Finanzkrieg: USA wollen russische Wirtschaft vernichten

US-Außenminister John Kerry will dafür sorgen, dass die russische Wirtschaft möglichst stark unter den Sanktionen leiden muss. Unterstützt wird er dabei von den europäischen Transatlantikern, die den Machthabern in Washington hörig sind und sich als willfährige Hilfswillige gerieren. Der Wirtschafts- und Finanzkrieg gegen Russland geht in die nächste Runde.

Von Marco Maier

Geht es nach dem Scharfmacher im US-Außenamt, John Kerry, trägt Russland die alleinige Schuld an der schwierigen Lage in der Ukraine. Insbesondere die (erwartungsgemäß) mangelnde Umsetzung der Minsker Beschlüsse werden hierbei Moskau angelastet, obwohl vor allem die von den Oligarchen finanzierten rechtsextremen Söldnerbataillone der Ukraine schon von Anfang an mitteilten, dass sie sich nicht an die Vereinbarungen halten werden.

"Das ist ein Verstoß gegen den Waffenstillstand. Wir meinen es ernst: Es wird weitere Maßnahmen geben, und das werden Maßnahmen sein, die der ohnehin schon unter Druck geratenen russischen Wirtschaft zusätzliche Schmerzen bereiten", sagte Kerry angesichts der Niederlage der ukrainischen Verbände bei Debalzewo, die sich unter großen Verlusten freikämpften, anstatt wie von den Rebellen gefordert unter Zurücklassung des Kriegsgeräts friedlich abzuziehen.

Kerry verkündete dabei auch die weiteren Pläne zur ökonomischen und finanziellen Destabilisierung Russlands. Dabei sollen die europäischen Transatlantiker in der Politik helfen. "Es gibt eine ernsthafte Diskussion zwischen uns und unseren europäischen Verbündeten, welche Sanktionen wir als nächstes auf den Weg bringen wollen und wann diese in Kraft treten sollen. Ich bin zuversichtlich, dass es zusätzliche Maßnahmen als Antwort auf die verschiedenen Verletzungen des Waffenstillstands geben wird", so Kerry weiter.

Vor allem der Druck auf den Rubel wird demnach weiter steigen. Viele größere russische Unternehmen haben Dollarschulden aufgenommen, was sich nun erheblich auf die laufenden finanziellen Belastungen auswirkt. Eine Umschuldung auf Rubel können sich viele Unternehmen jedoch nicht leisten. Diesen Umstand wollen die USA nun nutzen um mit Hilfe eines technischen Tricks die russische Volkswirtschaft in eine veritable Krise zu stürzen: die Verkürzung der Laufzeiten von Krediten und Anleihen, die russische Firmen bei amerikanischen und europäischen Banken haben. Dies berichtete der "EUObserver".

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Der Wirtschafts- und Finanzkrieg der USA gegen Russland geht damit in die nächste Runde. Es zeigt sich immer deutlicher, wie die gezielte Destabilisierung der Ukraine infolge des Euromaidan-Putsches durch die USA als Instrument genutzt wird, dem widerspenstigen Russland die rote Karte zu zeigen und dafür abzustrafen, dass es seine unermesslichen Rohstoffe nicht den amerikanischen Firmen überlässt und den geopolitischen Ambitionen der Amerikaner (siehe Syrien und Iran) immer wieder in die Quere kommt.

Mit der finanziellen Vernichtung der russischen Firmen soll zudem ein enormer wirtschaftlicher Druck aufgebaut werden der Moskau zur Öffnung des Marktes zwingen soll, wodurch dann die US-Konzerne für die ruinierten russischen Firmen einspringen können. So schafft man den Geldgebern für die US-Wahlkämpfe (die mehr oder weniger ein Politiker-Kaufprogramm darstellen) auch neue Geschäftsmöglichkeiten.

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15 Kommentare

  1. Ich hoffe für sie,Mr.Kerry,sie werden eines Tages vom Mob gelyncht.

    Sie sind einer der größten Kriegsverbrecher überhaupt.(Vietnam)

    Und schon wieder sind sie am Tod tausender Menschen mitschuldig.Reicht es ihnen denn immer noch nicht ?

    Und jetzt jeden Tag diese Kriegshetze aus ihrem langen Schandmaul.

    Wenn sie denken,sie kommen unbeschadet aus der Sache heraus,falls es wirklich zum Krieg kommt,dann täuschen sie sich gewaltig.Dieses mal sind auch die "tollen" USA fällig.

    Sie sind einfach nur Abschaum.

     

    1. Von Mob? Von welchem?

      Befürchte sowas wurde mit den Indianern ausgerottet und gerade dieser Prozess auch im Ausland hält noch fleißig an. Aber, meine Hoffnung ist stark, daß eines Tages dem Amoklauf der Cowboys einen Halt geboten wird.  70 Jahre lang sah die Weltgemeinschaft  dem tobenden, blutdürstigen Monster tatlos zu. Es wäre endlich Zeit den Herren der NWO die Seidenschnur oder den toten Fisch auszuliefern. Die Rechnung werden sie bezahlen müssen.

  2. Das AIPAC-Mitglied John Kohn Kerry weiss schon, was er seiner Klientel den US-Finanzjuden schuldig ist. Die Hegemonie des Dollars ist um jeden Preis zu wahren, denn nur über die Finanzwaffe lässt sich das westliche Erpressungs-, Kriegs- und Lügensystem aufrechterhalten. Da kann es nicht sein, dass Russland den Schulterschluss zu China sucht oder sich gar Immun gegen die Erpressungen von IWF und Weltbank macht, indem für den Rubel der Goldstandard eingeführt wird und die Kapital-Wirtschaft abgeschafft und eine Ressourcen-Wirtschaft entsteht.

  3. Da die US-Spinner ja wissen, daß sie damit die ganze Welt gegen sich aufbringen, muß ihre Lage ganz schön verzweifelt sein. Ich habe aber trotzdem Mitleid mit denen. schließlich gibts da auch Menschen.

  4. Ich sehe die Drohungen eines zweitklassigen Politschauspielers gelassen.

    Es ist wohl ausgeschlossen, dass selbst mit der FED im Rücken, die Amerikaner so blöd sind und die Banken zwingen Laufzeiten gegen Vertragsvereinbarungen zu kürzen oder gar den russischen Unternehmen das Swift System vorzuenthalten.

    Im ersten Fall wäre die Antwort die Einstellung der Zahlung von Zins und Tilgung wegen Vertragsverletzung und andauernde Prozesse. Folge: Turbulenzen an den Määäärkten!

    Im zweiten Fall wäre die Antwort das zudrehen des Gashahns für alle beteiligten Länder der NATO. Folge Zusammenbruch der Börsen.

    Dazu braucht es gar keine Kriegsausweiltung in der Ukraine.

    Es wird viel getrommelt; ES WIRD BIS AUF EINE AUSWEITUNG DER AUSEINANDERSETZUNG IN DER UKRAINE VORLÄUFIG NICHTS PASSIEREN.

    Erst wenn das Ponzi System der FED die letzte Stufe erreicht hat, wird es extrem gefährlich. Dies dauert aber noch ein Weilchen.

     

     

     

     

  5. Das mag alles so stimmen, aber: die Russen haben nicht so viele Schulden, siehe hier: https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2187rank.html?countryname=Russia&countrycode=rs&regionCode=cas&rank=4#rs (wer ist dort wohl auf dem letzten Platz?). Die Brics Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika sind nicht umsonst relativ schnell mit der Gründung einer Alternativbank zur IWF und Worldbank (US dominiert), die Russen sind oftmals genügsamer als "verwestlichte" Menschen, das heißt sie können sich leichter mal einschränken (da nicht so abhändig von Konsum). Es beginnt eine ganz langsame Gegenbewegung, sprich: Boykott US (Konzern-)Ware und Förderung von russischen Produkten.

      1. Und schon wäre Kerry genau da, wo er Rußland nicht haben will, im Kommunismus. Die Russen haben ohnehin noch eine Rechnung mit Gorbi, Gorbi offen. Putin hat sicher wenig Probleme, die Konzerne zu verstaatlichen.

        Was Kerry offen läßt, ist China. China wird ebenso vom US-Militär eingekreist wie Rußland. Wenn die mal nicht ihre Anleihen auf den Markt werfen, oder schlimmeres.

         

         

      2. Ist das nicht auch gleichbedeutend mit einer Keule Russlands ggen das FED-System. Putin hat das mit Chordakovski vorgemacht. Wegen Steuerschulden wurden dessen Öl-Anteile zwangsversteigert. Damit gingen sie an den Staat. Wenn jetzt die Firmen pleite gehen, wären ebenso Zwangsversteigerungen nötig. Im derzeitigen Sanktinskrieg wären das aber "nur" für russische Bieter geignete Objekte. Der finanzmarkt in Russland ist aber leergefegt – also sind es Schnäpchen für einen Staat, der seine Dollarreserven reduzieren möchte. doch damit hat er es nicht eilig. Der Preis fällt ja erst.

        Und so bleibt das Bild über die USA, dass ein im Untergang befindliches Imperium machen kann was es will, alles wird nur zur weiteren Verschlechterung der eigenen Lage führen und keinerlei Entlasstung bringen. Und dann plötzlich geht alles ganz schnell.

        Ich setze auf Implosion noch vor Jahresablauf. Die weltweiten Überreste der US-Hegemonie zu beseitigen wird dann das ideale Anschubprogramm einer befreiten Weltwirtschaft…

        1. Das ist ja mal eine positive Einstellung. Davon möchte ich mehr lesen!

          2008 hatte der russische Experte

          Der russische Experte Igor Panani einen Bürgerkrieg und den anschließenden Zerfall der USA in mehrere Teile prognostiziert.
          "Der US-Dollar ist durch nichts mehr gedeckt", stellt Professor Panarin fest. "Die Außenverschuldung ist lawinenartig gewachsen: 1980 hatte es noch keine gegeben, 1998, als ich meine Prognose aufstellte, lag sie bei zwei Billionen Dollar, heute beträgt sie mehr als elf Billionen Dollar. Das ist eine Pyramide, die unbedingt einstürzen wird."
          Das Interview gab Igor Pananin der "iswestija" und ist auf Ria Novosti erschienen, leider aber nicht mehr abrufbar.

          Im Geschäftsjahr 2008 machte Fannie Mae 58 Mrd. USD Verlust. Freddie Mac bewegte sich wohl in einer ähnlichen Größenordnung. Jedenfalls bedurfte es für diese Geldhäuser eines "Rettungsschirms" von 187 Mrd. USA. Mehr als 200 US-Banken sind seither untergegangen. (Irgendwann hört man auf zu zählen)

           

           

           

           

           

  6. Im Artikel bleibt die Frage nach der Größenordnung der Fälligkeiten unangesprochen. Russische Firmen die Kredite auf Dollarbasis für notwendig hielten, haben ohnehin keinen großartigen Durchblick gezeigt. Putin hat schon mehrfach geäußert, dass die Profitgier einiger Oligarchen nicht beweint werden kann.

    Die Amis verlieren nicht nur ihre militärischen Kriege – sie verlieren auch an Glaubwürdigkeit ein zuverlässiger Vertragspartner zu sein. Wer will weltweit denn noch ein Dollarkredit, wenn man nun erfahren muß, dass die Yankees je nach Stimmungslage die eingegangenen Spielregel ändern?

    Bleibt für viele der Erkenntnis, dass man mit Yankees und mit Junkies keine Geschäfte macht.

  7. Je mehr dieses Großmaul John Kerry Drohungen gegen Russland ausstößt, desdo sicherer bin ich mir, dass der US-Wirtschaft und vor allem dem Öl-Dollar das Wasser bis zum Halse steht. Jede Sanktion gegen Russland wird Russland stärken und sowohl die USA als auch die EU schwächen. Für Ressourcen braucht Russland die USA nicht, Die sind im Land ausreichend vorhanden, in den USA jedoch nicht. Durch die Auslagerung der früheren US-Produktionen nach China, stellt die US-Wirtschaft außer Waffen ja kaum noch etwas her. Wenn China im Falle eines Krieges den Export in die USA stoppt, dann können die Amerikaner weder TV schauen, noch Handys verkaufen, denn Die werden in China hergestellt.  Vielleicht kann Monsantos dieses Manko dann mit GVO wettmachen.     

  8. Mr.John Kerry, schauen sie lieber auf ihr eigenes Volk und passen sie auf, dass nicht die amerikanische Wirtschaft vernichtet wird! Sie müssen dauernd Krieg führen um den Bankrott und Fall des Pedro Dollar zu verhindern! Für wie blöd halten sie die Menschen eigentlich! Es weiß doch schon ein jeder, dass die USA sich nur mehr mit Krieg über Wasser halten kann! Sie fallen in andere Länder in Namen der Demokratie, der Freiheit und Wohlstandes ein und zerbomben ein Land nach dem anderen. Danach wird es ausgeplündert! Erdöl, Erdgas, Goldbestände werden gestollen. In Wahrheit sind sie der größte Kriegsverbrecher aller Zeiten. Die gerechte Strafe eurer verbrecherischen Greultaten wird euch nicht erspart bleiben. In der Hölle werdet ihr alle schmorren!

      

  9. Die Frage, die mich bewegt ist die Frage nach der UN. Ist diese "Welt-Orgamisation" tatsächlich schon hörig oder nur dumm? Und was macht die WTO? Ist die auch schon hörig oder auch nur dumm?

    Die Konsumenten in Europa wissen, welche Produkte nicht gekauft werden müssen.

    Man kann sehen, wie sich MAFIA-Methoden doch ausgebreitet haben in den USA.

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