Unser Vorprediger der katholischen Kirche, Papst Franziskus, der seinen Namen in Anlehnung an den Heiligen Franz von Assisi gewählt hat, bemängelt erneut die Missstände zwischen Arm und Reich. In seiner Predigt im Gästehaus Santa Clara hat er den Begriff der Weltlichkeit erneut thematisiert und verurteilt.

Von Marcel Grasnick

Die Menschen der heutigen Gesellschaft seien durch diese Weltlichkeit blind geworden gegenüber Armut und Not in ihrer direkt Umgebung, so der Papst. Womit er zwar nicht ganz unrecht hat, jedoch vergisst, dass die römisch-katholische Kirche in ihrer Geschichte auch nicht gerade zimperlich mit dem Reichtum anderer umgegangen ist und die Armen auch heute noch vor der Tür stehen lässt.

Der Vatikan ist auch heute noch ein milliardenschweres Unternehmen und zieht von seinen Mitgliedern den "Zehent" in Form von Kirchsteuern ein – die nicht immer bei den Bedürftigen landen. Der Limburger Bischofssitz, aufwendig mit Millionen aufgewertet, ist heute noch in aller Munde und der Skandal schlechthin mit Blick auf den Reichtum der Kirche.

Auch wenn der Papst als Vorbild für seine Kirche fungieren will – ganz angekommen ist seine Botschaft nicht einmal in den Reihen seines Gefolges. Noch immer hält der Heilige Stuhl ein Vermögen von mehreren Milliarden Euro. Eingeschlossen Aktien, Immobilien und Goldreserven. Eine offizielle Vermögensaufstellung gibt es natürlich nicht.

Aber auch wenn der heilige Vater die Schere zwischen Arm und reich anprangert, so ist damit nicht unbedingt gesagt, dass seine gläubigen Schafe die Botschaft auch verstehen. Die Wenigsten mit viel Geld auf dem Konto leben ein Leben in Zurückhaltung und spenden einen Teil ihres Vermögens. Und solange solche Bischöfe wie der aus Limburg mit dem Geld, dass den armen Gläubigen nach den Worten des Papstes zustehen sollte, umgehen, leidet die Glaubwürdigkeit der Kirche enorm. Kein Wunder, dass die Zahl der Austritte weiterhin so hoch ist: 30 Prozent Verlust in 40 Jahren. Wenn das die Missionare wüssten, die anno dazumal alles gegeben haben, um Ungläubige zu einem Leben in Armut zu bekehren. Da kann der heilige Vater noch so sehr in seinen Predigten auf die Missstände hinweisen. Solange die Gläubigen mit Vermögen diese Worte nicht verstehen wollen, wird sich nichts ändern.

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Und solange die römisch-katholische Kirche weiterhin das Geld verprasst, welches den Gläubigen abgenommen wird, sind seine Worte nicht mehr als Schall und Rauch in einer monetär geprägten Welt.

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6 KOMMENTARE

  1. Ich wundere mich, daß soviele Menschen Mitglied einer Sekte sind, die zur Zeit von einem gewissen Franzsikus geführt wird, und die soviel Dreck am Stecken hat, soviel Grausamkeiten begangen hat. Herr heilige Franziskus hat die Tiere als seine Brüder und Schwestern bezeichnet, und dieser Sektenführer Franziskus hat sich m. E. noch nie zu dem Elend geäußert, das den Tieren zugunsten kapitalistischer Interessen widerfährt. Der Satz in der Bibel: "Machet Euch die Erde untertan" ist ein Aufruf zu Gewalt, Tod und Mord und mitverursachend für das Elend, das sich auf dieser Erde abspielt. Es hätte heißen müssen: "Machet Euch der Erde untertan".

    Nein danke, mit diesen Leuten möchte ich nichts zu tun haben. Die hinterforzigste Profitorganisation, die es wohl gibt.
     

  2. Zur Verteidigung muss hier jedoch gesagt werden, dass das der mit abstand grösste Teil des Vermögens Immobilien sind – welche heute dank dem Denkmalschutz immer komplizierter zu reinigen und renovieren sind. 

    Bei anderen Themen wird gut recherchiert, hier leider nicht…. schade. Soviel ich weiss, wurde der Bischof von Limburg komplett rehabilitiert – ihm wurden keine Fehler angemahnt sondern dem Bischofsrat – welcher, wie paradox das klingt, ihn genau desshalb anklagte und mit den Medien ein riesenspektakel gemacht hat um ihn hinauszuwerfen.

  3. Der Vatikan brauchte eine PR Aufmöbelung. deshalb der neue Papst. Er wird genauso  den Vatikaneiner Änderung zuführen wie seine Vorgänger, nur das, was sowieso im Vatikan schon geplant war. Ein Mann richtet gar nichts aus, und seine Macht richtet sich nur gegen die einfachen Gläubigen. Jede Lockerung würde ein Machtverlust darstellen, und um Macht auszuüben, bedarf es eines großen Finanzimperium dahinter. Auch wenn ein Großteil Immobilien sind, ist der Reichtum des vatikans sicher nicht gering. Nur so gut angelegt, daß niemand den wahren Reichtum durchschaut.
     

  4. Vielleicht sollten wir 500 Jahre nach Kopernikus doch die Gretchen-Frage beantworten?

    Aus dem Judentum ging das Christentum hervor und aus beiden der Islam. Alle drei Monotheisten berufen sich auf Moses als (Unruhe-) Stifter. Fällt die Römisch-Katholische Kirche, fallen die anderen mit. Umgekehrt läßt sich daher argumentieren: die RKK darf nicht fallen, weil sie die anderen mitreissen würde.

    Die biblische Gott ist ein Anachronismus, mit dem wir leben, und die Ursacher einer welt-kollektiven Psychose. Indem wir zu etwas beten, das es nicht gibt, gießen wir den Anachronismus in unserem Bewußtsein wie eine Topfblume und bedienen uns seiner als letzte Hoffnung aus der Verwirrung. Ein schwacher Trost.

    An etwas zu glauben, das es nicht gibt, ist das beste Mittel, die Realitätsverweigerung zu verewigen. So kommt die Schuld über uns und die Sühne, die wir durch unsere falsche Stellung im Weltzusammenhang hervorrufen. Sie nagt an unserem Wohlbefinden. Denn die Irrgläubigkeit ist wie die Lüg, die sich in all unser Tun und Denken einnistet und uns dazu zwingt, falsche Entscheidungen zu treffen. Wir denken an uns, aber nicht an uns alle.

    Die Sühne schieben wir auf für das letzte Gericht, doch das wird wegen der Irrgläubigkeit ein ganz anderes sein als Gott befohlen. Würden wir diesen Irrglauben erkennen, folgten Tage der Unruhe, aber die Beruhigung daraus wäre unermeßlich, denn die Natur würde das Vakuum füllen.

    Es wäre besser, gegen die alten Verträge anzugehen und die Kirche vom Steuertopf abzuschneiden. Die Bibel gehört in den Privatbereich, und weil es den Gott nicht gibt, sollte Vereinsbildung verboten sein. Dann hätten wir die Religionsfreiheit und das Staatsrecht hätte gesiegt.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  5. Weil das hier alles ein bißchen schleppend vorangeht, gebe ich einfach selber die Antwort.

    Der Gott, an den die Moses-Jünger glauben, ist eine Schöpfung der Bibel; deshalb, weil wir Moses nicht aufspüren können und ihn befragen.

    Die Versuche, zu beweisen, daß es „diesen“ Gott nicht gibt, ich halte sie für gescheitert. Intelligente Leute wie Stephen Hawking oder Richard Dawkins sollten andere Möglichkeiten haben, als ausgerechnet ihren physikalischen oder biologistischen Blödsinn dagegen zu setzen. Der zudem gar nicht ausreichend belegt ist. 70 % des Weltalls sind vollkommen unerklärlich. Die Wissenschaft hat lediglich Modelle für 30% des Weltalls aufstellen können, und den Rest verallgemeinert sie zu Dunkler Materie, die bis dato unentdeckt ist. Deshalb setzt Hawking lediglich Glauben gegen Glauben.

    Und die Biologie behauptet, Bewußtsein entstehe aus der Komplexität des Gehirns. Dabei gibt es auch dafür keinerlei Beweis. Man stelle sich dafür das amputierte Bein vor, welches in schöner Regelmäßigkeit Phantomschmerzen hervorruft. Und wieso bekommt der Mediziner Menschen nicht wach, die ins Koma gefallen sind? Das sollte doch ganz leicht sein, wenn Bewußtsein ein Produkt des Gehirns wäre?

    Eine biologische Maschine sollte zudem an einer irreparablen Dummheit leiden. Sie könnte sich wegen ihrer Rückbezüglichkeit auf die Zahnräder im Gehirn weder sich noch die Aussenwelt erklären.

    Dawkins und Hawking scheiden also aus.

    Der Beweis, daß es Gott nicht gibt, liegt in unserer Vernunft. Und in der Bibel. Der Gott der Juden, Christen, Moslems nämlich wohnt  leibhaftig auf der Wolkendecke! Die Bibel benutzt das Wort „Gott im Fleische“. Das zu beweisen ist leicht.

    Wir feiern den Tag der Absurdität jedes Jahr!

    AT: Und der HERR zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, daß er den rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. (vgl. Ex 13, 20-21)

    Und wenn Mose in die Hütte kam, so kam die Wolkensäule hernieder und stand in der Hütte Tür und redete mit Mose. Und alles Volk sah die Wolkensäule in der Hütte Tür stehen, und standen auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Hütte Tür. Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet.  (vgl. Ex 33, 8-11)

    Und wenn Mose in die Hütte kam, so kam die Wolkensäule hernieder und stand in der Hütte Tür und redete mit Mose. (vgl. Ex 33, 8-9)

    Da sind noch viel andere Stellen und immer wiederholen sie den Vorgang. Der HERR fährt herab mit einer Fahrstuhlwolke, steigt aus und redet mit Moses. Manchmal auch mit Aaron.
    Der Sachlage nach ist Moses ein Schwarzmagier im besten Sinne des Wortes,  der an forgerschrittener Schizophrenie leidet. Er hört Stimmen. Das zieht sich durchs gesamte Alte Testament wie seine Begegnungen und Unterredungen mit Gott. Er beschwört ihn!

    Man findet meine Behauptungen bestätigt in Kirchenbildern. Gott schaut durch die Wolken auf uns herab, Engel sitzen auf Wolken und spielen Trompete oder auf zum letzten Gericht. 

    Nun zur Himmelfahrt des Sohns, zum

    NT: Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern,  welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. (vgl. Apg 1, 8-11)

    So, so, da behaupten also irgendwelche Männer, sie hätten jemanden auf einer Wolke davon schweben sehen und wir glauben ihnen. Das war auch vor 2000 Jahren phantastisch.

    Die Fahrstuhlwolke ist die Klammer des Glaubens!
    Die Wolke, welche Vater und Sohn benutzen, ist eine Art Paternoster. Für Juden und Moslems lebt Gott auf der Wolkendecke, für Christen lebt dort ein ganzer Männerhaushalt, Gott, der Sohn und der Heilige Geist. Letzterer erscheint uns auch bei Matthäus auf den ersten Seiten.

    Wir könnten eine Beweisumkehr fordern? Soll der Papst doch den Beweis erbringen, daß da oben auf der Wolkendecke tatsächlich Leute wohnen? Oder die CDU??

    Nicht umsonst hat die Kirche nach dem kopernikanischen Vorfall Gott nach außerhalb des Universums verschoben. Nur, das kollidiert mit der Schöpfungsgeschichte und eigentlich mit der gesamten Bibel. Papst Franziskus, der Stellvertreter des Weltallschöpfers? Ich hoffe, ich muß das jetzt nicht ausführen.

    Weg mit dem Kirchen-Spuk!

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