Selbstjustiz in Wildwest-Manier gehört zu den US-amerikanischen "Stärken". Ohne auch nur ansatzweise faire Gerichtsverfahren abzuhalten, werden Personen auf Todeslisten gesetzt und dann via Drohnen hingerichtet. Inklusive sogenannter "Kollateralschäden" in Form von unbeteiligten Personen. Der Friedens-Nobelpreisträger Barack Obama ist der selbsternannte Richter, der diese Todesurteile mit unbenannten Drohnen vollstrecken lässt.

Von Marco Maier

Normalerweise gehört es sich für einen Rechtsstaat, Verdächtige einem ordentlichen Gerichtsverfahren zu unterziehen. Das heißt: Anklageerhebung, Beweisführung und Verhandlung vor einem zuständigen Gericht. Jeder Verdächtige gilt hierbei bis zum Beweis seiner Schuld als unschuldig. Diese beiden Tatsachen – die Unschuldsvermutung und eine faire Verhandung vor Gericht – sind juristische Grundpfeiler, an denen nicht gerüttelt werden darf.

Anders sieht es jedoch aus, wenn die US-Administration festlegt wer ein "Terrorist" ist und es dadurch auf die Todesliste schafft. Vor allem dann, wenn man dann noch in Ländern wie Afghanistan, Pakistan, Jemen oder Somalia lebt. Für die Wildwest-Sheriffs in Washington ist die ganze Welt eine Spielwiese, in der sie nach Belieben Menschen "liquidieren" lassen. In den vorhin genannten Ländern auch gerne mit unbenannten Drohnen, die ferngesteuert durch das Land fliegen um dann Hellfire-Raketen auf Häuser abzuschießen, in denen die "Terroristen" sitzen.

Problematisch ist dabei nicht nur der Umstand, dass hier Todesurteile ohne juristische Legitimation vollstreckt werden, sondern auch die Tatsache, dass diese Anschläge vor allem unbeteiligten Zivilisten das Leben kostet. Einer unabhängigen Untersuchung aus dem letzten Jahr zufolge, kommen auf jeden durch Drohnenangriffe getöteten "Terroristen" im Durchschnitt ganze 28 getötete Zivilisten. Dabei wurden jedoch lediglich jene Daten verwendet, die erhältlich waren. Angriffe auf 41 "Terroristen" mit 1.147 toten Zivilisten als Ergebnis.

Das heißt hochgerechnet: Von den 2.464 im Laufe der Amtszeit Obamas durch Drohnen getöteten Menschen, dürften in etwa gerade einmal um die 100 die tatsächlichen Ziele dieser Angriffe gewesen sein. Der Rest: Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn. Es ist hierbei schon geradezu zynisch, dass sich mit Barack Obama ausgerechnet ein Träger des Friedens-Nobelpreises als Massenmörder profiliert.

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