Bei einem "Jour fixe" der Österreich-Russischen-Freundschaftsgesellschaft am Montagabend in Wien übte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache scharfe Kritik an den Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland. Die "Heilige Allianz" von 1815 könne ein Vorbild für eine europäische Friedensarchitektur sein. Gleichzeitig warnte er vor einem Dritten Weltkrieg im Zuge der antirussischen Politik.

Von Marco Maier

FPÖ-Chef Strache gab sich bei der Österreich-Russischen-Freundschaftsgesellschaft als vehementer Verfechter der österreichischen Neutralität und kritisierte die EU-Sanktionen gegen Russland massiv. So gäbe es Berechnungen, "wonach unsere österreichische Wirtschaft im Jahr mindestens eine Milliarde Euro Schaden erleidet". Nicht zu vergessen seien zudem die negativen Auswirkungen durch russische Gegensanktionen für Handel, Tourismus und Landwirtschaft. Durch das Mitgehen im "Sanktionseinklang" habe Österreich auch zu einem gewissen Grad das Vertrauen in die Neutralität verspielt.

Vor allem übte der Parteiobmann der Freiheitlichen Kritik daran, dass ein Großteil der EU-Staaten Mitglied der NATO sind, wodurch die EU geostrategisch von den Interessen der USA und der NATO geführt würden. "Nicht Russland ist der Aggressor der letzten Jahrzehnte, der seinen militärischen Einflussbereich in Richtung Grenze der Europäischen Union geführt hat", betonte Strache. Es sei eher umgekehrt, die NATO habe sich mit der EU in Richtung der russischen Grenze ausgedehnt.

"Wir wollen keinen Flächenbrand und auf gar keinen Fall einen Dritten Weltkrieg, der meines Erachtens leider Gottes möglich sein kann, wenn man sich ansieht wie bewusst Öl ins Feuer gegossen wird", warnte Strache. Ohne Namen anzuführen sprach er von "Falken in der amerikanischen Regierung" und von "manchen Strategen", die derzeit sogar über Atomkriege und den Einsatz von Atomwaffenarsenalen nachdenken würden. Wahrscheinlich bezog er sich dabei auf eine Aussage Sarah Palins vom letzten Jahr.

Als Vorbild für eine europäische Friedensarchitektur nannte Strache die "Heilige Allianz" (ein 1815 geschlossenes Bündnis von Preußen, Österreich-Ungarn und Russland), die seinerzeit zu einem nachhaltigen und längerem Frieden geführt habe: "Das war aber nicht im Interesse Englands und Amerikas und daher wurde auch eine Erstarkung Kontinentaleuropas immer wieder bewusst gestört", so der FP-Chef weiter.

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11 thoughts on “Antirussische EU-Politik: FPÖ-Chef Strache warnt vor Drittem Weltkrieg”

  1. Bravo für die mutige Warnung Herr Strache – Nur das US.Merkelchen spielt mit dem Feuer auf Kosten der Sicherheit aller deutschsprachigen Länder !

    Wenn dann die Kriegsvorbereitungen der US-Militär-bankenmafia über ARD und ZDF

    Propagandafernsehen abgeschlossen sind und der offene Krieg der USA -> Mafia in

    Washington + New York mit zuerst getarnten Ukraineuniformen der US-Soldaten los

    geht gibt es die erste Flüchtlingswelle der zivilen vernünftigen Norddeutschen über die

    Donau nach Österreich ! Denken Sie an die ukrainischen Wehrfähigen , welche dem

    Kriegsverbrecher Poroschenko und Jazenjuk Nicht gehorchen wollten und zu etwa

    1 Million nach Rußland geflohen sind . + 300 000 mutige zivile wehrfähige Ukrainer sind

    nach Weißrußland geflüchtet !

    Also die Deutschlandverräterin Merkel ohne Veto-einlage an die NATO-Mafia der neutralen Sicherheitsinteressen der Mehrheit der Deutschen unseres Landesfriedens wird

    hoffentlich dann auch ziemlich alleine mit der "deutschen" US Kriegsministerin Leyen da

    stehen und an der Ostfront wegeen lupenreinem Opportunismus entsorgt werden !

    Viele zivile Väter+Familie die GOTT mehr gehorchen haben bereits Ihr Fluchtgepäck

    zurecht gelegt und sind stark gegen die Betrügerin Merkel + Gabriel im Internet 

    engagiert (Aufruf zu zivilem Generalstreik jeden Montag in Deutschland und Boykott aller

    englisch/amerikanischen Einrichtungen + deren Produkte aus dem Ausland !

    Manche haben sich sogar einen Elektroschocker zugelegt , um die Nato-Gladio SS Polizei

    "geheimtruppe" in der Notwehr damit lahm zu legen auf dem Fluchtweg in die neutralen

    Alpen !

    Der US. Verbrecherkonzern MONSANTO hat mit den korumpierbaren Kommissaren in Brüssel ganze Arbeit gegen die Sicherheitsinteressen zum Frieden aller deutschsprachigen

    Einwohner , geleistet !

    Nürnberger Prozesse Teil 2 dann bitte unter internationaler Richteraufsicht gegen

    Junker,Draghi,Merkel,Schäuble …. wegen direkte Demokratieverweigerung der

    Volksentscheide in drei deutschen Staaten zu den Themen : Selbständige Souveränität ,

    Euro"aufzwang" NEIN Danke , militärische Selbstbestimmung zur reinen Verteidigung

    der Nationalstaaten ! Austritt aus dem Agressionsbündnis NATO der geführten

    US-Bankenmafia-militärmafia in Washington und New York !

    Freundlichen Gruß

    Deutscher Lederstrumpf   Waldsiedler/Sammler (Freund des Einsiedlers Deutscher "Mohikaner" in den oberbayerischen Alpen )

     

  2. Christian Strache hat recht. Als neutrales Land wäre Österreich sogar berechtigt gewesen, sämtliche Militärtransporte durch Österreich Richtung Rumänien, in die Ukraine zu untersagen. Der deutschen Politik fehlen dazu die Eier.

    1. "als neutrales Land" schon ….aber du weißt, Österreich ist nur auf dem Papier neutral…..die Administration will es einfch nicht zugeben, dass unsere "immerwährende" Neutralität nur am Papier besteht, und längst außer Kraft gesetzt wurde 

  3. Die USA sind schlimmer wie die Kletten. Wo die sich einmal eingenistet haben, bringt man die nimmermehr fort.

    Hoffentlich darf ich den Tag noch erleben, wo diese verlogenen Heuchler und Kriegsverbrecher, die sie ohne Zweifel sind,  in Leichensäcken heimwärts fahren!

  4. Österreich war früher neutral. Bis zum EU Beitritt. Dann wurde sie von den EU Vasallen unterminiert. Daß wir mehr dem Westen zugetan waren, erklärt sich aus dem Sovjetkommunismus. Österreichs Neutralität garantierte uns Bündnisfreiheit.Natürlich könnten wir Transporte durch Österreich verbieten, Überflüge ebenso, nur wenn man Luschis in der Regierung sitzen hat, wird nicht viel passieren. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß Österreich wie viele andere Länder von den USA erpresst werden.Instrumentarien dazu haben sie ja genügend. eines davon sind die selbsternannten Ratingagenturen, die Österreich in den Status eines 3. Welt Landes befördern können, ohne Kredite keine Wirtschaft. Und Skruppel steht nicht im Wörterbuch der US Administration.Die kennen überhaupt gewisse Wörter nicht, die als Synonyme für Begriffe wie Ethik und Moral stehen. z.b. Anständigkiet usw. Zugegeben, das wird man allgemein in der Politik vermissen, aber Respekt vor Leben kennen sie nicht. Akzeptieren des Eigentums anderer., davon haben sie auch noch nichts gehört. Und Erpressung ist für die USA eine beliebte Vorgangsweise, deren sie sich immer wieder bedienen, wenn sie gegenüber einem dritten ihre Wünsche artikulieren. Oder sollten wir besser sagen Befehle erteilen?

  5. Zum Thema "Österreich + Neutral"

    Wir hätten es ja einfach, wenn nicht sofort alle unabhängigen Verfassungsrechtler mundtot gemacht und mit Sanktionen bedroht würden wenn sie anmerken, dass die Lissabonverträge für uns eigentlich ungültig sind ! Da wir de facto seit 1955 im Bundesverfassungsgesetz unsere Neutralität verankert haben, in den Lissabonverträgen aber ein Beistandspakt unterzeichnet wurde, wäre zuerst eine Verfassungsänderung (und das geht nur mit Volksentscheid) notwendig gewesen, um den Lissabonverträgen Rechtsgültigkeit zu verschaffen. Die Politik quasselt dabei immer von Überlagerungen, was für mich ja wohl der größte Mumpitz ist den ich kenne, denn Neutral ist Neutral und das zu 100%. Da gibt es keine Grauzone und ein "bisschen Neutral" gibt es einfach nicht und wird es auch nie geben.

    DAS wäre es auch was ich mir von unserer Regierung wünsche:  "wir zeigen unsere Neutralität und wirken mit, bzw nehmen wir das Heft in die Hand, um den Friedensprozess in der Ukraine voran zu treiben"

    Schei….; kein Mensch braucht in Europa den nächsten Weltkrieg und schon gar nicht als Stellvertreterkrieg für die US-Waffen- u. Kriegsindustrie.

    gruss randy

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