Generalleutnant Asad Durrani, der von 1990 bis 1992 den pakistanischen Militärgeheimdienst ISI leitete, behauptet nun, dass Pakistan ziemlich sicher wusste, wo sich Osama bin Laden versteckt hielt. Als Kenner der Materie weiß er, wie das ganze Spiel abgelaufen sein musste. Dementsprechend kritisch zeigte er sich gegenüber dem TV-Sender Al-Jazeera gegenüber der offiziellen Version der Abläufe rund um die Tötung bin Ladens.

Von Marco Maier

Gegenüber dem katarischen Nachrichtensender Al-Jazeera sagte Durrani, dass Pakistan ziemlich sicher darüber Bescheid wusste, dass sich Al-Quaida-Chef Osama bin Laden im nordpakistanischen Abbottabad aufgehalten hatte. Es sei zwar möglich aber äußerst unwahrscheinlich, dass der ISI nichts von bin Ladens Aufenthalt in unmittelbarer Nähe einer Militärakademie wusste.

"Die Idee war, dass zur rechten Zeit sein Aufenthaltsort aufgedeckt werde – und der rechte Zeitpunkt wäre gewesen, wenn man die nötige Gegenleistung erhalten kann", sagte der ehemalige ISI-Chef. "Wenn man jemanden wie Osama bin Laden hat, händigt man ihn nicht einfach den USA aus." So sei es sehr wahrscheinlich, dass die Regierung in Islamabad als Gegenleistung für die Übergabe des gesuchten Al-Quaida-Chefs einige Forderungen aufstellte. So zum Beispiel mehr politischen Einfluss in Afghanistan, dessen Landesgrenze zu Pakistan von den Briten quer durch die Stammesgrenzen gezogen wurden.

Nach dem militärischen Angriff der westlichen Kriegskoalition unter Führung der USA auf Afghanistan im Herbst 2001, flüchtete bin Laden nach Pakistan. Im August 2005 hatte er sich demnach in Abbottabad niedergelassen und wurde zumindest nach offiziellen Angaben am 2. Mai 2011 von einem US-Spezialkommando erschossen, nachdem ihn die CIA dort lokalisieren konnte.

Offiziell hieß es nach einer innerpakistanischen Untersuchung, dass die pakistanische Regierung keine Informationen über das Versteck bin Ladens gehabt hätte. Allerdings wurden schwere Versäumnisse der Sicherheitsdienste gerügt und nicht ausgeschlossen, dass einzelne Beamte Informationen besaßen. Die Aussagen Durranis jedoch zeigen, dass diese Untersuchung wohl nur eine Alibiaktion gewesen sein dürfte.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

9 thoughts on “Bin Ladens Versteck: Ex-Geheimdienstchef Pakistans widerspricht der offiziellen Version”

  1. Bin Laden war schon lange voher tot.

    Diese ganze Kasperleveranstaltung diente nur dem Zweck den Deckel der Irak-Akte zu schliessen. Dem Volk zu zeigen: Schaut her, wir haben endlich gewonnen., der Krieg ist vobei.

    Und alle haben geschaut… aber so wirklich gesehen hat keiner was.

    Wo waren denn die Bilder von Bin Ladens Leiche…oder vielmehr…wo war die Leiche?

    Wenn ich den Staatsfeind Nr.1 auslösche, dann mache ich mir doch zumindest die Mühe und zeige der Welt das es wirklch so passiert ist. Das war bei Gaddafi so, das war bei Hussein so. Aber Amerika macht sich nichtmal mehr die Mühe…denen glaubt man sowieso alles 😉

    1. … so ist es – lt. einer pakistanischen Zeitungsmeldung soll er 2002 an Nierenversagen verstorben sein. Alles was danach kam war eine Inszenierung ala Hollywood.

      Besonders diese grottenschlechten Videos von ihm waren so was von auffällig gefälscht – so hatte man ihn kurzerhand zum Rechtshänder gemacht usw.

    2. Wenn Al Jazeera einen Verschwörungsbericht eines ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters veröffentlicht, der 10 Jahre vor dem in Rede stehenden Ereignisses bereits ausgeschieden war, dann dürfte ihnen Madonna mit einem Exklusivinterview abgesprungen sein.

      Selten einen so dusseligen Bericht gelesen oder liegt es Karneval und ich bin reingefallen?

  2. Daß die offizielle Version nicht den Tatsachen entspricht, wußte wohl.jeder intelligente Mensch schon im Moment der Ausstrahlung. Allerdings da keine Leiche zu sehen war, nicht mal eine schlecht präparierte Puppe, habe ich sogar den Zweifel an Bin Ladens Tod.

    Aber wie im vorhergehenden Kommentar richtig konstatiert wurde, diente das ganze nur als eine schlechte Komödie, um den Krieg gegen den Irak und Afghanistan zu rechtfertigen. Und Uncle Sam als der gute Weltpolizist demonstrierte, daß sich der enorme Aufwand, den eh die besiegten Länder selber auf Jahrzehnte zurückzahlen werden müssen, doch gelohnt hat. Und daß die vielen Zehntausende, wahrscheinlich Hunterdtausende tote Menschen ein  vernachlässigbarer Kollateralschaden sind im Verhältniss zur Niederstreckung dieses "Topterroristen". Nur ist halt bekannt, daß die liebe Familie Laden dicke Freunde der Familie Bush sind. Und die tun sich doch nicht gegenseitig weh? .Traurig nur, daß die Verantwortlichen für die Verbrechen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Wie denn auch. Der selbsternannte Weltenrichter und seine Vasallen werden sich doch nicht selber verurteilen? Wo gibts denn so was. Der melancholische Teil. an dem schlecht inszenierten Lustspiel ist der, daß die Welt weiter von "Terroristen" bedroht wird. Sogar noch viel gefährlicher. Laut USA. Aber dagegen gibts ja die weltumspannende Überwachung, der NSA Mitarbeiter in aufopfernder Weise und unbezahlten Überstunden. Im Theater würde so ein Stück schlicht ausgfepfiffen und  beim Publikum.durchfallen. Aber die Theaterbesucher schlafen leider, wie so oft in schlechten Theateraufführungen.. . 

  3. Das ist jetzt interessant. Hab vorher zum Artikel einen Kommentar das ereste Mal geschrieben und beim Wegschicken kam die Meldung, es stinkt nach einem doppelten Kommentar. Das passierte mir schon einmal und ist gelinde gesagt ein Blödsinn!!! Das stinkt nach Zensur.

  4. Also, da spürt man das Versteck des Staatsfeindes Nr. 1 auf und schwerbewaffnete Ledernacken stürmen ein karges Zimmer mit einem hageren unbewaffneten Mann, der kränkelnd vor einem Fernsehapparat sitzt. Und dann wird er einfach so abgeknallt, der Staatsfeind Nr.1?

    Total unglaubwürdig, denn man hätte ihn nur einsacken und mitnehmen müssen, um ihn einer jubelnden Meute daheim zu präsentieren und ihn die volle Packung der US-Justiz mit anschließender Exekution spüren zu lassen. Ein Jahrhundertprozess, ein gigantisches Medienspektakel, von dem das Obama-Regime  noch viele Jahre hätte profitieren können.  Allein die Informationen über seine Organisation, die man hätte gewinnen können, wären Gold wert gewesen.

    Hier wurde ein perfektes Schauspiel geboten und je mehr man darüber nachdenkt, desto mehr entdeckt man auch die Verbindungen, die zwischen Islamisten und Washington bestanden und bestehen. Die US-Militärs wußten und wissen alles über alqaida oder IS; und sie tun bis heute alles, um dies zu verbergen!

  5. Ein nicht zu verachtendes Kopfgeld war ja auf ihn ausgesetzt. Gewiß nicht um es anderen zu überlassen. Auch der Sudan soll schon auf das Kopfgeld gehofft haben, als Bin Lad dort war.

    Als die Sudaner schließlich ungeduldig,  gesagt haben sollen wir setzen ihn jetzt fest und schicken ihn euch rüber wurde der Sudan kurzerhand bombardiert. – Unser Kopfgeld Finger weg – meinten da wohl div. vom criminally intelligence b.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.