Soldaten der afghanischen Armee. Bild: Flickr / US Army CC-BY 2.0

Ganze 3.699 Zivilisten wurden im vergangenen Jahr nach Angaben der UN-Mission "Unama" in Afghanistan getötet, weitere 6.849 Menschen verwundet. Dies stellt einen neuen Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen 2009 dar. Eine Befriedung des Landes ist noch lange nicht in Sicht.

Von Marco Maier

Wie die UN-Mission in Afghanistan (Unama) mitteilte, starben seit dem Jahr 2009 insgesamt 17.774 Zivilisten infolge der Kriegshandlungen, die das umkämpfte Land seit Jahren erschüttern. Leidtragende der Kämpfe sind hierbei – wie in jedem Krieg – vor allem die Frauen und Kinder. Dementsprechend hoch sind dort auch die Opferzahlen, da die militärischen Auseinandersetzungen oftmals in bewohntem Gebiet stattfinden.

Gegenüber dem Jahr 2013 stieg die Zahl der zivilen Todesopfer demnach um 22 Prozent, jene der zivile Verwundeten um 21 Prozent. Dies sei vor allem auf die Zunahme der Bodengefechte zurückzuführen. Insbesondere die Taliban und diverse konkurrierende Warlords sollen zu 72 Prozent für die getöteten oder verwundeten Zivilisten verantwortlich sein. Weitere 12 Prozent gehen auf das Konto der afghanischen Streitkräfte.

Wie viele der zivilen Opfer auf die US-Drohnenangriffe zurückzuführen sind, wurde in dem veröffentlichten Bericht nicht angegeben. Doch auch deren Zahl dürfte nicht unerheblich sein. Immerhin ist Afganistan eines der Hauptzielländer US-amerikanischer Drohnenangriffe auf vermeintliche Terroristen, bei denen vor allem unbeteiligte Zivilisten zu Schaden kommen.

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