Der ehemalige US-Präsident George W. Bush. Bild: Flickr / Beverly & Pack CC BY 2.0

Muslime sind Objekte

Da amerikanische Juden in den Medien oft nur im Zusammenhang mit Lobbyismus für Israel genannt werden, übersieht man, dass amerikanische Juden grundsätzlich liberal sind. Sie sind die einzige religiöse Gruppe in Amerika, die mehrheitlich den Demokraten die Stimme gibt. Doch die Schere zwischen Juden in Israel und Juden In Amerika öffnet sich. So schreibt die israelische Zeitung Haaretz am 9.11.2014: “There is no denying that the core liberal values that are sacrosanct for Jews in America are under increasing threat in Israel. Anti-democratic sentiments are gaining ground, the Arabic minority is being stigmatized and isolated, and freedoms of speech is no longer taken for granted.” Und nicht weniger bedeutend sei es, dass in Israel immer mehr Ultrareligiöse und Ultrakonservative an die Macht kämen, die in vielerlei Hinsicht nur blanke Kopien der Evangelikalen seien, die amerikanische Juden nicht ausstehen könnten. Haaretz verweist auf eine jüngste Umfrage und schreibt: „Evangelicals are the religious group least favored by American Jews.“

Die Ergebnisse der Umfrage des Washingtoner Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center, das analysierte, welche Gefühle Amerikaner den unterschiedlichen religiösen Gruppen gegenüber haben, finden Sie in der folgenden Tabelle. Demnach mögen Juden Evangelikale am wenigsten, während Evangelikale Juden am meisten mögen. Muslime wurden bewertet, durften andere aber nicht bewerten. Sie sind nur Objekte.

Peace No! Messiah Now!

Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Millionen evangelikaler Christen es in den USA gibt, aber allein die Pro-Israel-Sekte Christians United for Israel hat mittlerweile über eine Millionen Mitglieder und ca. 1,3 Mio. Likes auf Facebook. 82% der weißen Evangelikalen in den USA glauben, dass Gott das Land Israel den Juden gab. Daher gibt es bei ihnen die starke Neigung, den Islam bei der angenommenen endzeitlichen Entscheidungsschlacht um das Heilige Land als den großen Satan darzustellen.

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Die böse Saat

„Ist die zionistische Idee eine christliche Erfindung?“ fragt Klaus von Raussendorff in einem Beitrag für den Deutschen Freidenker-Verband. Ich zitiere eine beachtenswerte Passage seines interessanten Artikels: „Das erste, was man über den christlichen Zionismus wissen sollte ist, dass britische und US-amerikanische fundamentalistische Christen die zionistische Idee vor Theodor Herzl erfunden haben. Und bis heute ist kennzeichnend, dass christliche Zionisten radikaler auftreten als jüdische oder israelische. Göttlichen Willens gewiss, gehen sie über das wirkliche Geschehen in der Region und die Bestrebungen der dort lebenden Menschen zynisch hinweg.“ Lesen Sie bitte hier weiter: Freidenker (Weiter auf Seite 3)

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4 KOMMENTARE

  1. Das ist euphemistisch. G. W.. Bush ist Hochgradfreimaurer und die benützen das Christentum, um dumme Wähler in den USA zu gewinnen. Warum schauen den die USA in Ruhe zu, wie überall auf der Welt Christen verfolgt und ermordet werden? Wo immer in der letzten Zeit die USA ungebeten interveniert haben, waren danach die Christen auf der Flucht.Nein, die wollen die Christen dezimieren, Die beten Bal an!

  2. Die schwüle Predigeratmosphäre in den aufgeheizten Zelten ist tauglich zur Massenhypnose. Menschen werden auf die Bühne gekarrt und werfen entrückt die Krücken fort, um plötzlich gehen zu können. Andere werden sehend. Das ist natürlich kein Budenzauber, sondern der Herr Jesus.

    Die motheistischen Religionen sind erfaßt worden vom Glaube an die Endzeit. Und daß der Messias nun erscheinen würde. Deshalb sind sie radikal geworden. Außer den Christen in Deutschland. Die deutschen Christen sind so weichgespült und fertig gemacht worden von der aufstrebenden Linken, daß sie vor lauter Schreck sogar Gott genderfiziert haben. Dafür kommen die natürlich in die Hölle, denn in der Bibel steht: Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wir Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil von Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist. (Apk 22, 17-19). So gaben Sie ihr Jenseitsglück für ein paar Silberlinge.

    George W. Bush gehörte der methodistischen Kirche an. Die allerdings, man will es kaum glauben, hat ihm nach dem Irakeinsatz den Stuhl vor die Tür gesetzt.

     

    • Das ist beim kopieren verloren gegangen und ist der eigentliche "Aufmacher":

       

      Die Evangelikalen haben George W. Bush zum Wahlsieg verholfen. Das lag nicht zuletzt an dem radikalen Prediger Billy Graham. Er beschwör Bush als einen "wiedergeborenen Christen". Und damit hatten die Evangelikalen ihren Messias.

      Billy Graham war ein Verehrer von Johannes Paul II. Als der Pole Wojtila zum Papst erhoben wurde, durfte Graham am selben Tag in seiner Kirche predigen!

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