Syriza-Chef Tsipras. Bild: Flickr / Daniele Vico CC BY-ND 2.0

Erst wurde sie aus dem Land gejagt, nun darf sie offenbar zurückkehren: die "Troika". Nur kurz nach der Einigung Tsipras' mit den Euro-Partnern, erklärte das Finanzministerium sich dazu bereit, die Kontrollen wieder zuzulassen. Dafür gibt es wieder Hilfsgelder.

Von Marco Maier

Angesichts der massiven finanziellen Probleme Athens und der Unmöglichkeit, die Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern zu erfüllen, war der Druck für die griechische Regierung wohl doch zu viel. Trotz der Dispute kam es am Rande des EU-Gipfels zu einer Einigung zwischen Griechenland und den europäischen Partnern.

Dies heißt aber auch, dass die Kontrolleure der Geldgeber-Institutionen (die sogenannte "Troika") wieder zurückkehren darf und Tsipras in den nächsten Tagen eine umfangreiche und konkrete Liste mit eigenen Reformvorschlägen vorlegen soll. Damit scheinen beide Seiten einen gangbaren Weg gefunden zu haben, mit dem alle leben können.

Immerhin haben die Geldgeber so wieder die Möglichkeit die Fortschritte des Landes zu überprüfen, während die griechische Regierung zumindest etwas Spielraum bekommt und nicht mehr auf die Extremmaßnahmen der Vorgängerregierung eingehen muss.

Wie es scheint, dürfte damit die Pleite Griechenlands zumindest vorerst abgewendet sein, da so noch verfügbare Milliardenhilfen aus dem verlängerten Hilfsprogramm freigegeben werden. Allerdings dürfte es allen Beteiligten klar sein, dass Griechenland aufgrund der gewaltigen Schuldenlast ohne entsprechende Gegenmaßnahmen nicht aus dem Finanzloch herauskommen wird.

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