Asiatische Entwicklungsbank: Auch Südkorea ist mit dabei

Selbst enge Verbündete der USA in Ostasien kapseln sich zunehmend ab und versuchen die Beziehungen zu China zu verbessern. Südkorea wird trotz der "Bedenken" Washingtons Gründungsmitglied des IWF- und Weltbank-Konkurrenten AIIB.

Von Marco Maier

Die Zeiten ändern sich. Selbst langjährige Verbündete und Vasallen der USA erkennen die Zeichen und orientieren sich schrittweise um. Nachdem schon Deutschland angekündigt hatte, sich an der Gründung der Asiatischen Investmentbank für Infrastruktur (AIIB) zu beteiligen, folgte nun auch Südkorea dem Beispiel. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, werde die Mitgliedschaft in der von der Volksrepublik China initiierten Entwicklungsbank im Juni wirksam, sofern sich die anderen potentiellen Mitgliedstaaten bis dahin auf das Gründungsabkommen einigen.

Nach Angaben südkoreanischer Medien hatten die USA versucht, Seoul von der Investition in die AIIB abzubringen, da diese in direkter Konkurrenz zur Weltbank und zum IWF steht. Beide Institutionen gelten als geopolitische Instrumente Washingtons und stehen dementsprechend immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik.

China, welches der wichtigste Handelspartner Südkoreas ist, begrüßte die Entscheidung des Nachbarlandes. Trotz diverser geographischer Dispute zwischen beiden Staaten versuchen die Regierungen in Peking und Seoul die bestehenden Probleme auf diplomatischer Ebene zu lösen. Die Teilnahme Südkoreas an der AIIB wird als wichtiger Schritt zur Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern gewertet.

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