Olivgrün: Marieluise Beck für Waffenlieferungen an die Ukraine

In ihren Anfängen verstanden sich die Grünen noch als pazifistische Partei. Dass dies spätestens seit der rot-grünen Regierung von Schröder und Fischer vorbei ist, merkt man auch heute. Marieluise Beck fordert nun auch Waffen für die Ukraine, was selbst die sonst eher US-hörige Angela Merkel ausschließt.

Von Marco Maier

In Deutschland selbst werden die Grünen nie müde, sich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit einzusetzen. Etwas anderes ist es wenn es darum geht, dem "bösen homophoben und diktatorisch regierten" Russland eins auszuwischen. Da ist man bei den Grünen plötzlich auf dem rechten Auge blind und fordert die bedingungslose Unterstützung für ein Regime, welches von radikalen Nationalisten dominiert wird und die Auslöschung des russischen Elements in der Ukraine zum Ziel hat.

Insbesondere Marieluise Beck, die in ihrer Russophobie nichts unversucht lässt, um Russland und dessen politische Führung ins schlechte Licht zu rücken, gilt als vehemente Unterstützerin des Kiewer Regimes, welches seit Monaten einen Vernichtungskrieg gegen den Donbass führt. Für Beck ist die Ukraine das Opfer und Russland der Aggressor. Eine Aufrüstungshilfe dürfe deswegen nicht verweigert werden, wennleich es unsicher sei, ob dies der Ukraine tatsächlich helfen werde.

Für Politiker wie Beck gilt offenbar das Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. So lange sich die Nationalisten in Kiew prowestlich geben, sind sie offenbar als Freunde im Kampf gegen Russland dienlich. Dass die Kiewer Führung da Söldner mit NS-Emblemen in die Schlacht gegen die Rebellen schicken, ist dabei offensichtlich egal. Es genügt ja scheinbar, wenn man sich in Deutschland gegen Rechtsextremismus einsetzt, so dass man diesen in der Ukraine offen fördern und unterstützen kann. Was ist dies anderes als politische Schizophrenie?

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13 Kommentare

  1. Au ja, noch mehr Waffen in die Ukraine, wenn dann alle tot sind kehrt garantiert Frieden ein.

    Ich meine die Politiker, die das fordern, sollten ihre Kriegswaffen ins Zielgebiet begleiten und dann unter den Bedingungen der Zivilbevölkerung die Wirkung ihrer Friedensmission miterleben.

    Allein die Annahme, daß mehr Waffen Rußland zum Rückzug zwingen, zeigt wie wenig realistisch Beck u.ä. Schreihälse die Situation einschätzen können.

    Diese Politikdarsteller glauben Ergebnisse mit dem Kopf durch die Wand erreichen zu können, unabhängig der Berücksichtigung ihrer tatsächlichen Möglichkeiten, siehe Erfolg der Sanktionen, die außer zerstörten Handelsbeziehungen nichts gebracht haben und auch nichts bringen werden.

    Das gruseligste Argument von Seiten der militaristischen Hardliner lautet, "man müsse den russischen Blutzoll erhöhen (zu hören am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz), um ein Umdenken der russischen Bevölkerung gegenüber Putin zu erreichen". Himmel hilf – und dann??? Vielleicht ein Regimechange mit ungewissen Ausgang – evtl. ein Ultranationalist mit lockerer Hand über dem Atomknopf oder was?

    Und bitte nicht mit dem Völkerrecht kommen, hat für die USA eh noch nie eine Rolle gespielt und ist für die NATO spätestens seit der Zerschlagung Jugoslawiens zur Beliebigkeit verkommen.

  2. Wenn Grün mal braunen Schimmel ansetzt, gehörts auf den Kompost., wie jeder Landmann weiß.                              Mir unbegreiflich, wer die überhaupt noch wählt. Vielleicht sollte man besagter Dame einmal vorschlagen, sich für Kiews freiwilligen Kommandos zu bewerben; danach weiß sie wenigstens, wovon sie redet.

     

  3. Diese schöne Spielerei mit Farben habe ich immer gemocht…

    Eines steht fest; die reifgrüne Dame, Dank ihrer außerordentlich feinen Orientierungsfähigkeit, scheint sehr wohl zu wissen, wie man sich im strömenden Gewässern  verhält um nicht in Strudel zu kommen.

  4. Der internationale Waffenhandel läuft doch inzwischen in der Ukraine auf vollenTouren und die 'EU' bzw. der Steuerzahler hat das zu finanzieren, während noch nebenbei, wie der kürzliche Millionenskandal zeigte, auch noch die ukrainische Kriegskasse um 450 Millionen Euro geplündert wurde, mit dem sich, bis jetzt Unbekannte, vom Acker machten.So sollten sich die Grünen besser einmal mit dieser Seite des Ukrainekonflikts aus-einandersetzen, denn letztendlich ist das das Geld ihrer Wähler was da sinnlos verpulvert wird!

  5. Auf Facebook fragte ich sie Mal: "Warum hassen Sie Russen so sehr"? Antwort bekam ich nicht, die Dame hatte mich sofort geblockt. Heute schrieb ich darüber auf meiner Facebook-Seite und es stellte sich heraus, dass sie mehrere Leute sperrte, die ein bisschen Kritik übten.  So sieht bei ihr Meinungsfreiheit aus. "Wir möchten Club von der Beck Geblockten" gründen. )))

      1. Ich kenne die Beck noch von meinem Sudium in Bielefeld. Man musste über Rollen von Papier gegen Millitarismus springen, um in den Hörsaal zu kommen. Wenn ich sehe wie sich diese Frau verändert hat, denke ich an Psychatrie und Zwangseinweisung.

  6. mal davon abgesehen, daß ich mit der Beck nix anfangen ( mit den Grünen noch viel weniger ) ….  Die USA haben die Taliban ( damit die Russen seinerzeit in Schach gehalten wurden ) mit Waffen versorgt, später war es der Feind. IS wurde mit Waffen versorgt,  heute Feind. Die Kurden werden zur Gegenwehr mit Waffen versorgt, morgen Feind ? Die " verbündete"  Ukraine wird heute mit Waffen versorgt, morgen Feind  ?

    1. Heute schon Feind! Sowohl Jazenjuk als auch Klitschko lassen sich von Söldnern verteidigen. Niemand traut der regulären Truppe. Große Teile der Polizei hassen die Regierung, weil sie wissen das Jazenjuk und Merkel auf sie geschossen haben. Die Bevölkerung ist durch Verwandtschaft und Arbeit fest mit Russland verbunden. Die letzte frei gewählte Regierung vor Merkels faschistischem Putsch, hat sich aus kausalen Gründen gegen die EU gewandt. Hass und Aufstände sind alltäglich in Kiew. Nur ganz weit weg vom Krieg , Hunger und Kälte, im Westen, träumt man noch. Das Morddiktat aus Berlin und Washington gegen die eigenen Kriegsdienstverweigerer bedeutet ein Abschlachten der US und Merkeltruppen durch die eigene Bevölkerung, falz Russland auf Kiew maschiert.
       

  7. Frau Beck hat eine Mission. Wer ihrer Anti-Russland-Haltung widerspricht ist ein Troll, siehe ihre FB-Seite. Dabei übersieht sie, dass sie sich damit zu einem Obertroll der Transatlantiker macht.  Sie vertritt Positionen die denen von neokonservativen US-Hardlinern entprechen. Sie reißt damit alle Grünen in den Schmutz die diesen verhängnisvollen Weg nicht mitgehen können. Das kann die Partei auf Dauer beschädigen, weil so jeder unfaire Mist mit in einen Topf geworfen wird. Sie nimmt an Treffen mit US-Uran- und Fracking-Unternehmen teil: http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2014/12/marieluise-beck-zu-gast-bei-us.html  Wenn man es nicht besser wüsste, müsste man sie als gekauft bezeichnen. Gruselig, diese Frau.

     

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