dennoch geht das System deutlich in die Richtung Abschaffung des Bargelds.

So führte der Investor und Finanz-Blogger Simon Black vergangene Woche aus:

"Ein hoher Offizieller des Justizministeriums hat vor einer Gruppe von Bankern über die Notwendigkeit gesprochen, dass sie ihre Kunden an die Polizei verpfeifen". Der stellvertretende Staatsanwalt Leslie Caldwell hat eine Rede gehalten, in der er die Banken dazu drängte, die "Strafverfolgungsbehörden auf das Problem aufmerksam zu machen", damit die Polizei "die Geldmittel beschlagnahmen", oder zumindest eine "Ermittlung einleiten" kann.

Grund dafür ist eine Richtlinie im Handbuch des "Federal Financial Institution Examination Council", in dem "Transaktionen die von, bei oder durch die Bank (oder einen Partner) durchgeführt oder versucht werden und 5.000 Dollar oder mehr umfassen" als "verdächtige Aktivität" betrachtet werden. So wird von den Banken bereits gefordert, dass sie "Suspicious Activity Reports" (Verdächtige Aktivitäten Reporte) abgeben. Bei Nichtbeachtung drohen den Bankdirektoren Strafzahlungen und gar Gefängnisstrafen.

Faktisch heißt das, dass beispielsweise der Privatkauf eines Autos via Bargeld schon als "kriminelle Aktivität" gelten kann. Zumindest ist dies für die Behörden schon sehr verdächtig. Macht man das ab und an, könnte man dadurch sogar auf einer schwarzen Liste von "Terrorverdächtigen" landen. So krank und paranoid ist das System schon.

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Doch wenn man den Leuten immer wieder einbläut, dass Barzahlungen "kriminell" wären (wozu dann überhaupt noch Banknoten drucken?), glauben sie es irgendwann. Und jeder der an der Tankstelle oder am Zugschalter mit Scheinchen zahlt, kommt in eine Verdächtigen-Kartei. So weit wird es mit dieser Politik noch kommen.

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16 thoughts on “USA: Werden Bargeldabhebungen zu einer Straftat?”

  1. da sollten sich aber zum beispiel die geheimdienste mal überlegen, wie "kriminell" sie eigentlich sind. summen bis zu einigen millionen dollar werden dort herumgeschoben, als ob es zigarettenpackungen wären. 

    die verbrecherischen eu-geldwertvernichter um mario draghi haben aber auch schon eines erreicht: immer mehr bürger der euro-zone horten bargeld.

    erstens,weil zinsen von 0,05% ein hohn sind und zweitens weil sie während der finanzkrise bilder ins wohnzimmer geliefert bekamen von menschen, die vor leeren bankomaten standen.

    eine abstimmung über die bankomaten würde diese morsche, verlogene "eurozone" über nacht zum einsturz bringen und ein ende mit schrecken wäre für alle (zumindest für 99% der beteiligten) noch immer besser als ein schrecken ohne ende!

     

     

     

  2. Ich dachte,die wahren Kriminellen sitzen in den Banken und sind nicht auf der anderen Seite des Schalters…Die Verzweiflung in den USA muss ja echt groß sein…

  3. Ist bei uns seit Jahrzehnten Usus – zumindest in Gegenrichtung!

    Versucht doch mal 10.000€ (früher 20.000DM) auf euer Konto einzuzahlen…

    Der Auto(ver)kauf im Artikel ist schon mal n prima Beispiel dafür, wie schnell man am Bankschalter grüne Gesellschaft bekommt!

  4. Ich hätte angenommen, eine Bargeldabhebung wären nur dann kriminell, wenn sie mit Hilfe der Produkte von Smith & Wesson vorgenommen würde….

  5. Das Ganze ist überhaupt nicht Lustig! Mit dem Bargeld geht auch die Freiheit, und politisch unangepasste,  sperrt man dann einfach ihr Konto, bis Er oder Sie wieder auf Linie gebracht ist. Warum fällt mir da als erstes die "Stasi" ein?

  6. Was ist dach doch nur für ein verrottetes, ekeliges stinkendes System in dem wir leben. Man kann nur noch in den totalen Widerstand gehen.

  7. Hauptsache erstmal gegen die USA, die Eurozone und das System allgemein wettern… Was aber hinter dieser und anderer Vorsichtsmaßnahmen steckt, nämlich die Bekämpfung von Korruption, Terror, Mafia und Geldwäsche, ist meiner Meinung nach lohnenswert – zumal ein Verbraucher oder Bankkunde mit solch einem beobachteten "Profil" zu 99% weder von der Polizei oder sonst wem behelligt oder belästigt wird, noch auf eine Liste gesetzt wird, welche bestehende Privilegien gefährdet. Solche "financial trigger" sind notwendig, da Kriminelle nunmal genauso wie ehrliche Leute überwiegend Geld als Zahlungsmittel nutzen und somit wertvolle Spuren hinterlassen. Diese Spuren nicht zu nutzen, nur damit niemand alle endlich ihre Ruhe vor den bösen Politikern haben, wäre fahrlässig und ein Rückschritt in Bezug auf die öffentliche Sicherheit. Man kann eben nicht alles haben. Wer komplett unbeobachtet und privat leben will der müsste dann auch in Kauf nehmen, dass Kriminalität nicht präventiert werden kann sondern nur noch bekämpft bzw. verfolgt werden kann wenn die Straftat schon begangen wurde, wie im Mittelalter. Und auch dann würden wieder alle über unsere unfähigen Politiker jammern, weil das Land nicht sicher ist.

    1. Hi 

      fahre mal nach Schweden und frage wie toll die geschützt sind vor Maffia und ähnlichen. Dort gibt's kein Bargeld mehr aber glaube nur den Guten. Die werden es schon richten oder Dich. 

      Jetzt zu Thema öff. Sicherheit, schon mal geschaut von wem RAF, IS, Al Qaida und NSU finanziert wurden?  Natürlich durch Banküberfälle, sagen uns ja die Guten. Dann stimmt dass auch.

      also Augen auf im Verkehr 

    2. Sag mal, von wem, bekommst Du denn dein monatliches Salär?

      Du verlangst allen Ernstes uns alle überwachen zu lassen und auf unsere Freiheit freiwillig zu verzichten , um präventiv der Kriminalität vorzubeugen.

      Das nenne ich faschistisch und hochgradig kriminell.

  8. Ja will denn hier jemand erzählen, dass Bestechungsgelder, Parteispenden, Drogenzahlungen, Vortragshonorare für Politiker, die z.T. einen Stundenlohn von 30.000 Euro einstecken, Waffenlieferungen usw. künftig überwießen werden? Wäre vielleicht garnicht schlecht, dann wissen wir endlich, was z.B. Uschi für den Drohnenkauf und andere Zusagen so neben ihrem Gehalt eingesteckt hat. Wir könnten auch erfahren, was z.B. Kauder Steinbrück, die CDU, SPD, Grüne und viele andere vergessen anzugeben.  

  9. Vor allem die hoffnungslos verschuldeten Staaten streben nach bargeldlosem eingeschränktem Verkehr. So können diese bei einem Crash die noch vorhandenen Guthaben auf den Konten nach Belieben einfrieren und für anderes brauchen. Das heisst, so kann der Bürger jederzeit enteignet werden, ohne dass er irgendwelche Abwehrmöglichkeiten hat. Ein Notgesetz wird diese Handlung legitimieren.

  10. Wenn die FEDE 1 $ Vermögen hat, dann hat Sie 71 Schulden. Für mich ist das Verbot des Bargeldes nicht anderes als Insolventverschleppung. Die USA von heute ist anscheiend genauso Pleite wie die Sowjetunion 1990. Es gibt immer noch genus Verrückte, die in der USA investieren.

  11. Man sollte mal hinterfragen, warum die Euro-Scheine geändert wurden und bei den neuen Scheinen die Ursprungsländer (früher mit einem X für BRD, y für GR, T,,L versehen) nicht mehr erkennen kann? Weil wir nun gerade zum ersten Mal eine Einheitswährung bekommen.

    Dann sollte man mal hinterfragen, was denn eigentlich Geld ausmacht (Hinweis auf Straftat bei Fläschung Wer Geld fälscht oder gefälschtes Geld in den Umlauf bringt … mit einer Straftat von mindestens … bestraft, Was steht nun auf den Scheinen? Ein Copyright? Dann der Emittent Bsp. deutsche Bundesbank ausgeschrieben und nun sind da EBE, EZB.. ohne Legende, also was EBE auch immer heißen mag und das nächste ist die Unterschrift und Funktion der unterschreibenden Person also früher Max Mustermann – Präsident der Bundesbank und heute steht am Rand unter der EU Flagge…eine Paraphe.

    Nächste Frage wäre, wem gehört denn der EU Schein? Euch oder der EZB? Leider Wahlmöglichkeit 2 ist richtig.

    Und nun noch ein kleiner Hinweis. Der ESM – erste Tranche 190 MRd. Euro wird in bar eingezahlt. Was hat das für eine Bedeutung? Richtig es gibt dann keine liquiden Mittel mehr. darüber hinaus kann der ESM natürlich soviel fordern wie er will, ist exteritorial, unkündbar, juistisch unangreifbar, keine Beschlagnahmung möglich, keine Aussagepflichten – kurzum ein Putch gegen Rechtstaatlichkeit eigentlich Ungültig durch Unsittlichkeit… Aber das ist wohl so in einer Wertegmeinschaft.

     

     

  12. Wieviele Verblödete laufen schon auf diesem Planeten umher und lobpreisen die scheiß Kartenzahlung als die Erlösung. Erwachen werden diese dann, wenn man sie am Band der Macht hat und den Zahlungsverkehr zentral regeln wird. Aber das kommt ja nicht soweit, weil die dies ja nicht machen können.

    Als Denkender kann man heut schon darüber lachen, wenn man sich deren Gesichter vorstellt, wenn mit der Karte auf Verordnung nichts mehr geht.

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