Selbstbedienungsladen EU: Van Rompuy erhält nach Pensionierung 758.000 Euro

Dass der Moloch EU quasi zum Selbstbedienungsladen einer abgehobenen Politkaste wurde, ist inzwischen vielen Menschen klar geworden. Nun zeigt sich ein neues Extrembeispiel dafür, wie sehr die Bonzen in Brüssel das System ausnutzen, um sich selbst per "golden handshake" in den Altersruhestand zu schicken. Innerhalb von nur 3 Jahren bekommt Ex-Ratspräsident Herman van Rompuy ganze 758.000 Euro aus den EU-Kassen.

Von Marco Maier

Dreist, dreister, Eurokratenbonzen. So könnte man das ganze Brüsseler System mit nur drei Worten umschreiben. Egal ob EU-Politiker oder Beamtenschaft – der Griff in die (steuerlich oftmals begünstigten) Unionskassen ist selten weit. Während Millionen Menschen innerhalb der Europäischen Union nicht wissen, wie sie die Zukunft überstehen sollen, kassiert die Brüsseler Eurokratie fleißig ab. Dabei geht es nicht nur um die aktiven Gehälter, sondern auch um den vergoldeten Ruhestand so mancher Funktionäre.

Inzwischen wurde nämlich bekannt, wie dem ehemaligen EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy sein neues Pensionistenleben versüßt wird. Die britische Zeitung "The Telegraph" errechnete für den seit 1. Dezember arbeitslosen Belgier eine stolze Summe von 758.000 Euro, die dieser im Laufe seiner ersten 3 Pensionistenjahre bekommen wird. Laut der Zeitung erhält Van Rompuy bis Ende 2017 ganze 55 Prozent seines Grundgehalts weiter – das sind rund 169.000 Euro. Außerdem erhält Van Rompuy eine EU-Pension in der Höhe von jährlich rund 66.000 Euro. Als "Golden Handshake" bekommt der ehemalige belgische Premier auch noch eine einmalige Zahlung in Höhe von rund 26.500 Euro.

Begründet wird die Auszahlung von 55 Prozent seines Grundgehalts damit, dass es für ehemalige Spitzenpolitiker strenge Auflagen für den Wechsel in die Privatwirtschaft gäbe. Das ihm zugesprochene Geld solle demnach für "eine totale Unabhängigkeit" sorgen, welches ein zusätzliches Einkommen nicht nötig machen würde. Die EU-Spitzenposten gelten Dank der aggressiven Lobbypolitik von Konzernen und Verbänden als "Sprungbrett" für lukrative Posten in der Privatwirtschaft.

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