NATO-Oberbefehlshaber, General Philip Breedlove. Bild: Flickr / cne-cna-6cf CC-BY-ND 2.0
NATO-Oberbefehlshaber, General Philip Breedlove. Bild: Flickr / cne-cna-6cf CC-BY-ND 2.0

Breedloves NATO-Propaganda - Selbst Alliierte üben Kritik

Unvoreingenommenheit kann man dem NATO-Oberbefehlshaber Philip Breedlove garantiert nicht zutrauen. Selbst einigen europäischen NATO-Partnern werden die Übertreibungen des Generals zu viel. Insbesondere die US-typische Feindschaft zu Russland, die zu massiver Propaganda führte, stößt hierbei sauer auf.

Von Marco Maier

Langsam dürfte es auch dem letzten halbwegs noch klar denkenden Politiker in Europa dämmern, welch perfides Spiel die Amerikaner unter dem Deckmantel der Ukraine-Hilfe spielen. Hier geht es nämlich absolut nicht darum, der Ukraine zu helfen, sondern um die geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen der USA und deren Konzern-Oligarchie. Die Dämonisierung Russlands und die völlig überzogene und übertriebene Darstellung des russischen Einflusses auf die Ereignisse in der Ostukraine gehören dazu.

Inzwischen hat selbst der "Spiegel" diesen Umstand aufgegriffen, welcher eigentlich stets als "transatlantisches Sturmgeschütz" gegen Russland und dessen Präsidenten feuerte. So zeigt das Wochenmagazin auf, dass selbst das deutsche Bundeskanzleramt von "gefährlicher Propaganda" spricht und Bundesaußenminister Steinmeier sogar bei NATO-Generalsekretär Stoltenberg intervenierte. Demnach gab es beim letztwöchigen Mittagessen des NATO-Rats von mehreren Botschaftern Kritik am öffentlichen Auftreten des US-Generals.

Wahrscheinlich dämmert es inzwischen selbst den europäischen Transatlantikern, dass die bisherige Eskalationsstrategie für Europa zu nachhaltigen wirtschaftlichen und politischen Schäden führt. Allerdings sollte man sich auch dessen bewusst sein: Kaum ein Politiker wagt es, öffentlich Fehler einzugestehen. Zumindest so lange nicht, wie man sich noch irgendwie aus der Sache hinauswinden kann. Mit der Abwälzung der Schuld auf Breedlove wird scheinbar versucht, einen solchen Weg zu gehen. Ganz nach dem Motto, man wäre ja die ganze Zeit über getäuscht worden.

Nun wird es sich zeigen müssen, ob die europäischen Länder überhaupt gewillt sind, sich den Realitäten zu stellen und eine politische Kurskorrektur durchzuführen. Notwendig wäre dies schon lange. Vor allem jedoch muss sich dies auch in die Redaktionen der großen Medien auswirken, damit diese unsägliche und unselige Kriegstreiberei endlich ein Ende findet.

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6 Kommentare

  1. Von welchen “halbwegs noch klar denkenden Politiker in Europa” ist bitte die Rede?
    Habe ich irgend etwas nicht mitbekommen in den letzten Tagen?

    • Rudolf Weissmueller

      Genaudas frage ich mich auch !

      Aber wieder nur trixen , täuschen , beruigen und ablenken . Meines Erachtens können die

      Europäer als schwerkranker unselbständiger Haufen  im derzeitigen Statium garnichtmehr 

      zurück . Neutral zwischen zwei Atommächten ? . Die eine betrogen  die andere verraten . Wie soll das gehen ?

      Die NATO läst grüßen . Europa ist in Wahrheit schon lange  ein Teil Amerikas . Die  Bevölkerung hats nur noch nicht geschnallt . Deshalb müßen auch die Nationalstaaten

      abgeschafft  werden . Und der TTIP  wird das ganze abrunden zum Schluss  .

      Das ganze  europäische Volk verraten und verkauft von käuflichen Politikern und Medien.

      Schauen sie sich das beleidigende  abnormale  Verhalten unserer Politiker und Medien an und fragen sich selbst mal ernsthaft , warum ? Sie arbeiten schon lange nicht mehr für uns .

       

      • Herr Weissmueller, ich kann ihrer Meinung uneingeschränkt zustimmen.  Ich denke aber nicht, dass diejenigen Politiker und Redakteure, welche mittlerweile geblickt haben das Europa lediglich nur zur Realisierung US-amerikanischer Interessen dient, eine Kurskorrektur ihrer Politik und Berichterstattung vornehmen werden.   Denn zum einen müssten diese Herrschaften gegenüber der Bevölkerung ihren Sinneswandel erklären und somit Fehler eingestehen und zum anderen stecken die doch alle miteinander schon viel zu lange und zu tief in dem transatlantischen Sumpf.   Vermutlich haben die Five Eyes über Jahre hinweg massig belastendes Datenmaterial über die ganzen Atlantikbrücken-Futzis gesammelt und können sie somit genau auf Kurs halten.   Jedenfalls wäre das eine Erklärung, warum manche Politiker(innen) in Berlin und Brüssel völlig energisch so vollkommen volksschädigende Entscheidungen treffen oder bisher getroffen haben.   Natürlich immer schön im Interesse und zum Vorteil der USA…

        Wenn Europa nicht gänzlich und endgültig zum 51. Bundesstaat der USA verkommen soll, dann muss CETA, TTIP und TISA um jeden Preis verhindert werden.   Allerdings, um dieses erreichen zu können müssen noch viel, viel mehr europäische Bürger wach werden und der zivile Widerstand gegen die Freihandelsabkommen drastisch ansteigen.   Denn wie wir alle ersehen können, treten Obama und Merkel diesbezüglich ganz gewaltig auf die Tube und möchten diese unbedingt bis Ende diesen Jahres unter Dach und Fach haben.   Grundsätzlich spricht ja überhaupt nichts gegen einen FAIREN Handel mit den USA, aber NIEMALS im Zusammenhang mit diesen im geheimen von Lobbyisten ausgehandelten Knebelverträgen wie CETA, TTIP und TISA.    Wahrscheinlich haben diese geplanten Freihandelsabkommen nur vordergründig etwas mit Handel zu tun, sondern dienen nur dem Zweck die Vormachtsstellung und Einflussnahme der USA in Europa, vollends ausbauen zu können.

         

  2. Man hat wohl vergessen, Breedloves Festplatte im Hirn zu aktualisieren. Peinlich. Sein Chef macht einen Rückzieher und er bellt munter weiter.

    Unsere Politiker: nur noch peinlich. Rückgrat- und ehrlos. Wird Zeit, sie einzusperren. Aber sie werden bald wieder zu alter Gehässigkeit durch ihre Sponsoren getrieben werden.Schließlich steht ja diese ganze korrupte Bande auf der Gehaltliste der CoL/DoC.mit Sparbüchern bei der Vatikan-Bank.

     

    Es dürfte aber bald weitergehen, Soros und Biden wollen ihre derzeit im Sand sitzenden Investments nicht abschreiben. Ebenso wollen die Amerikaner ihre Stützpunkte in der Ukraine. Derzeitig haben sie vor aller Augen wiede eine dicke Niederlage eingefahren. Das wird sie noch wütender machen, die "Nr.1" der Welt.

     

  3. Es zittern die morschen Knochen der Welt vor dem großen Krieg.

    Mit der Wirklichkeit ha'm wir gebrochen, für uns war's ein großer Sieg.

    Wir werden weiter parieren bis alles in Scherben fällt.

    Denn heute verprellen wir Rußland und morgen die gelbe Welt.

  4. Irgendwer wird den Typen schon vorgeschickt haben, um Breedhate zu spielen.

    Von den Typen macht KEINER was ohne Befehl.

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