China modernisiert Militär – Medien schüren Angst

Die Volksrepublik China modernisiert das Militär und passt die Militärausgaben der steigenden Wirtschaftsleistung an. Obwohl das Reich der Mitte trotz des zweiten Platzes in absoluten Zahlen noch weit hinter den USA rangiert, arbeitet man medial schon fleißig an einem neuen Feindbild.

Von Marco Maier

Die deutsche Tageszeitung "Die Zeit" leitet ihren Artikel schon tendenziös ein: "Trotz Sorge in seinen Nachbarländern hat China eine kräftige Aufrüstung seiner Streitkräfte angekündigt." Wenn die USA, welche die Welt mit hunderten Militärbasen überzogen haben, eine Ausweitung des Militärbudgets ankündigen, fehlt dieser Unterton. Dabei sorgen die US-Streitkräfte global für weitaus mehr Unruhe als jene der Chinesen.

Im Vergangenen Jahr hat Peking laut Haushaltsentwurf 808 Milliarden Yuan (heute ca. 115 Milliarden Euro) für das Militär vorgesehen. Das ist in etwa ein Fünftel dessen, was die USA für ihre Streitkräfte verpulvern. In Relation zur Wirtschaftsleistung gibt die Volksrepublik mit rund 2 Prozent des BIP gerade einmal etwas mehr als die Hälfte des Wertes (3,8 Prozent des BIP) der USA aus.

Für China, welches eine wichtige Regionalmacht im pazifischen Raum darstellt, ist es immens wichtig, die Verteidigungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, zumal insbesondere die USA ihren Einfluss in der Region erhöhen wollen. Die US-Lakaien Japan und Südkorea lassen sich von der amerikanischen Militärdoktrin ja auch beeinflussen. Insbesondere Japan, welches sich vom Nachkriegspazifismus verabschiedet hat, stellt sich nun offensiver gegen China.

Trotz aller Bedenken rund um die Aufrüstung in der Region sollte man nicht vergessen, dass ein Krieg wohl noch für längere Zeit unwahrscheinlich ist. Selbst die kleineren Territorialstreitigkeiten reichen längst nicht dafür aus, militärische Auseinandersetzungen zu provozieren. Ganz im Gegenteil versucht Peking trotz solcher Dispute insbesondere mit Indien einen diplomatischen Weg zu finden und damit auch den anderen Ländern zu zeigen, dass man sich anders einigen kann.

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8 Kommentare

  1. Das Feinbild USA besteht zurecht und muß nicht erst erschaffen werden.Den Amerikanern.wird es wie dem "großen Führer" ergehen. den sie übrigens massiv unterstützten. Der hatte auch in seinem Größenwahn einen Mehrfrontenkrieg in Kauf genommen, und am Ende ist er gescheitert. Vielleicht wird in der US Administration und im Pentagon zu viel Kokain in die Nase gezogen, denn ein Symptom von Kokain.ist Überheblichkeit und Selbstüberschätzung. Ein beruhigendes Gefühl, den Weltfrieden in den Händen von Koksern zu wissen. .

    1. Zitat:

      Vielleicht wird in der US Administration und im Pentagon zu viel Kokain in die Nase gezogen, …

      ————————————————————————————————————————–

      Kein Wunder, denn die USA ( CIA ) ist der grösster Kokain- und Herion-Dealer und natürlich auch grösster Konsument !

  2. Die Chinesen sollte man nicht unterschätzen, denn ein Bugdet angeben ist eine Sache, aber was tatsächlich in der Aufrüstung investiert wird, wird bestimmt nicht offiziell bekannt gegeben.

    Eins ist sicher, die NATO(D) Staaten unterschätzen Russland und China beiweitem, denn die haben bestimmt heftigere Vernichtungswaffen auf Lager als offiziell angegeben wird, genauso wie die USA.

    Wir bekommen nur das Wissen was wir Wissen sollen, mehr aber auch nicht.

    Der B2 Bomber z.B. ist über 10 Jahre über unsere Köpfe geflogen bevor dieser hinterhältige Flieger bekannt gemacht wurde !

  3. <ironi> Das kann man ja nun nicht wirklich vergleichen… Amerikanische Untersuchungen bei Rüstungsprojekten deckten in schöner Regelmäßigkeit total überzogene Kosten auf. So war z.B. ein Hammer beim Bordwerkzeug mit über 50 Dollar ausgewiesen. Wenn dann noch ein paar Schraubenzieher beigelegt wurden, potenzierte sich dass maßlos! So gesehen sind die Rüstungsaktivitäten der Russen und Chinesen um Längen effizenter (siehe auch F35 gg Suchoi T50). Außerdem verweigern die beiden ein engmaschiges Militärbasennetz weltweit und bleiben zumeist verantwortungslos in eigenen Landen stationiert (so verweigerte z.B. Russland unverständlicherweise seine teure Truppenpräsenz in Ostdeutschland und zog 1995 einfach ab, als die schwere Ost-Transformationszeit mit Kaufkraft zu stützen).  </ironi>

  4. Wird zwar keiner mehr lesen aber mein Lieblingssatz zu dem Thema war:
    „China fährt jetzt etwas das Wirtschaftswachstum zurück und kümmert
    sich dafür mehr um ihr Militär“

    lol, das ist wie ein Schlag ins Gesicht der ganzen westl.Zahlenkünstler,
    die mit den dämlichsten Tricks ihr eigenes Wachstum „schön-rechnen“

    (p.s: keine Sorge, ich kenne den wirtschaftlich Hintergrund weshalb
    die Chinese ihr Wachstum etwas zurücknehmen und die Richtung
    wechseln, was die Herrschaften in den USA aber noch nervöser macht.
    Das hat aber nichts mit dem Militär zu tun, sondern mit einem Wechsel
    in der Entwicklungsrichtung Chinas)

  5. Es ist doch ganz offenkundig, daß die Chinesen und Russen den Krieg wollen!

    Man schaue sich nur mal an, wie nah die ihre Länder an die Militäbasen der Mordamerikaner gelegt haben!

    Ist ein Leugnen dieser Offenkundigkeit nicht bereits strafbar?

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