Regionalwahlen in Frankreich: Front National und UMP deklassieren die Sozialisten

In Frankreich haben die landesweiten Départementwahlen begonnen. Sie gelten als Spiegelbild der politischen Stimmungslage. Während den regierenden Sozialisten ein Debakel droht, dürften sowohl der rechte Front National als auch die konservativen Parteien UMP und UDI deutliche Stimmengewinne verzeichnen. Präsident Hollande und Premierminister Valls stehen damit noch stärker unter Druck als bisher schon.

Von Marco Maier

Auch wenn die Départementwahlen keine wirklichen Auswirkungen auf die Staatspolitik Frankreichs haben, so sind sie durchaus ein politischer Gradmesser. Wenn nun der Front National von Marine le Pen – dicht gefolgt von der UMP des ehemaligen Präsidenten Nicholas Sarkozy – mit voraussichtlich rund 30 Prozent der Stimmen auf dem ersten Platz landet, hat das jedoch Gewicht. Das wäre nach den Wahlen zum Europäischen Parlament der nächste Wahlsieg für die französische Rechtspartei.

Allerdings wird sich das starke Ergebnis für den FN kaum auf die Zahl der politischen Repräsentanten auswirken, da das französische Wahlsystem sowohl auf der Ebene der Départements, als auch auf Staatsebene nicht repräsentativ ist. Im Endeffekt werden sowohl die Konservativen (UMP und UDI mit ebenfalls rund 30 Prozent) als auch die Sozialisten (mit rund 20 Prozent) beim zweiten Wahldurchgang die Mehrheit der Départements für sich beanspruchen können.

Trotz der Wahlaufrufe des sozialistischen Premierminister Manuel Valls und diverser konservativer Politiker, dürften ersten Erhebungen zufolge wohl gerade einmal 46 Prozent der 43 Millionen Wahlberechtigten zu den Urnen schreiten. Die ersten Wahlergebnisse sollten demnach gegen 20 Uhr vorliegen.

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Ein Kommentar

  1. Ich freue mich schon drauf, gleich zu jubeln .. wenn Gott die Rache und die Schadenfeude nicht erfunden hätte, das Leben wäre trocken wie ein Zwieback!

     

     

     

     

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