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Spanien: Mehr als 1 Billion Euro Schulden

Die Schulden des spanischen Staates sind im vorigen Jahr auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Wie die Zentralbank in Madrid am Freitag mitteilte, betrugen die Verbindlichkeiten Ende 2014 gut 1,03 Billionen Euro und damit 7,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Von Marco Maier

Während Griechenland in aller Munde ist, zeigt sich auch in anderen europäischen Krisenstaaten keine substanzielle Besserung der Lage. Auch Spanien kämpft nach wie vor mit massiven finanziellen Problemen, die vor allem durch die Bankenrettungsmaßnahmen im Zuge der Finanzkrise ab 2008 entstanden sind. Das südeuropäische Land wurde von der Immobilienkrise besonders hart getroffen.

Insgesamt erreichte die spanische Staatsverschuldung mit Ende 2014 offiziell ein Niveau von 97,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Noch zu Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 lag die Verschuldungsquote bei gerade einmal 39,4 Prozent des BIP. Damit hat sich die Quote innerhalb der letzten 7 Jahre in etwa verzweieinhalbfacht.

Als positiv wird vermerkt, dass sich das Schuldenwachstum abgeschwächt habe. Das heißt: Zwar wächst die Verschuldung weiterhin an, allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie bisher. Das liege zum einen an der Sparpolitik. Zum andern seien 2014 keine hohen Sonderausgaben angefallen, wie dies beispielsweise 2012 und 2013 bei der Sanierung maroder Banken der Fall gewesen sei.

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