Der Endkampf

Aus dem Umfeld der Evangelischen Allianz Frankfurt, einem Zusammenschluss von aktuell ca. 50 (unabhängigen) Gemeinden und Freikirchen in Frankfurt am Main, kommt auch die Frankfurter Pediga-Organisatorin Heidi Mund. Nach eigener Aussage sprach Gott im Januar 2006 in Jerusalem zu ihr über Frankfurt. Ihr Auftrag ist es, in Zusammenarbeit mit engagierten Christen im Rhein-Main-Gebiet „den Thron Gottes in Frankfurt aufzurichten und die Stadt mit dem Wort Gottes zu füllen, damit Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit, die Jesus Christus selbst ist, kommen.“

Sehen Sie ein Video von der letzten Fragida-Demonstration am 26.01.15. Ein Freund aus Israel hetzt gegen die Minderheit (ca. 5 % in Deutschland) der Muslime. Heidi Mund ist kurz mit einer Israel-Deutschland-Fahne zu sehen:

Armageddon

Rudi Pinke leitete 14 Jahre als Pastor das Christliche Zentrum Frankfurt (CZF) – eine junge Freikirche, die sich sehr für ihre Mitmenschen engagiert –,bevor „ihm Gott den Startschuss für eine neue geistliche Herausforderung gab“. Er gründete "Father's House Ffm e.V.", um „durch geistliche Elternschaft Menschen in ihre Berufung hineinzuführen und sie im Glauben des ‚geliebt seins‘ freizusetzen.“ Nur so sei das „in Christus“ leben möglich. Um den Lesern seiner Website in der Nachfolge Jesu Christi zu helfen, bietet er Texte an, in denen er sich unter anderem in geschichtstheologisch-biblischen Endzeitprophetien ergeht. Aktuell ordnet er Israels 6-Tage-Krieg 1967 als Befreiung ganz Jerusalems ein und stellt nach mehreren Blutmonden, Mond- und Sonnenfinsternissen schließlich die Frage in den Raum, was uns Gott durch die Ereignisse (Gazakrieg?) im Jahre 2014 sagen möchte. Früher besuchte ich einen Haus/Gebetskreis unter seiner Leitung.

Loading...

Beten für den Untergang

Ich nahm auch oft am Gottesdienst des Christlichen Zentrums Frankfurts teil. In Gesprächen mit Gemeindemitgliedern war es in keinster Weise vermittelbar, dass Israel ein ausgeprägter Apartheidstaat, ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert ist, der Hochzeit europäischen Imperialismus und Kolonialismus. Im Gegenteil: Die Gemeinde betet zweimal im Monat für Israel, „weil wir als Christen von Gott dazu den Auftrag haben.“ Dieser selbst auferlegten Pflicht liegt die in christlichen Kreisen weitverbreitete Vorstellung zu Grunde, dass das heutige Jerusalem Zion ist. Der politische Journalist Arn Strohmeyer schreibt hierzu auf dem Palästina Portal: „Der Begriff Israel ist religiös so mystifiziert, dass in kirchlichen Kreisen immer noch der Glaube existiert, man könne eine direkte Anknüpfung vom Alten Testament zum heutigen Israel herstellen. ‚Die Juden sind ja das Volk Gottes!‘ hört man Christen oft argumentieren.“ Der israelische Historiker Shlomo Sand formuliert hart, aber angemessen in seinem Buch Die Erfindung des Landes Israel: „Ungeachtet aller Sympathiebekundungen unterscheidet sich die unter christlichen Zionisten vorherrschende Wahrnehmung der Juden nicht grundsätzlich von der Haltung der Antisemiten. Zwar lassen sich viele feine Unterschiede unter den Evangelikalen und sonstigen Protestanten erkennen, doch teilen sie alle eine eindeutig essentialistische und ethnozentrische, von Vorurteilen nur so strotzende Einstellung gegenüber den Juden und ihrer angeblichen Machtstellung in der Welt.“ (Weiter auf Seite 4)

Liebe Leser, wenn sie kein Abo abschließen möchten, können sie uns auch mit einer Spende auf folgendes Empfängerkonto: Andreas Keltscha, IBAN: DE96100110012620778424, BIC: NTSBDEB1XXX oder per Paypal und Kreditkarte, unterstützen. Danke für ihre Hilfe!

Loading...

1 KOMMENTAR

  1. Eine kleine Lektion in Logik für die katholische Kirche. In ihrer Theologie mußte Jesus am Kreuz sterben, um die Menschen zu erlösen. Das Kreuz als Symbol der menschlichen Auferstehung und Befreiung. Nun irgendjemand mußte daher Jesus ans Kreuz befördern. Judas hat ihnen den Gefallen getan.Sie sollten ihm dankbar sein, denn ohne Judas kein Kreuzestod und damit keine Auferstehung und in der Folge keine Erlösung. Übrigens war Jesus selbst Jude und sie hätten ihn daher mit ablehnen müssen. Aber soweit haben sie nicht gedacht. Am liebsten hätten sie einen Jesus aus der Gegend von Rom oder Padua gehabt…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here