Ukraine: Wirtschaftsleistung um ein Viertel eingebrochen

Infolge des Krieges im Osten des Landes und der allgemeinen Misswirtschaft, die sich im Zuge des Putsches noch verstärkte, verzeichnete die Ukraine einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von mindestens einem Viertel. Eine Besserung ist jedoch nicht in Sicht.

Von Marco Maier

Seit dem Maidan-Putsch und dem daraufhin folgenden Krieg in der Ostukraine geht es mit dem Land stetig bergab. Während die Löhne sinken, hunderte Unternehmen Pleite gehen und die Preise unablässig steigen, bejubelt Premierminister Arsenij Jazenjuk die steigenden Steuereinnahmen. "Wir haben ein Viertel der ukrainischen Wirtschaft verloren. Wegen des Krieges wurden (…) hunderte Betriebe geschlossen, wobei es uns jedoch gelungen ist, mehr Steuern als im vergangenen Jahr einzunehmen", sagte der Premierminister am Dienstag in einer Konferenzschaltung mit Gouverneuren.

Für die ukrainische Bevölkerung, die es schon zuvor nicht wirklich einfach hatte, wird das Leben zunehmend schwieriger. Vor allem die stetig steigenden Lebensmittel- und Energiepreise machen den Menschen zu schaffen. Insbesondere Importwaren werden angesichts des wirtschaftlichen Kollaps und des Verfalls der Griwna für immer mehr Ukrainer unerschwinglich.

Doch während die Bevölkerung immer mehr leidet brauchen sich die Oligarchen und Politiker keine Sorgen zu machen. Als Millionäre und Milliardäre leben sie im Luxus, schwingen große Reden und hetzen weiter zum Krieg. Das Geld aus dem Westen wird lieber in neue Waffen gesteckt anstatt sich um wirtschaftliche Reformen zu kümmern und die Wirtschaft wieder zu stabiliseren. Dementsprechend düster sind auch die Zukunftsaussichten.

 

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