Kann es sein, dass es langsam aber sicher zu einer politischen Entkoppelung der Europäischen Union von der USA kommt? Zu wünschen wäre es. Die Europäische Union muss erkennen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist um selbständig und für die Interessen der Mitgliedsländer zu arbeiten. Insbesondere dann, wenn der Partner in Übersee nur für Eines steht: nämlich für Krieg, Leid – und wie man im Nahen Osten nachweislich sehen kann – für Chaos und Anarchie.

Von Andre Eric Keller

Folgerichtig erkennen die bundesdeutsche Kanzlerin Merkel und ihr Außenminister Steinmeier, dass es keine militärische Lösung für den Ukraine-Konflikt – besser gesagt: Krieg – geben kann. Man müsse ja nicht unbedingt auf die Beschimpfungen des US-Senators McCain eingehen, wonach dieser meinte, Merkel würden die 5.000 Toten in der Ukraine egal sein. Ein "shut up" für McCain waren die ersten wichtigen Worte die aus dem Munde von Grünen-Politikerin Claudia Roth kamen. McCain ist nachweislich einer der Mitverantwortlichen für die Umstände in der Ukraine. Was anderes konnte man eben nicht von ihm erwarten, als fest an der Seite eines seiner politischen Zöglinge, sprich Jazenjuk, zu stehen.

Merkel und Hollande im Kreml 

Bis auf ein Dokument über die Umsetzung des Abkommens von Minsk konnten Merkel und ihr französischer Kollege Hollande, die am Freitag nach Moskau zu Putin in den Kreml flogen, nichts erreichen. Ein Versuch, der nicht unmmittelbar von Erfolg gekrönt, aber noch besser war, als das ukrainische Militär mit noch mehr Waffen auszustatten und so die Eskalationsstrategen der US-Amerikaner zu unterstützen. Vorschläge kommen von allen Seiten, soll heißen, ein Wille zur Beilegung des Konflikts ist durchaus gegeben. Ob das Minsker Abkommen aus dem September heute noch möglich ist einzuhalten, ist mehr als fraglich.

Längst haben sich die Fronten zugunsten der Freiheitskämpfer der selbsternannen Volksrepubliken von Donezk und Lugansk verschoben. Freiwillig werden diese kaum Gebiete aufgeben. So erklären sie jetzt schon das Minsker Memorandum für "tot". Angeblich soll das Minsker Abkommen an die derzeitige Situation angepasst werden. Das hieße: die Volksrepubliken würden das bis jetzt eroberte Gebiet nicht aufgeben müssen. Weiters wäre für die Volksrepubliken ein Autonomiestatus angedacht. Ob ein Autonomiestatus für die Vertreter des Donbass, angesichts des brutalen Vorgehens von Seiten des ukranischen Militärs und die Bombardierung von Wohngebieten, wobei viele Zivilisten ums Leben kamen, noch vorstellbar ist, sei dahingestellt. 

EU muss endlich auf eigenen Beinen stehen

Deutschland aber steht diesmal in einem besonders guten Licht. Während einige an der Eskalationsschraube drehen, bemüht sich Merkel aufrichtig und zum Erstaunen Vieler, um eine rasche Beilegung des Konflikts. Aktiv und nicht nur mit netten Worten. Wenn Merkel es jetzt noch schaffen würde die Sanktionen gegen Russland anzudiskutieren, könnten ihr einige Unterstützer zu Hilfe eilen. Freilich darf man hier nicht gleich zu viel verlangen. Am diplomatischen Parkett gibt es keine großen Veränderungen von heute auf morgen. Es ist nur wichtig die Richtung zu bestimmen und das Schiff auf Kurs zu halten. Nur zu lange schon warten wir auf eine eigenständige, politische Antwort der Europäischen Union bezüglich jener Frage, wie mit solchen Konflikten umzugehen ist.  Bis zuletzt konnten die Amerikaner, die durch Finanzierung mit 5 Millarden US-Dollar die eigentlichen Verursacher des Euromaidan samt deren Folgen sind, ihren Einfluss in Europa erfolgreich behaupten. Die Europäische Union hat mit dem seinerzeitigen Asoziierungsabkommen und einem "Entweder EU oder Russland" selbst ein Schärflein dazu beigetragen. 

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Bei allen Bemühungen durch die Offiziellen Deutschlands oder der Europäischen Union kann man aber davon ausgehen, dass eine dauerhafte Beilegung des Konflikts noch in weiter Ferne liegt, oder vermutlich auf Dekaden nicht verwirklicht werden kann. Wahrscheinlich steht sogar das Szenario einer "Einfrierung des Konflikts" im Raume. Was man aber besser nicht tun sollte ist, Russland noch stärker zu sanktionieren und Waffen an die Ukraine liefern, denn der russische Bär hat rein theoretisch Atomwaffen, welche – für die feindliche Aufklärung besonders hinterlistig – mobil eingesetzt werden können. Bei allen Handlungen die gesetzt werden, darf Eines nicht außer Acht gelassen werden: Wir müssen Tür an Tür mit Russland leben und sollten daher unsere Interessen vertreten. Dies hieße aber auch, die Sanktionen zu beenden und das Misstrauen gegenüber Putin zu beseitigen. Erst dann können wir auch in Zukunft friedlich und nachbarschaftlich mit den Russen leben und mit einer guten Partnerschaft in allen möglichen Belangen rechnen.

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17 thoughts on “EU: Ist ein Ende des Vasallentums in Sicht?”

    1. Da benutzt jemand wahrscheinlich meinen Namen, unter dem ich u.a. im Vineyard Saker poste. So oft gibt es den nicht und so oft benutzen die User nicht ihren Klarnamen.

  1. Sehr überzeugend ist für mich die Aktion von der Merkel aber nicht. Sollte sich aber die Merkel tatsächlich in dem Punkt von der USA lösen, wäre es nur ein weiterer Baustein ihrer Reihe: Heute hühh, morgen hott. 

  2. Entweder es kommt zu einem Umbau der US-Berater und ihrer Politik oder das Ende des Vasallentums ist eine reine Existenzfrage. Leute wie Mc Cain wollen Europa samt Russland in den atomaren Holocaust treiben. Wichtig wäre eine Neuordnung Westeuropas ohne Banken , Merkel und CDU, für mich seit dem Putsch von Nuland und Merkel unter Federführung der Adenauerstiftung an der Seite der CIA der Abschaum der Menschheit. Merkel hat deffinitiv den Krieg zurück nach Europa geholt.

  3. Vielleicht geht Merkel und Hollande endlich auf, dass schwere Waffen in der Ukraine zu einem Krieg in Europa bzw. zu einem Weltkrieg eskalieren kann und dabei Europa – aber zunächst Deutschland – dem Erdboden gleich gemacht wird?
    Die russische Administration war da sehr deutlich!!
    Und dieses mal werden auch die USA nicht "verschont", wie in den letzten beiden Kriegen, denn heute gibt es Interkonitentalraketen und U-Boot gestützte Atomraketen. Washington wird ebenso ausgelöscht! Auch das wurde klar gemacht:

    https://www.youtube.com/watch?v=rFdF1MZVFu8

  4. Für mich ist diese Aktion von Merkel nicht glaubwürdig. Sie hat schon so lange das Sterben in der Ukraine mitunterstützt, warum gerade jetzt der Sinneswandel? Mal abwarten, da wird die Schellte aus D.C. nicht lange auf sich warten lassen.

  5. Für mich ist es eher was Bedrohliches, wenn Merkel zwischen den beiden "Streithähnen" hin und her reist. Ich glaube "denen" nicht! Ich glaube sie spielen ein falsches Spiel!

    Immer im Autrag einer einzigen Quelle …

    http://ichfragmich.eu/2015/02/06/sind-obama-putin-merkel-und-co-alle-freimaurer/

    Wenn wir was übermittelt bekommen, dann wurde das schon lange im Voraus so entschieden … aber nicht von "denen" die wir da im TV sehen …

    1. Gut kombiniert, ich halte das sogar für sehr wahrscheinlich.

      Chef im Ring im Hintergrund sind die Rothschilds mit der City of London, deren Leitspruch ist: 

       unterstütze immer beide (alle) Seiten und ziehe deinen Profit daraus.

      Sie haben u.a. Lenin finanziell gepusht. Hat sich ausgezahlt, und Deutschland mit Versailler Vertrag, der bis heute nachhängt, ausgeblutet. Sie haben neben England, Russland und Amerika Hitler über jüdische Banken in Deutschland bis zu einem Grad gepusht, dafür bluten wir seit rd 70 Jahren und der mil.-industr. Komplex in Amerika, neben allen Großbanken, gehört ihnen. Sie haben u.a. in Folge der Konflikte fast alle Staatsbanken einkassiert und quälen die Länder damit. Ihnen gehört auch die russische Staatsbank. Inwieweit Putins Ansinnen, die ihnen wieder abzunehmen ein PR-Gag oder wirklicher Wusch ist, kann ich heute noch nicht beurteilen.

      Also bin ich vorsichtig.

      Die Rolle des Vatikans, vielleicht als Hauptprotagonist ist mindestens eben so wichtig und sollte nie außer acht gelassen werden. Unter anderem ziehlt der Schmusekurs mit dem Islam und dem jüdischen Glauben für mich ganz eindeutig in die Richtung einer Weltregierung und einer Weltreligion. Zumal sie wie gesagt, für mich einer der Hauptprotagonisten sind.

      Darüberhinaus ziehen auch noch die Windsors samt Verwandtschaft und mindestens das holländische Königshaus über ihre Orden (wie Malteser, Templer, Freimaurer,etc) samt Anverwandtschaft kräftig mit an diesen Strippen.

      Eins ist aber allen gemein: sie halten sich wohllöblich absolut im Hintergrund und spielen ihre "karitativen und sozialen Engagements" einschließlich "tragender Rollen für den Weltfrieden und Naturerhalt (WWF)" in Oscar-verdächtiger Manier.

  6. Soros hat mit seiner Äußerung in München: – 'die Europäische Union zerfällt' – die Entwicklung vorweggenommen. Und nicht nur die, da die strategischen Planungen zum Sturz der russischen Regierung mit Geld, Waffen, Spekulationen ect.zu weit fortgeschrit- ten sind, um noch von einer Kanzlerin, die sich nicht rechtzeitig entschließen konnte, noch aufgehalten werden zu können!

     

     

  7. Die Ju.d-en werden keine Ruhe geben, bis sie die von ihnen beherrschte USA und Deutschland/Europa in den Krieg gegen Russland getrieben haben, wie sie es schon 1914 und beim WK 2 machten, wie es im Internet nachzulesen ist!

    Wir sollen für die jüd. Finanzoligarchen in Europa unser Leben lassen.

     

  8. Obama, Kerry und Joe Biden zu Angela Merkel: „Der Putin schießt quer“
    Merkel: „Ja was kann ich denn dafür…?“
    Obama, Kerry und Joe Biden: „Hörst du nicht, er schießt QUER!“
    Merkel: „Was soll ich denn machen?“
    Obama, Kerry und Joe Biden: „Mach was gegen den Putin“
    Merkel: „Ja, was soll ich denn machen?“
    Obama, Kerry und Joe Biden: „Egal, irgendwas! Das geht so nicht“
    Merkel: „Ich kann ihm doch nicht befehlen was er tun soll“
    Obama, Kerry und Joe Biden: „Ja wollen wir Freunde bleiben oder nicht?“
    Merkel: „Ich weiß nicht, was ich tun soll“
    Obama, Kerry und Joe Biden: „Du bist Kanzlerin und weißt nicht, was du tun sollst?“
    Merkel: „Ihr habt das doch verbockt“
    Obama, Kerry und Joe Biden: „Halts Maul, sonst bist du morgen keine Kanzlerin mehr..!

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