Das bisherige Versprechen, wonach die USA keine Bodentruppen gegen den Islamischen Staat einsetzen wollen, erweist sich als obsolet. Ganze 4.000 Mann plus M2 Bradley Schützenpanzer sollen nun in Kuwait stationiert werden. Damit wird dies die größte Streitmacht an US-Truppen im Mittleren Osten.

Von Marco Maier

Vollmundig erklärte US-Präsident Obama noch vor gar nicht allzu langer Zeit, dass sich die USA im Kampf gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien nur mittels Luftangriffen und der Unterstützung lokaler Kräfte durch Waffenlieferungen beteiligen werden. Nun, da sich die Dschihadisten anschicken, auch Kuwait und Saudi Arabien anzugreifen, hat sich diese Doktrin offenbar geändert.

Berichten zufolge soll eine Brigade von 4.000 Mann an Bodentruppen und eine ganze Ladung an Bradley-Schützenpanzern in Kuwait stationiert werden. Col. Greg Sierra, der Kommandeur der Einheit, sagte: "Wir sind absolut bereit für diese Mission." Er führte aus, dass seine Truppe nun schon ein Jahr lang dafür ausgebildet wurde, Aufstandsbekämpfungen durchzuführen und "auf alle Eventualitäten vorbereitet" sei. Die Einheit war bislang in Fort Carson stationiert und gilt als äußerst kampferfahren, zumal viele der Soldaten Irak-Kriegs-Veteranen sind.

Schon im Jahr 2011 hatten die Amerikaner Truppen in Kuwait stationiert, welche die dortigen Soldaten entsprechend ausbildeten. Obama beteuerte vor dem Kongress, dass er keine großen Kampfeinheiten der US-Army gegen den Islamischen Staat einsetzen wolle. "Lokale Truppen statt US-Streitkräfte sollen eingesetzt werden, um solche Operationen durchzuführen", erklärte der US-Präsident in einem Brief an den Kongress. Doch es ist klar, dass es angesichts dieser Streitmacht nicht bei einem Assistenzeinsatz dort bleiben wird.

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2 thoughts on “Kuwait: USA entsenden 4.000 Soldaten und Schützenpanzer gegen den Islamischen Staat”

  1. Ich denke, die seit langem geplante und sich abzeichnende territoriale Neuordnung des Nahen Ostens durch US-Amerikaner und Briten tritt jetzt in eine neue Phase ein. Nachdem der IS durch Stellvertreter-Verbände geschächt ist, kann man ohne zu großen Aufwand unter Einsatz von Bodentruppen damit beginnen, die Grenzen neu zu ziehen. In voraussichtlich kleineren Territorien, wie z.B. dem Kurdengebiet, werden dann nach kolonialem Muster Vasallen-Regime installiert, denen man permanent vor Ort stationierte "Berater" zur Seite stellt. Geographen werden in den nächsten Jahren eine Menge Arbeit bekommen.

  2. Ja super! Die IS hat schon mal für den Westen das erwünschte Territorium mit den Ölvorkommen gesichert damit die Amis und Briten schön jetzt zu ihren Gunsten alles besetzen und abkassieren!

    Bastarde!!

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