Während US-Präsident Obama Venezuela zum "Feind" der USA erklärt und die Regierung in Caracas den Amerikanern Umsturzbemühungen vorwirft, will sich der ecuadorianische Außenminister als Vermittler im politischen Konflikt einschalten.

Von Marco Maier

Im Konflikt zwischen den USA und Venezuela soll vermittelt werden. Ecuador gilt hierbei als Wunschkandidat des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. Denn das kleine Land besitzt trotz seiner Linksregierung nach wie vor auch gute Kontakte in die USA, was auch auf den US-Dollar als Landeswährung zurückzuführen ist.

Nun gab Ecuadors Außenminister Ricardo Patino bekannt, dass er "gerne" den Vorschlag Maduros aufgreifen werde und als Koordinator einer Gruppe von mehreren lateinamerikanischen Organisationen als Vermittler agieren würde.

"Natürlich, mit Vergnügen. Wenn dies den Dialog fördert und Spannungen behebt – gerne", so Patino bei einem Interview in Washington. "Wir werden alle diplomatischen Werkzeuge auf allen Kommunikationsebenen unter Einbezug der Länder der Staatenbündnisse ALBA, CELAC, UNASUR einsetzen", bekräftigte der Minister.

Ob die Vermittlungsversuche Erfolg haben werden, muss sich jedoch noch zeigen. Bislang gelten die Fronten als stark verhärtet, zumal keine Seite mit Vorwürfen spart. Angesichts der starken Unterstützung der rechten und zentristischen venezolanischen Opposition durch diverse US-Organisationen, ist jedoch die US-Einmischung in die Innenpolitik Venezuelas nicht von der Hand zu weisen.

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