Kaum war das laute Bellen des Rudelführers aus Übersee verhallt, trat Großbritanniens Premierminister, David Cameron, auf den Plan. Die Schelte des US-Außenministers John Kerry, wonach den Europäern "Feigheit und Geschichtsvergessenheit" attestiert wurde, ließ Cameron nicht lange auf sich sitzen. Er will nun Truppen in die Ukraine entsenden.

Von Andre Eric Keller

Natürlich entsendet er keine Kampftruppen. Lediglich zur Ausbildung der ukrainischen Armee, zur Aufklärung und zur geheimdienstlichen Unterstützung sollen Soldaten entsandt werden. Ebenso wird betont, dass die britischen Truppen weit weg von der Kampfzone installiert werden und es daher zu keinen Kampfbeteiligungen kommen wird. Eine eventuelle spätere Waffenlieferung kann nicht ausgeschlossen werden. 

Cameron versucht natürlich auch die Propagandamaschinerie am Leben zu erhalten, als er behauptet, dass "wenn Russland nichts entgegengesetzt wird, Putin seine Aggression auch gegen die baltischen Staaten oder Moldawien richten könnte." Die Phrase die bis jetzt immer noch zum Schluss angewandt wurde, durfte natürlich auch bei Cameron nicht fehlen: "Wir glauben grundsätzlich nicht, dass es eine militärische Lösung gibt. Es muss eine dimplomatische Lösung geben." 

Für den "noch" selbstdenkenden Europäer sieht dies aber doch eher mehr nach Eskalation als Deeskalation aus. So befinden sich seit dem Beginn des Euromaidans die privaten Söldnertruppen von Acadamy vormals Blackwater (Bericht hier) in der Ukraine, welche bekannt dafür sind im Dienste der US-Adminstration die Drecksarbeit zu erledigen. Auch anderen Söldnern hat Poroschenko damals die Teilnahme am innerukrainischen Krieg schmackhaft gemacht, und hat diese mit der ukrainischen Staatsbürgerschaft gelockt. Außerdem ginge jeder straffrei aus, egal welches Verbrechen dieser vorher begangen wurde. Wer das will – ein tolles Angebot.

Die offiziellen amerikanischen Truppen lassen wohl auch nicht mehr lange auf sich warten. Bereits vorgestern wurden Truppenteile mit US-Flaggen in der Stadt Narva gesichtet, welche unmittelbar an der russischen Grenze liegt. Witziges Detail am Rande: Narvas Bevölkerung gehört zu 95 Prozent der russischen Minderheit an und es besteht eine Städtepartnerschaft mit "Donezk" in der Ostukraine. 

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Im Zuge der NATO werden die Außengrenzen in deren Einfussbereich schon seit Monaten verstärkt. Nebenbei erwähnt, sind in Europas NATO-Mitgliedsstaten auch mehrere hundert Atomraketen stationiert, welche nur zu unserem Schutz vor einem Aggressor auf ihren Einsatz warten. Hier wird besonders immer auf den Iran hingewiesen. Dumm nur, wir alle wissen wer in den Augen der NATO-Befehlshaber der wahre Feind ist.

So ist es möglich auch am Beginn des 21. Jahrhunderts einen großen Krieg vom Damm zu brechen. Die Frage nach dem "Nichts dazu gelernt?" erübrigt sich.

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11 thoughts on “Großbritannien: Cameron schickt Truppen in die Ukraine”

  1. So, jetzt könnte Russland offiziell seine Elite schicken und natürlich auch die gefürchteten Waffen. Der Krieg wird die Ukraine vernichten. Wer ist wohl der Gewinner? NATO wird kein Fuß dort fassen können, zumindest nicht in Ost-Ukraine!

  2. In einer wahren Demokratie, würde dieser verräterisches Monster des Amtes enthoben und wegen Lügens, Betruges, Verrates, Rassenhass, Massenmordes und Kriegsverbrechen verurteilt werden! Sollte England Soldaten in die Ukraine schicken, werden alle weitere Attacken als Angriff auf Russland eingestuft! Die Idioten und Psychopathen in Washington und London verstehen nur diese Sprache!

  3. Es gab vor vielen Jahren eine "Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter" betreffs der Schüsse an der Grenze zwischen BRD und DDR.
    Vielleicht sollten sich alle, die sich bezüglich der aktuell forcierten Kriegshetze,- propaganda und -vorbereitung durch verschiedenste Politiker und Journalisten der sogenannten "westlichen Welt" ernsthafte Gedanken über die Zukunft machen, mal über den Art. 26, Abs. 1 des deutschen Grundgesetzes sowie § 80 des Strafgesetzbuches der BRD informieren und ernsthaft darüber nachdenken.

    Ein Ergebnis dieses Nachdenkens KÖNNTE ja sein, eine "Zentrale Erfassungsstelle Kriegshetze und Propaganda (ZEKuP)" einzurichten!? Damit niemand vergessen wird …

     

  4. Die englische Regierung benimmt sich einmal mehr wie ein Dackel-Wurf, dessen Welpen dem heulenden Hyänenruf der USrael-Oberclique naiv schwänzelnd hinterher eilt und deren Lügentiraden unreflektiert nachplappert. Vorher war es Blair, der allen US-Schrott zu den Massenvernichtungswaffen im Irak wieder und wieder in den Nachrichten gebetsmühlenartig in die europäischen Köpfe einzuhämmern versuchte. Schon allein für diese irreführenden Lügentiraden gehört er ins Gefängnis gesteckt.
    Die Engländer selbst denken über eine Kriegsteilnahme in der Ukraine ganz anders als ihre Regierung.

  5. Was so manchen berufsmäßigen 30-Silberlinger stutzig macht: das Marschgepäck besteht diesmal nur aus einem Leichensack (sogar in der richtigen Größe) sowie Fressen und Munition für 3 Tage.

    Nur Politiker der westlichen "Werte"-Gemeinschaft haben noch nicht begriffen, dass sie das selbe Marschgepäck tragen.

    1. Dieser Widerstand wird bewusst nicht veröffentlicht. Erst wenn er nicht mehr verdeckt werden kann, werden derartige Nachrichten vereinzelt durchsickern.

  6. die dummen Inselaffen haben es noch immer nicht verkraftet, dass sie keine Weltmacht mehr sind. Träumen aber natürlich von einem neuen königreichen Weltreich mit Amerika als starken Bruder. Wer wird aber dan Kein und wer Abel sein?
    Ja, es wird Zeit für eine Kartei der Kriegshetzer. Nur eine Kartei allein wird uns nicht weiter bringen. Diese Kartei muß dann auch abgearbeitet werden. Als Vorbild sollte die Selbstmordwelle der Opposition in der Ukraine dienen.

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