Als die US-Truppen in den Irak einmarschierten um Saddam Hussein wegen der Annektion Kuwaits zu bestrafen und den Irakis "Demokratie und Menschenrechte" zu bringen, wurde dies in Kuwait selbst offenbar vernachlässigt. Dort prügelte die Polizei politische Proteste zugunsten eines inhaftierten Oppositionellen einfach nieder.

Von Marco Maier

Als US-Verbündeter hat man es gut. Selbst polizeiliche Prügelorgien gegen Demonstranten sind kein Problem. Die arabische Monarchie gilt ohnehin nicht als Vorzeigedemokratie, was sich auch in der schwierigen Lage vieler Oppositioneller bemerkbar macht. Die von der Polizei niedergeprügelten Demonstranten forderten die Freilassung eines führenden Oppositionellen.

Musallam al-Barrack war im Februar wegen "Beleidigung des Emirs" zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Seitdem gibt es auf dem Irada-Platz wöchentlich Proteste, die auch zugelassen sind. Die aktuelle Kundgebung eskalierte, als die Demonstranten versuchten den Platz zu verlassen, um zum nahen Parlamentsgebäude zu marschieren. Die Polizisten setzten Schlagstöcke ein um die Menge auseinander zu treiben. Unter den Demonstranten waren auch Parlamentarier und Frauen.

Al-Barrack, wegen dem die Menschen auf die Straße gingen, hatte bei einer Demonstration im Oktober 2012 an Kuwaits Staatsoberhaupt Scheich Sabah al-Ahmed al-Dschabir al-Sabah appelliert, das Land nicht in einen "dunklen Abgrund" zu ziehen. Zudem sagte der Oppositionelle, Kuwait laufe Gefahr, ein autokratischer Staat zu werden. Diese Aussagen genügten in dem angeblich demokratischen Staat, um für 2 Jahre hinter Gittern zu landen.

Es zeigt sich immer wieder, dass die USA hinsichtlich ihrer "Demokratisierungskriege" ziemlich wählerisch sind. So lange man sich Washington anbiedert, genießt man – siehe auch Saudi Arabien – diesbezüglich beinahe schon Narrenfreiheit. Wenn man es nicht tut, wird man eben mit Bomben "kaputt-demokratisiert". Kuwait wurden offenbar von den USA nur deshalb "gerettet", damit das Emirat Demonstranten niederprügeln lassen kann. So funktioniert eben Demokratie nach US-Wünschen.

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3 thoughts on “Proteste niedergeschlagen: Deshalb „retteten“ die USA Kuwait vor dem Irak”

  1. Für die Kriegsverbrechen, die von den Amis in den letzten 50 Jahren begangen wurden, sind in Nürnberg von ihnen die Nazis gehängt worden.

    Das in solchen Ländern auch gefoltert wird, wie bei den Nazis, erklärt sich von selbst.

    Das beschämende an der ganzen Sache für uns Deutsche ist aber, das unsere Kanzlerin solchen Kriegsverbrechern und Menschenverächtern auch noch die Hände schüttelt,  sie unsere „Freunde“ nennt und sich vor den Karren der Aggressionen gegen Russland spannen lässt.

    Ich würde mal gerne wissen, was die Amis in der Hand haben (wahrscheinlich durch das Abhören von Muttis Handy)  das diese Frau sich wie eine Marionette, von den  Amis benutzen lässt; vielleit die Stasiakte von Mutti?

    Ich schäme mich als Deutscher für diese Kanzlerin.

    Viele Grüße

    H. J. Weber

    1. richtige überlegung….nachdem das us regime die stasiunterlagen in die usa geschafft hat und über ein jahr ausgewertet hat funktionieren auch unsere politiker der ehemaligen ddr auf knopfdruck des us regimes.

      anderes beispiel aus bayern: der wirtschaftsminister EIN ANERKANNTER GEGNER VON TTIP fährt in die usa und nach seiner rückkehr ist er ein begeisterter anhänger des ttip abkommens.WAS HAT DE MANN GETAN DAS ER SO ERPRESSBAR IST?????????

    2. Herr Weber, ich denke auch, dass Ihre Überlegungen und Schlußfolgerungen einer der Gründe für die Unterwürfigkeit der ehemaligen SED Sekretärin im Propagandaministerium gegenüber unseren "Freunden" sind. Nachdem Gauck als Chef der Stasi-Akten-Überprüfung (Gauck-Behörde) dann mit soooo viel Begeistung von unserer "Erika" schließlich zum Bundespräsidenten gemacht wurde, lag auch hier der Gedanke nahe, dass dieser Bock, den man in der Gauck-Behörde zum Gärtner gemacht hatte, einiges Interessante über die Kanzlerin gefunden hatte, was besser nicht an die Öffentlichkeit sollte. Na ja, D ist inzwischen eben eine Bananen-Republik.

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