Vorrangig geht es den Amerikanern darum, Russland zu ärgern, denn bis zu 100 US-Panzer sollen im Rahmen der NATO-Übung "Atlantic Resolve" (Atlantische Entschlossenheit) eine "Osteuropa-Tour" machen. Die europäischen NATO-Politiker begrüßen diese Aktion.

Von Marco Maier

Ganze 1800 Kilometer sollen die vierachsigen US-Radschützenpanzer vom Typ Stryker auf ihrem Weg durch Osteuropa zurücklegen. Nach NATO-Übungen in Estland, Litauen und Polen sollen die Kriegsfahrzeuge dann wieder im oberpfälzischen Vilseck stationiert werden, so ein Sprecher der US-Armee in Wiesbaden. Dort, in Bayern, befindet sich nach wie vor ein US-Militärstützpunkt.

"Die Gastgeberländer sind alle in die Planungen einbezogen worden", erklärte der Sprecher. Die Übung sei als Zeichen der Verbundenheit der USA mit ihren NATO-Partnern zu verstehen. Normalerweise würde das schwere Gerät via Schiff oder Bahn transportiert werden, um so Straßenschäden möglichst zu minimieren. Doch hier soll wohl eine Ausnahme gemacht werden, um so den Anspruch der USA auf Osteuropa zu demonstrieren.

Bislang ist die genaue Größe des Konvois noch nicht bekannt gegeben worden. Der tschechische Verteidigungsminister Martin Stropnicky sprach allerdings im Rundfunk von rund 500 Mann Besatzung und 100 Fahrzeugen. Tschechiens Außenminister Lubomir Zaoralek sagte: "Es zeigt deutlich, dass in der NATO gilt: Einer für alle und alle für einen." Damit haben die Transatlantiker in den osteuropäischen Regierungen wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie sich gerne von den USA instrumentalisieren lassen.

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6 thoughts on “Osteuropa: US-Panzer auf Provokationstour”

  1. Wieviel Kostet diese Sightseeingtour der Panzerbesatzungen dem Steuerzahler? Putin einen Lacher.100 Panzer werden in kurzer Zeit zerstört. Das beeindruckt doch keinen Generalstab. Und eine größere NATO Truppe, die Russland gefährlich werden könnte, auf Dauer an der Grenze zu stationieren, wird sich auch der Westen nicht leisten können, ohne murren der Bevölkerung, denn dann gibts Abstriche in den Sozialleistungen z.B im Gesundheitssystem  Also entweder Krieg nach einer gewissen Zeit oder beschämender Rückzug..

  2. Russland hält nun auch eigene Manöver ab. Dies ist auch verständlich, da die kriegstreibenden Amerikaner die NATO erfolgreich von dieser "Übung" überzeugt haben.  Es wird Zeit,  daß die Merkel endlich mal Rückgrat zeigt,  sich von den Amerikanern distanziert, an Russland annähert und aus der NATO Austritt. Wir sind nach so vielen Jahren immer noch kein vollwertiges Natomitglied.  

  3. die polen wissen doch nicht einmal einen blasen brigt siie mit ihrem hass weiter  –  als atheist sage ich trotzdem    gott sei dank

    das ist für die rüstngsindustrie wie die lizenz zum geld drucken

  4. Vielleicht finden sich ein paar mutige junge Leute, die diese Kolonne "freudig" mit ein paar Nagelbrettern erwarten. Das hat schon die Partisanen auf den Straßen der Ukraine in den Jahren 1941 bis 1945 erfreut. Oder ein morscher Baum über die Straße, wäre auch noch eine Möglichkeit. Denn so eine Kolonne von 100 Fahrzeugen wäre auf jeden Fall 5 km lang.

  5. Wenn man nur wüsste wann dieser Konvoi auf welcher Strecke sich befindet, es würde mir Freude bereiten mich vor den vordersten im Konvoi aufzubauen und meinen, gelinde gesagt, Ärger und Hass gegen diese und andere Aktionen in diesem Zusammenhang deutlich zu machen…!!!

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