Screenshot der aru.tv Website

Rund ein Viertel der estnischen Bevölkerung sind ethnische Russen, die sich angesichts der schwierigen estnischen Sprache weiterhin vornehmlich in russischer Sprache verständigen. Ebenso verfolgen sie vornehmlich das TV-Programm der russischen Sender. Nun will Estland mit einem Online-TV-Sender und eigenen Inhalten zumindest ein wenig Einfluss auf die russische Minderheit im Land nehmen.

Von Marco Maier

Aru.tv werde "propagandafreie Informationen" für Menschen in Russland und die russischsprachige Bevölkerung in der Ukraine, den baltischen Staaten und Weißrussland anbieten, kündigte der Betreiber Pawel Morozow zum Start des Projekts an. Der weißrussische Oppositionelle und Putin-Gegner möchte damit der "Kreml-Propaganda" Paroli bieten. Bislang sind drei Sendungen pro Woche geplant.

Erst im Januar startete der estnische Rundfunk mit einem wöchentlichen Nachrichtenmagazin in russischer Sprache. Im Herbst soll dann ein eigener russischer TV-Kanal unter dem Dach des Senders an den Start gehen. Dieser wird sich dann jedoch nicht nur an die rund 320.000 Russen in Estland, sondern auch an jene der der Nachbarstaaten richten.

Mit solchen Rundfunkangeboten im Ausland versuchen vor allem die Gegner von Präsident Putin die Russen in ganz Osteuropa auf Linie zu bringen. Dabei dürften sich jedoch diese Sender wohl in Sachen Wahrheitsgehalt auf dem Niveau westlicher Sendestationen und Presseerzeugnisse befinden, die immer wieder für eine Verdrehung von Tatsachen und das Verschweigen von Umständen kritisiert werden.

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