Ursula von der Leyen. Bild: Flickr / Dirk Vorderstraße CC-BY 2.0
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Sie ist der Meinung, Deutschland wäre bereit zu führen. So sagte eine gewisse Ministerin, die von Armeen keine Ahnung hat als ehemalige Familienministerin, dass Deutschland bereit sei, bei der Lösung internationaler Krisen die Führungsrolle zu übernehmen.

Von Marcel Grasnick

Moment mal, Frau v.d.L., gibt es da nicht dieses Unwort, Führung, führen, Führer? Und wer bitte sehr ist Deutschland in dem Falle? Wohl eher die sogenannte Spitze des sogenannten Staates, die Bürger wohl eher weniger. Verzeihung, das Personal wurde natürlich damit gemeint. Was geht denn dem normalen Personal Krise XYZ auf der Welt an? Und warum sollte sich die Nation da einmischen?

Oder ist das etwa die neue Hausaufgabe aus Washington oder Brüssel? Gut, dass als Ergebnis von der Münchener Sicherheitskonferenz solche und ähnliche Späße selbsternannter Volksvertreter zu erwarten waren, war wohl zu erwarten. Die Art und Weise war nur bis dahin nicht ganz klar. Aber nachdem unser Bundespräsident der Herzen (eher Schmerzen vom Lachanfall bezüglich seiner Reden) letztes Jahr seine Parole durchgegeben hat, muss dieses Jahr natürlich die soziale Familienfrau das grandios toppen, was sie mit ihrer Aussage auch wunderbar geschafft hat. Schließlich ist sie ja ein Profi in Sachen Politik und kesse Reden schwingen.

"Ich möchte sagen, zu welcher Art Führung Deutschland sehr wohl bereit ist: Es ist die Führung aus der Mitte", erklärte sie. "Dies ist der Anspruch, den unsere Partner an uns haben – und dies sollte auch unser eigener Anspruch an uns selbst sein".

Der Anspruch, den unsere Partner an uns haben – allein diese Anekdote spricht schon für sich und lässt klar werden, woher der Wind weht. Und damit sind wir längst wieder beim Thema mit dem Artikel des Grundgesetzes, dass vom deutschen Boden nie wieder ein Krieg ausgehen sollte. Kriegstreiberei steht ebenfalls unter Strafe, Frau Kriegsministerin. Einzig und allein zur Verteidigung UNSERER demokratischen Werte soll die Bundeswehr dienen – hier in Deutschland. Amen. Und nochmals sollte dabei erwähnt werden, dass die Meinung der Politiker nicht die Meinung der Bürger darstellt.

Zudem verstehe Deutschland unter einer führenden Rolle "nicht Dominanz gegenüber unseren Nachbarn oder eine Politik über deren Köpfe hinweg". So weiterhin die Ausführung. Wir sollen das Beste an Ressourcen und Fähigkeiten in Bündnisse und Partnerschaften einbringen? Sind wir denn als Vasallenstaat einer Regierung aus Übersee denn gleichberechtigte Partner? Werden denn Partner ausspioniert, gedemütigt und zu unmöglichen Schritten gezwungen? Eine Partnerschaft stellt wohl eher ein Miteinander dar, denn ein Untergeben. Frau v.d.L., ich persönlich könnte für ihre Sache leider nichts beisteuern. Leben und Gesundheit sind mir dafür zu lieb, Geld habe ich nicht dank dem erhöhten Steueraufkommen und mehr habe ich auch nicht.

Bleibt nur abzuwarten, welche verbalen Späße sich unsere Volksvertreter im nächsten Jahr auf dieser Konferenz ausdenken. Denn unabhängig vom Wortlaut ist der Sinn immer der Gleiche: Deutsche an die Front. Und da wollen wir nun wirklich nicht sein. Denn noch haben wir so etwas in der Art wie einen freien Willen, zumindest einige von uns. Und da können Sie solche Forderungen schön umschreiben wie sie wollen, es ändert nichts an der bestehenden Tatsache, dass wir für unsere "Führung" und deren Taten nicht gerade stehen wollen. Und dass unsere "Führung" uns nicht aus der Seele spricht, sondern nur im Kontext mit den Partnern. Wer auch immer diese sein mögen. Die Menschen aus Europa sind es gewiss nicht – nicht im Hinblick auf unsere Regierung.

2 KOMMENTARE

  1. "Heil von der Leyen" klingt irgendwie sch…ße! Ich bin für "Alaaf rataratata von der Lalala". Paßt auch besser zum Vorhaben unserer transatlatischen Obrigkeit seine zwangsbesetzten Spaßbürger der WitzRepublik (ein Witz das Ganze) im Sinne seiner Finanzoligarchie verheizen zu wollen.

    Wenn man einen unsinnigen Befehl nicht verweigern kann (weil man vielleicht befürchten muss, das einem mit Kugeln gegen den Kopf getreten wird – siehe Ukr.Army), dann muss man ihn so korrekt ausführen, dass seine Absurdheit zum schnellstmöglichen Tragen kommt (Schwejk läßt grüßen).

    • Diese Angelegenheit ist viel zu ernst um darüber Späße zu machen . Aber genaugenommen kann man garnichts mehr anderes machen , außer das Dilemma  vieleicht noch mit Humor zu ertragen . Das die Amerikaner die Deutschen Politiker  mit Nachdruck auffordern in Europa die Führung zu übernehmen , liegt ganz einfach daran das sie die Folgsamsten sind und mit der amerikanischen  Niedertracht und Lügenprobaganda am besten  klar kommen . Rücksichtslos verlogen gegen das eigene Volk . Die Vonderleyen hätte eigentlich schon ein Preis verdient . Es liegt warscheinlich daran daß sie nich so besonder Helle ist .

      Wenn man den Hindergrund des Werdegangs der  Fr. von der Leien kennt möchte man eigentlich kein Wort mehr verlieren , ein Spitzentraining gegen das eigene Volk .

      Ich frage mich was für Zukunftsvorstellungen solche Leute haben . Oder gibt es da irgentwelche Garantien für sie ?

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