Eigene Freihandelszonen – Chinas Schlag gegen TPP und die US-Dominanz

Im Laufe des Jahres will China neue Freihandelszonen im asiatisch-pazifischen Raum schaffen um somit ein Gegengewicht zum transpazifischen Freihandelsabkommen (TPP) der USA zu etablieren. Dies sagte chinesische Premier Li Keqiang heute bei der 3. Sitzung des Nationalen Volkskongresses.

Von Marco Maier

"Wir müssen das internationale Handelssystem schützen. Wir beabsichtigen die Erstellung mehrerer Freihandelszonen zu  beschleunigen und den Prozess der wirtschaftlichen Globalisierung zu erleichtern", so Premierminister Li Keqiang vor den Abgeordneten. Ziel ist es, China wirtschaftlich enger mit der Region zu verknüpfen und so dem Freihandelsprojekt der Amerikaner ein Gegengewicht entgegenzusetzen.

Integrierte Handelsstrukturen sollen dabei eine sinnvolle Alternative zum amerikanischen TPP sein. "Wir werden versuchen so bald wie möglich ein Abkommen über die Freihandelszone zwischen China und Südkorea, sowie China und Australien zu unterschreiben und die Verhandlungen über eine Freihandelszone China-Japan-Südkorea. Wir wollen zudem eine Vereinbarung über die Schaffung eines neuen Formats einer Freihandelszone zwischen China und dem Verband Südostasiatischer Nationen", fügte er hinzu.

Es zeigt sich, dass die Volksrepublik durchaus gewillt ist, eine größere wirtschaftliche Rolle in der Region zu spielen. Die bisherige wirtschaftliche Fokussierung auf die USA und Europa brachte zwar viel Geld ein, doch die Zeit des Wachstums ist in diesen Regionen vorbei. Umso wichtiger werden die aufstrebenden asiatischen Staaten, deren Märkte auch für die chinesischen Unternehmen immer interessanter werden.

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Ein Kommentar

  1. Bravo!!! Die Chinesen wissen, wen sie gegen die erpresserischen Methoden der USA zu verteidigen haben, dies im Gegensatz zu den europäischen Regierungen – nämlich ihre eigenen Regionen und Bevölkerungen.

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