Ex-Kanzler Helmut Schmidt. Bild: Flickr / Hardo Müller CC-BY-SA 2.0

Altkanzler Helmut Schmidt warnt vor einem "heißen Krieg" mit Russland. Das Mitglied der Atlantik-Brücke sprach sich dafür aus, dass der Westen mehr Verständnis für die russische Politik haben müsse. Doch in der deutschen Politik haben eben andere Kräfte das Sagen.

Von Marco Maier

Gegenüber der "Bild" zeigte sich Altkanzler Helmut Schmidt wieder einmal als Ex-Politiker, der trotz seiner Mitgliedschaft bei der Atlantik-Brücke ein gewisses Verständnis für die Lage Russlands besitzt. Er weist darauf hin, dass der Westen seine Russland-Politik ändern müsse, andernfalls sei "nicht völlig ausgeschlossen", dass aus dem Konflikt um die Ukraine "sogar ein heißer Krieg wird."

Schmidts Ansicht nach gälten die großen Sorgen Putins nicht Ländern wie der Ukraine, Polen oder den baltischen Staaten, sondern vielmehr Staaten wie China, Pakistan und den zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken. Russland sei von den Beschlüssen der EU zur Ost-Erweiterung Anfang der 1990er Jahre in einer "Wild-West-Periode" unter dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin überrascht worden. "Das rächt sich heute", sagte Schmidt, denn Jelzins Nachfolger Putin habe Russland wieder internationale Beachtung verschafft. "Putins Politik muss uns nicht gefallen. Aber wir müssen sie aus der Geschichte verstehen und ernst nehmen."

Es zeigt sich, dass einige deutsche Ex-Politiker im Alter jene Vernunft erlangen, die sie in ihrer aktiven Zeit – wohl aus politischen Gründen hinsichtlich des Besatzungsstatuts – vermissen ließen. Diese Anbiederung an die US-Politik, die auch heute noch stattfindet, verhindert eine eigenständige politische Linie. Gerade deshalb ist die Kriegsgefahr heute so groß wie schon seit sehr langer Zeit nicht mehr. Dies hat Helmut Schmidt erkannt.

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15 KOMMENTARE

  1. Den heutigen Politikern und auch den Politikdamen fehlt es scheinbar an Verstand und Vernunft. Helmut Schmidt leidet darunter nicht. Man muss mit ihm nicht alle politischen Ansichten teilen – aber was er sagt hat Gewicht. Niemand sollte seine Worte in den Wind schlagen, sondern seine Argumente wohlweislich abwägen.

    Für Heiner Geissler gilt das übrigens auch. Schade dass man von ihm nichts zum Ukrainekonflikt hört.

    Die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben in einem einigen Europa scheinen sich jedenfalls in Luft aufzulösen. Wir überlassen es unseren großen Brüdern, der Nato und der USA unsere Zukunft zu gestalten und das alles nur wegen irgend jemandes Begierlichkeiten, die darauf abzielten die Ukraine dem Westen einzuverleiben bzw. dort ein neues Palästina zu erschaffen.

    Wieviel Dummheit braucht man eigentlich, wenn man daran denkt, den Russen ihren einzigen Warmwasserhafen auf der Krim streitig zu machen. Wieviel Dummheit braucht man, um zu erkennen, dass die Ukraine uns alle teuer zu stehen kommt. Gegen dieses Fass ohne Boden, sind griechische Verhältnisse Gold wert.

    Übrigens frage ich mich, wo die ganzen Friedensaktivisten geblieben sind. Sind unsere Pazifisten ausgestorben? Wo sind die Lichterketten und die Friedenstauben? Statt dessen haben wir nur sinnlose Talkshows bei denn hin und her spekuliert wird und mit vielen überflüssigen Worten Verwirrung gestiftet wird. Hier toben sich die Kriegs- und Friedensklatscher aus und halten das für Demokratie.

     

  2. Krieg kommt. Die hintergründige Ursachen sind so offensichtlich dass es kaum zu erwarten ist dass die Politik zur Verninft kommen würde.

    Leider!

    Aber wenn man sich noch freiwillig gegen eigenen Interessen zur Verfügung stellt, dann sollte  man spüäter die Tragik des Schicksals nicht mehr bekalgen.

     

  3. @ normalo

     

    Es wäre nicht normal, dass jemand nach einem Nulearkrieg seine Memoiren schreibt.

    Das ist deshalb ausgeschlossen, weil die Merkel eben auch verbrennen würde.

     

     

  4. Und im übrigen wiederholt die relativ junge Merkel diesselben Fehler des Helmut Schmidt.

    Oder ist das Suchen und Finden der sogenannten Raketenlücke etwa Mitte der achtziger Jahre, das dann zum "Natodoppelbeschluss" führte, schon vergessen?

    Schmidt, nein wir alle, hatten damals Glück, dass der Ostblock einer nach dem andern zum Gerichtsvollzieher lief. Die hätten die Probleme auch mittels allgemeinem und totalem Krieg lösen können. Dann wäre Schmidt, je nachdem welche Seite die Obrhand behalten hätte, in Nürnberg gehenkt worden.

     

     

  5. Leider ist Helmut Schmitt ein „Einsamer Rufer in der Wüste“! Der seit 70 Jahren umerzogene Alt- Bundi ist nicht mehr in  der Lage die offensichtlichen Zeichen der Zeit zu erkennen. Und zu allem Überdruss hat diese Umerziehung (Umdeutschung) auch schon einen großen Teil der Neu- Bundis ergriffen. Im Sommer 1939 sonnte sich die deutsche Bevölkerung am Nord- und Ostseestrand. Reiste mit KDF (Kraft durch Freude)) über die Meere. Machte Urlaub in den Alpen und anderswo. Heute reisen sie mit der „Aida“, sonnen sich in der Türkei, Malorca, Spanien, in Übersee und anderswo. Die Augen per Bild- Brille blind, die Ohren durch die Obama- Merkel- Schnauze bis zur Taubheit zugemüllt. Es wird ja nicht so schlimm kommen, wir haben ja „Unsere Mutti“. Wir haben ja den Friedensnobelpreisträger, die „Friedenstreiber“ Steinmeier, „Uns Uschi“, und wie sie noch alle heißen!! Es scheint als ob wir heute wieder 1939 schreiben. Sie können nicht erkennen das die Erben der Hitler, Paulus und anderer Generale offenbar eifrig daran sind, Revanche für Moskau, Stalingrad, Kursk, Ostpreußen und Berlin vorzubereiten. Nur eines haben diese „Friedenstreiber“ vergessen: Napoleon war noch nach Moskau gekommen. Die deutsche Wehrmacht hatte Moskau nur von weitem gesehen. Aber diese heutigen „Friedenstreiber“ werden es gewiss nicht einmal schaffen russisches Gelände zu erreichen. Vorher werden sie, und leider millionen Deutsche, in den amerikanischen und russischen Atomsonnen verglühen. In ihrer grenzenlosen Arroganz bilden sie sich offenbar ein, das die von ihnen geschmiedete Allianz zwischen den Westmächte und Deutschland sie dieses Mal zum Sieg verhelfen wird. Nein, es wird ihr und unser aller Untergang werden!!!    

    • @ Querdenker

      Du bist das Opfer der jetzigen Kriegshysterie, an welcher sich übrigens gut verdienen lässt!

      Ich kann mich noch gut an den Verlauf des Kalten Krieges erinnern. Die Frontstellung war damals die gleiche wie heute. Mindestens zweimal (Kubakrise) und 1986 stand die Welt tatsächlich am Rand des Nuklearkrieges. Reagan hatte es mit der Reizung der Sowjets deutlich übertrieben. Das Natohauptquartier Europa war von Stuttgart nach England verlegt worden und die Presse schrieb, das Reagan dort in den Bunker hinabfahren werde und den europäischen Krieg durchspielen wolle. Dann meldete ein deutscher Doppelspion, in Moskau lägen die Nerven blank, die Bomberpiloten säßen bereits in ihren Flugzeugen bei laufenden Triebwerken und warteten nur noch auf den Einsatzbefehl. Das wurde Reagan gemeldet, daraufhin fuhr Reagan nicht in den Bunker, sondern flog auf seine Ranch in den USA zurück. Dort filmte CBS den Reagan und in Moskau, wo schon damals das US Fernsehen täglich verfolgt wurde, konnte Entwarnung gegeben werden.

      Und heute? Der Scharfmacher Mc Cain und die Hitlerie Clinton werden ihr Erweckungserlebnis schon noch bekommen. Es gibt keinen Krieg!

  6. die NATO wurde ja nicht einmal mit den Taliban fertig. Was will die dann in Russland oder Ukraine? Das ist eine ganz andere Nummer.

  7. das immer so graue eminnenzen und obersachverständige gebraucht werden um das offensichtliche auszusprechen is auch ne sache die schwer bedenklich ist natürlich ist das gefährlich was da von ami seite angeschoben wird das ist aber nicht erst seit der ukraine krise so nur ist es diesmal so das uns selber auch gefahr von dieser amerekanischen kriegstreiberei droht die scheisse wurde ja in der  vergangenheit ständig mitgetragen dar wars weit weg moralisch aber auch in keiner weise  tragbar das sollte man sich mal klar machen was nach dem 2 weltkrieg mit deutscher beteiligung schon alles gelaufen ist jetz wo uns selber die fetzen um die ohren fliegen könnten scheint man ja wenigstens son bischen aufzuwachen im europäischen sinne kann dieser konflikt sicher nicht sein die usa sind weit weg wie immer wenn amerekanische kampfjets von rammstein aus russische truppen in der ukraine bekämpfen würden würde das deutschland meiner meinung nach zu einem kriegsziel der russen machen zumindest den flughafen von atombomben will ich noch gar nicht reden die zum einsatz kommen könnten in diesem zummenhang begreife ich auch nicht wie die baltischen staaten der stationirung amerekanischer panzer und anderem kriegsgerät zustimmen können das schützt sie nicht das bringt sie in gefahr aber nicht weil russland irgendwenn überfallen will sondern weil von ihrm boden aus krieg gegen russlan geführt werden könnte russland hat alles gas öl wozu sollten die irgendwenn überfallen die ganze mediale panik macherei vor russland hat weder hand noch fuss der westen speziel die usa haben allerdings nicht solche rohstoff reserven wie russland nebenher entspricht die von den usa vorgegeben richtung ziemlich genau dem 1997 veröffentlichen buch die einzige weltmacht von brezinzki (sollte man mal n blick rein werfen) wenn man das liest was 97 aufgeschrieben wurde und sich die situation jetzt anguckt dan kann man sich überlegen von wemm das alles ausgeht dieses ganze behämmerte gesabel von menschenrechten und demokrati die im zweifelsfall erstmal her gebombt werden müssen jetz sollte grundlegend mal dieser ganze kriegs kurs überdacht werden wo es uns selber an den kragen gehen kann das elend was wir in einem krieg mit russland befürchten müssen ist das elend was der westen ständig über andere länder bringt deshalb sollte man jetzt gegen diesen wahnsinn demonstrieren und vieleicht auch nicht immer erst dan wenn wir selbst bedroht sind

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