Kleinkind mit Masern. Bild: Flickr / Dave Haygarth CC-BY 2.0

Die Masern sind gar nicht so gefährlich, wie es uns die Medien weismachen wollen. Immer wieder wird von Letalitätsraten von 1:1.000 oder 1:2000 gesprochen. Die Süddeutsche Zeitung fabrizierte sogar eine Sterblichkeitsrate von 1:500. Doch die Realität sieht deutlich anders aus.

Von Marco Maier

Sicher, unter Umständen kann eine Masernerkrankung tödlich verlaufen. Wie zum Beispiel bei dem Kleinkind, welches erst kürzlich an dieser ansteckenden Krankheit verstarb. Dennoch sind meist entsprechende krankheitsbedingten Vorgeschichten die eigentliche Ursache dafür, weshalb eine Maserninfektion tödlich verlaufen kann. Im Falle des Kleinkindes war es eine schwere Herzerkrankung, die den Körper schon zu sehr geschwächt hat, so dass es den Masern ausgeliefert war.

Das renommierte Robert-Koch-Institut (RKI) publizierte auf seiner Homepage noch bis vor wenigen Jahren bei den Masern eine Sterblichkeitsrate von 1:10.000. Heute wird die Letalität mit 0,05-0,1 Prozent (1:1.000 bis 1:2.000) angegeben. Auf Wikipedia wird (ohne Angabe von Quellen) auf eine Letalitätsrate von 1:1.000 bis 1:20.000 hingewiesen. Doch auch hier gilt das Grundprinzip, wonach Vorerkrankungen und andere gesundheitsrelevante Aspekte eine Rolle spielen.

So wurden von 2010 bis 2013 in ganz Europa rund 86.000 Masernfälle gemeldet. Nimmt man die Schätzungen des RKI hinzu, wonach nicht einmal die Hälfte der Masernfälle gemeldet werden, dürfte es sich in Wirklichkeit um bis zu 200.000 Erkrankungen handeln. Dabei gab es 39 Fälle von Enzephalitis (Hirnhautentzündung), wovon 33 tödlich endeten. Das heißt: es ergibt sich eine Rate von ungefähr 1:6.000 für diesen Zeitraum.

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Allerdings muss man auch hier berücksichtigen, dass mehr als die Hälfte der Todesfälle Roma aus Bulgarien und Rumänien betraf, welche unter sehr schlechten medizinischen und hygienischen Bedingungen lebten. Zudem ist bekannt, dass insbesondere die Roma als von der Mehrheitsbevölkerung "ausgestoßene" Menschengruppe in diesen Ländern nur in den seltensten Fällen ausreichend medizinisch versorgt werden – zumal dies nicht einmal bei der oftmals in Armut lebenden Mehrheitsbevölkerung der Fall ist. Insofern dürfte man unter realistischen Bedingungen davon ausgehen, dass die Letalitätsrate von 1:10.000 bei normalen medizinischen Bedingungen durchaus der Realität entspricht.

Es zeigt sich also, dass man bei all der ohnehin völlig unsachlich geführten Diskussion rund um die Masernimpfung zumindest bei den Fakten bleiben sollte. Insbesondere dann, wenn es sich um nachprüfbare Zahlen handelt. Die Masern können also durchaus einen gefährlichen Krankheitsverlauf haben, doch eine Hysterie ist deswegen noch lange nicht gerechtfertigt. Vor allem dann nicht, wenn man den Tod eines Kindes zu Propagandazwecken missbraucht. Übrigens: Bei der Grippe liegt die Letalitätsrate bei etwa 0,1 bis 0,4 Prozent und damit unter Umständen sogar weitaus höher als bei den Masern.

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16 KOMMENTARE

  1. Naja, solange es nur Roma aus Rumänien und Bulgarien sind…. Und der/die Eine hier von 20000. Na gut das macht wenn man es so ansetzt 50 auf ne Million. In D. leben 82 Millionen, wären nur 4100 Tote. Und wenn man vom ungünstigsten 1:1000 ausgeht, dann sind das auch nur 82000 Tote. Naja auf die paar kommts nun wirklich nicht an, also warum impfen? Ich kann da nur hoffen, dass du bei den 82000 mal dabei bist. Vielleicht redest du nacher anders….

    • Es geht nicht ums impfen oder nicht impfen – sondern darum, dass man medial übertreibt. Sicher, jeder Maserntote ist einer zu viel, dennoch gilt es auch hier mit ordentlichen Zahlen zu arbeiten. Fakt ist eben auch, dass die Letalität in Ländern mit schlechterer medizinischer Versorgung deutlich höher ist, wie das Beispiel mit den Roma zeigt.

    • Man sollte, wenn man schon mit dem Rechnen beginnt, sachlich bleiben. Deine Zahlen beziehen sich darauf, dass alle Bürger erkranken müssten. Das halte ich nun doch für unwahrscheinlich, da ja viele geimpft sind und wenn Impfungen so wirken, wie uns erzählt wird, sind diese geschützt.
      Da also die Sterbefälle an Masern voraussetzen, dass man Masern hat, sollte man auch von Erkrankungszahlen ausgehen und nicht von absoluten Einwohnerzahlen. Da die Durchimpfungsrate in unserer Republik im Schnitt bei 90% liegt, kann man also deine Zahlen getrost auf die verbleibenden 10 % herunterrechnen, vorausgesetzt, die 10 % würden auch wirlich erkranken. Selbstverständlich ist jeder Todesfall einer zu viel.

  2. Braucht man mehr Einnahmen, werden die Veröffentlichungen der Unfallzahlen erhöht. Es muss dann mehr geblitzt werden und die Strafen sind anzuheben! – Alles nur zum Vorteil und Sicherheit der Bürger! 

    Sinkt die Konjunktur, sind die Bürger dafür verantwortlich zu machen. Sie werden zu oft krank, sind zu dick, zu dumm, zu anspruchsvoll und passen nicht ins System. Und schon wird eine Hochrechnung veröffentlicht, dass die Wirtschaft Einbussen von XY Milliarden hat.

    Wenn Leute von irgendwo in unser Land kommen, die durch Flucht und Unterernährung geschwächt sind, da streite ich nicht ab, dass solche Personen gefährdet sind.

    Das war während des Krieges und auch hinterher hier in DE ebenso. Diese Körper besitzen ja keine Abwehrstoffe.

    Aufpassen, ob man da nicht Zwangsimpfungen draus planen will!!

    "Wir stellen etwas in den Raum, warten ab, was geschieht und wenn alles ruhig bleibt, ziehen wir es durch!" – So ungefähr lauteten doch Junckers Angaben.

    Zusammen mit den gestrigen Angaben zum Konjunkturabschwung würde es doch passen!

    Ausserdem schimpfen die Amis seit Jahren über die bösen Deutschen, die sich nicht alle impfen lassen! – A b e r  mit TTIP würde ja ohnehin alles hinfällig. Da müssen wir dann die US Pharmas unterstützen. Wenn nicht, müssen wir zahlen!

    H I L F E !!!!!!!

    Wütende Grüsse

    Christel

  3. @herrmann
    Eigentlich ist dein Beitrag nicht würdig kommentiert zu werden.

    Vielleicht ist es hilfreich auch mal zu schauen, welche Nebenwirkungen Impfungen verursachen können. Wobei es naturgemäß schwierig ist alle Nebenwirkungen nachzuweisen.
    Des weiteren wird gemunkelt, daß eben gerade oftmals ausgerechnet jene die Krankheit bekommen gegen welche sie vorher geimpft wurden.

    Tatsache ist auch, daß früher Krankheiten wie zum Beispiel Masern Kinderkrankheiten waren, welche großen Einfluß auf die Entwicklung des Kindes haben. Ich zum Beispiel hatte sie alle 😉

  4. Ich frage mich, warum die ehemalige DDR eine der geringsten Kindersterberaten hatte? Durch das staatliche Impfprogramm in der DDR wurden Erkrankungen durch impfpflichtige Krankheiten (z.B. Masern, Mumps, Röteln, Diphterie, Keuchhusten, Tetanus usw. usf.) nahezu auf 0 gedrückt, im Ranking sogar noch vor der BRD. Es ist zum regelrecht zum Kotzen, wie die Hysterie seit Jahren zunimmt. Sicher verdienen sich die Pharmafirmen ungerechtfertigter Weise eine goldene Nase an Vakzinen, aber der Nutzen ist doch nicht einseitig. Hier wäre die Politik gefragt um eine Begrenzung beim Preis zu finden. Warum nehmen seit Jahren die Masernfälle zu? Dieses ganze Fabulieren und Übertreiben von Impfschäden (die es zweifelsohne gibt) von Leuten wie Hans Tolzin, Michael Leitner, Stefan Lanka und anderen verwirrten Spinnern, welche mit gefälschten und falsch interpretierten Statistiken den Ball eckig machen wollen, wird das Volk noch in den gesundheitlichen Ruin treiben. Auf der einen Seite die Manipulation durch die Medien und unsere Volksverräter, auf der anderen Seite bringen sich Verschwörungstheoretiker und Pseudowissenschaftler in Stellung, um aus ihren Abwasserkanälen heraus einen gnadenlosen Stellungskrieg gegen das Establishment zu führen. Getreu dem Motto: ALLE, aber auch wirklich ALLE etablierten Wissenschaftler der Welt sind von der Industrie gekauft und bestochen worden. Was für ein aberwitziger Dünnsch*ss. Es kann doch nicht sein, dass Menschen, welche sich von der einen Seite getäuscht und betrogen fühlen, sich nun ergebungsvoll und völlig unkritisch der Gegenseite zuwenden.

    • Nun ja, ich habe mich in dem Artikel ja in Sachen Impfungen nicht geäußert. Es ging mir lediglich darum, dass man in den Diskussionen auch mit handfestem Zahlenmaterial agieren sollte. Ich selbst sehe viele Impfungen durchaus als nützlich an, während manche Impfungen (wie z.B. gegen die Grippe) ziemlich nutzlos sind.

    • Du hast recht, Christiian und über die von dir genannten Leute müssen wir wirklich nicht reden.
      Aber was mich am Vergleich mit der DDR immer stört, ist, dass dort trotz Impfplicht ein ganz anderer Impfplan bestand mit wesentlich weniger Impfungen und bis kurz vor der Wende ohne 6fach-Impfungen. Es ist gezielter geimpft worden. Außerdem waren die Lebensumstände und die Ernährung eine andere. Es fehlte zum Beispiel an der Masse der Konservierungsstoffe (weil es nichts zu konservieren gab.)
      Deshalb glaube ich, dass ein direkter Vergleich zu heute gar nicht möglich ist.

  5. Chriistian Schüler Zitat aberwitziger Dünnsch*ss, reicht schon.
    Die DDR hatte die geringste Geburtenrate…
    Es gibt keine Beweise das Impfungen positiv wirken…
    Was mir an dieser erneuten Volksverblödungsoffensiver fehlt ist der Beipackzettel…

  6. @Bernd, sicher gibt es Nebenwirkungen, der Tod ist z.B. eine, wenn man nicht geimft ist und dran stirbt. Weiter Nebewirkungen sind solche Kommentare, wie ich ihn geschrieben habe. Das sind dann die Nebenwirkungen, wenn man geimft ist.

     

    Sicher hat so eine Impfung weniger Nebenwirkungen wie andere Dinge, die wir jeden Tag tun ohne uns zu frage, was dadurch passiert. Was du alles in dich rein futterst, wenn ich da an das komische Zeug denke, wo Brot dazu gesagt wird und was voller Chemie ist wo keiner weiß wie die Auswirkungen dessen dind und die Gen Produkte, die es angeblich bei uns nicht gibt. Da ist so ein bsschen impfen harmlos, schon weil man das nur 1-2 mal tut.

    Außerdem war das nur meine Meinung, es soll doch jeder machen was er will; jeder bestimmt über sein Leben!

  7. Was ebenfalls zu bedenken wäre in Bezug auf die Profitinteressen – und das ist nicht von der Hand zu weisen – dass eine Behandlung von Kranken der Pharmaindustrie WESENTLICH mehr Geld einbringen würde als das, was sie für die Vakzine bekommen.

  8. Mobilfunkstrahlung greift das Immunsystem an und setzt den Serotonin- und den Melotonin-Spiegel herab. Statistische Daten von ROSTAT und Unicef haben aufgezeigt, daß es seit dem Jahr 2000 eine kontinuierliche Zunahme von Kinderkrankheiten gibt, und mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Handynutzung zurückzuführen sind. Bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren stiegen Störungen des zentralen Nervensystems um 85%. Bluterkrankungen und Störungen des Immunsystems erhöhten sich um 82%, neurologische Störungen um 52%, epileptische Erkrankungen um 36%.Folgen von Handytelefonaten sind: Gedächtnisstörungen, Ohrensausen, Kopfschmerzen.
    Im Jahre 1992 schrieb die Strahlenschutzkommission (veröffentlicht im Bundesanzeiger 43 vom 3. März 1992): „Die Menbraneffekte (Zellschädigungen) wurden vielfach bestätigt, sodaß ihre Existenz heute als gesichert gilt“. Prof. Klaus Buchner von der ÖDP sagte, die von Mobilfunkanlagen ausgelösten Gesundheitsschäden, die Schädigung von Hirnzellen, die Schädigung der Erbsubstanz und Blutbildveränderungen seien bestens dokumentiert.

    In der Deutschen Medizinischen Wochenschau vom 5. August 1932 erschien eine Untersuchungen zu den Auswirkungen von Kurzwellenstrahlungen auf die Gesundheit. „Der Gesamtorganismus wird schon im Strahlungsfeld von starken Kurzwellensendern durch die freie Herzsche  Welle deutlich beeinflußt. Das empfinden alle Personen, die längere Zeit hindurch an solchen Sendern ohne genügende Schutzmittel haben arbeiten müssen. Es treten Erscheinungen auf, wie wir sie bei Neurasthenikern zu sehen gewohnt sind: starke Mattigkeit am Tag, dafür in der Nacht unruhiger Schlaf, zunächst ein eigenartig ziehendes Gefühl in der Stirn und Kopfhaut, dann Kopfschmerzen, die sich immer mehr steigern, bis zur Unerträglichkeit. Die Neigung zu depressiver Stimmung und Aufgeregtheit. Auch hierauf hat die Wellenlänge einen deutlichen Einfluß“.

    Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation hat ergeben, daß die Tumorenverteilung bei langjährigen Rechtstelefonieren mit Handys die rechte Hirnhälfte betrifft und bei Linkstelefonierern die linke.

    Quelle: http:\\www.bund-naturschutz.de (ROSTAT, Unicef)

     

     

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