Möglicherweise gibt es für die Ukraine bald schon nicht nur finanzielle Hilfen in Milliardenhöhe, sondern auch noch einen Schuldenschnitt. Die Kosten für die westlichen Geberstaaten gehen dabei in die Milliarden. Die privaten Gläubiger wollen sich jedoch wieder – wie bei Griechenland – aus der Verantwortung stehlen.

Von Marco Maier

Derzeit arbeiten die westlichen Staaten an einem Hilfspaket in Höhe von 40 Milliarden Dollar für die Ukraine, wovon der Internationale Währungsfonds (IWF) rund 17,5 Milliarden übernehmen wird. Doch diese gewaltige Summe dürfte angesichts der desolaten Wirtschaft und dem Krieg im Osten längst nicht ausreichen, um das Land finanziell zu stabilisieren.

Nun steht ein Schuldenschnitt im Raum. Die Gläubiger – darunter auch Russland, welches von der ukrainischen Führung ständig angefeindet wird – sollen sich nach Wunsch des IWF mit der ukrainischen Staatsführung einigen. Dabei geht es um den Verzicht auf Forderungen, niedrigere Zinsen und Laufzeitverlängerungen für bestehende Kredite und Anleihen. Also faktisch um einen Schuldenschnitt.

Inzwischen wollen die privaten Gläubiger der Ukraine nach Angaben des "Handelsblatts" einen eigenen Gläubigerklub gründen. Ziel dieses Klubs dürfte es sein, die eigenen Ansprüche zu wahren, so dass schlussendlich die staatlichen Geldgeber (und damit die Steuerzahler) wie im Falle Griechenlands die Dummen sind und den Großteil der Kosten zu tragen haben.

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5 thoughts on “Ukraine: Milliardenhilfen und Schuldenschnitt”

  1. … natürlich ist Deutschland souverän und es gibt auch keine US-Besatzungsmacht, die uns hier (so wie Soros es bereits forderte) abzockt und ausbluten läßt für Ihre Weltmachtansprüche.

    Und mit meinem Feenwunscht wünsche ich mir die US-Oligarchen alle mitsamt ihrem Spielzeug und Gefolge auf die Mondrückseite. Dort können sie sich dann auch ganz allein von Ihren Handlangern und Mordhelfern den Allerwertesten pudern lassen.

  2. Da sollen Milliarden in die Ukraine gepumpt werden, Gläubiger auf ihre Forderungen verzichten, und was wird die Ukraine mit den Milliarden machen? Den Osten ihres Landes wieder aufbauen? Die Lebensbedingungen ihrer Bürger verbessern? Wohl eher nicht. Es war ja schon zu lesen, sie wollen ihre Militärausgaben um das Vierzigfache aufstocken. Sie haben offenbar die Vision eines Krieges gegen Russland, den sie mit Hilfe der USA gewinnen wollen. Die USA werfen Russland die Unterstützung der Ostukraine vor, selbst liefern sie Kriegsmaterial an die Ukraine, die damit in ihrem Glauben bestärkt wird. Angesichts dieser ganzen Gemengelage könnte man sich eher die Situation vor 25 Jahren zurückwünschen. Da ging es friedlicher zu.

  3. 1. Deutschland ist seit dem Zusammenbruch 1945 zu keiner Sekunde so souverän gewesen, wie z.B. Griechenland.

    2. Die Milliarden für die Ukraine werden deren Untergang wahrscheinlich nicht aufhalten.

    Denn der Ukraine laufen die Menschen davon. Die, die russische Wurzeln haben, gehen nach Russland. RTdeutsch meldete schon vor Wochen, dass seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ca. zwei Millionen Menschen nach Russland gezogen sind.

    Diese Tendenz wird sich fortsetzen. Deshalb: Diese Milliarden des IWF (dieser musste deshalb weitere Schulden machen) werden zum wenigsten Teil bei den betrogenen Menschen in der Ukraine ankommen.

    1. Imer dran denken: Schulden werden aus nichts gemacht und sind deshalb auch nichts, denn sie haben keinerlei reale Deckung. Demzufolge sind auch die Luftforderungen der Gläubiger nichts. Schuldenschnitte bedeuten deshalb auch keinen realen Geldverlust, sondern nur den Verlust der Möglichkeit, die Menschen durch (meist überhöhte) Zinsen für die  Luftkredite abzuzocken. Die Gläubiger nutzen dieses (FED-)System, um sich zulasten der Völker daran zu bereichern. Im Falle Ukraine ist darüberhinaus nicht zu vergessen, daß auf diese Weise die Rüstungsindustrie gefüttert wird, welche die Mordwerkzeuge für  den Krieg liefert.. Wenn alles zusammengebombt ist, geht das schmutzige Spiel weiter, indem man neue Luftkredite schöpft und für den Wiederaufbau zur Verfügung stellt, woran dann weitere Milliarden "verdient" werden. Die Dummen sind immer die normalen  Menschen, die den Betrug bedienen und sich dafür wundarbeiten müssen. Solange die Institution FED existiert, wird das immer so weitergehen. Das BRICS-System bietet eine große Chance, sich von diesem vom Dollar dominierten Raubtierkapitalismus zu befreien.

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