Ukraine: Steht Poroschenkos Sturz bevor?

Offenbar ist die neue regierende Clique in Kiew mit dem amtierenden Präsidenten nicht sehr zufrieden. Insbesondere Premierminister Arsenij Jazenjuk gilt als vehementer Gegner Poroschenkos, zumal dieser den Hardlinern in Kiew längst schon als zu gemäßigt gilt. Nun soll Jazenjuk mit seinen Komplizen schon daran arbeiten, Poroschenko aus dem Amt zu stürzen.

Von Marco Maier

Poroschenkos Politik wirkte in den letzten Wochen und Monaten etwas schwankend. Einerseits unterstützte er den Kriegskurs der Rechtsregierung, andererseits ließ er immer wieder durchblicken, dass er diesen Krieg gegen die Rebellen im Donbass eigentlich gar nicht will. Ohne diesen Krieg könnte er seine Macht deutlich stärker ausspielen, doch so muss er den Hardlinern das Ruder überlassen. Er, der schon unter Janukowitsch politisch aktiv gewesen ist, war zu Beginn seiner Amtszeit als Präsident stets das gemäßigte Aushängeschild einer radikalen Regierung. Umso mehr wirkte er stets von den Ereignissen getrieben, wenngleich er durch seine Waffenschmiede durchaus vom Krieg im Donbass profitierte.

Nun zeigt es sich, dass die Demontage Poroschenkos voll im Gange ist: Premierminister Jazenjuk hat offenbar schon eine Informationskampagne gegen den Präsidenten losgetreten, in der kompromittierendes Material gegen ihn gesammelt und veröffentlicht werden soll. Gegenüber dem russischen Portal "ridus.ru" (hier in deutscher Übersetzung) gab der ehemalige Präsidentschaftskandidat Oleg Tsarew ein Interview, in dem er einen Einblick in die ukrainische Innenpolitik gewährt.

So sagte Tsarew über die Differenzen zwischen Poroschenko, Jazenjuk, Turtschinow und Kolomojskij:

Poroschenko befindet sich seit Arsenij Jazenjuk Premier geworden ist, mit ihm und Alexander Turtschinow im Konflikt. Arsenij Petrowitsch hat angefangen, mit diesem Arbeitsfeld aktiv Geld zu verdienen und wollte es nicht teilen.
Petro Poroschenko hat begriffen, dass einer der beiden (Jazenjuk oder Turtschinow) seinen Präsidentensessel besetzen kann. Er tat alles, damit es in der Machtkoalition Jazenjuk nicht gibt. Aber dann kam der Vizepräsident der USA Joe Biden, und bestand auf die große Koalition. Vorher gab es ein Spiel. Jazenjuk wollte seinerseits eine Koalition ohne Poroschenko und Poroschenko wollte seinerseits keine Koalition mit Jazenjuk. Kolomojskij brauchte dringend Einsatzmittel, um sein Geschäft zu verbessern, das sich in einer schwierigen Lage befindet. Und Poroschenko gibt ihm keine Refinanzierung.

Nach Einschätzung Tsarews, der die ukrainische Innenpolitik sehr gut kennt, besitzt Poroschenko im Gegensatz zu seinen Gegenspielern kaum eine politische Hausmacht. Zwar hat sein "Block" bei den Parlamentswahlen gewonnen, doch Abgeordnete allein machen in der Ukraine keine Politik. Schlussendlich entscheiden die Oligarchen darüber, welchen Kurs das Land einschlägt. Doch innerhalb der jetzt regierenden Oligarchenclique besitzt Poroschenko kaum Rückhalt. Deshalb wird er sich auch nicht mehr lange auf dem Posten halten werden können.

Denn für Jazenjuk und Konsorten ist die Politik zur Ideologiefrage geworden, wodurch sie ein einigendes Band verbindet. Poroschenko hingegen sorgt sich vor allem um seine Geschäfte, die eben ohne Russland kaum laufen können. Angesichts dieser Umstände und der nach wie vor bestehenden Verbindungen ins große Nachbarland will Poroschenko auch nicht unbedingt einen Krieg mit Russland riskieren, während Jazenjuks Truppe hingegen auf Geschäfte mit den Amerikanern spekuliert.

Es wird sich bald schon zeigen, ob Petro Poroschenko das Präsidentenamt noch lange innehaben wird. Die Zeichen dafür stehen jedoch schlecht. Nach dem Sturz Poroschenkos könnte ein Mitglied der Hardliner-Clique das Ruder übernehmen, wodurch sich jedoch die Lage im Südosten noch weiter zuspitzen wird, da dann jeglicher mäßigende Einfluss und jegliche Gesprächsbereitschaft in Luft auflösen. Doch genau das ist das Ziel dieser von den USA und der EU unterstützten Truppe.

16 comments

  1. Diese Massenmörder gehören wie ihre Vorgängerin in Nürnberg vor einen internationalen Gerichtshof, aber die werden von Merkel und Co. unterstützt.

  2. keine angst, der tag rückt näher, wo sie alle vor dem  richter stehen, der tag rückt immer näher…sie wissen es, doch es ist ihnen noch nicht bewusst. das ist der unterschied. geduld..kommt zeit, kommt rat. es steht alles schon geschrieben, es kommt, wie es kommen muss.

  3. Unzufrieden ist die Bevölkerung vor allem. Eines Tages geht die Geduld den Bürgern, die die Junta als Kanonenfutter ausnutzt, aus und es kommt zu einem neuen Maidan. Gestürzt wird nicht nur Poroschenko, sondern auch Jazenjuk & Co.

  4. Verstehe sowieso nicht, warum unsere Regierung und der Westen insgesamt diese Regierung derart unterstützt. Gerade war heute in den NTV-Nachrichten zu hören, dass Obama und Merkel weitere Hilfe für die Ukraine beschlossen haben. Wann merken die, dass sie aufs "falsche Pferd gesetzt" haben? Warum keine Sanktionen gegen die ukr. Führung? Statt dessen wird Russland brüskiert.

  5. Ernst Thälmann

    Es fehlt in Russland ein Kerl wie Stalin, der hätte mit diesem ganzen Verbrechergesindel längst Schluß gemacht. Putin fehlt dessen Härte gegenüber dem Finazoligarchengesindel aus der Jelzinzeit. Warum auf die westliche Propaganda von Menschenrechtsgefasel und Demokratie achten? Schlagt zu und bringt die Feinde des Russischeen Volkes, wie einst Stalin in den Gulag und zeigt den US Verbrechern die Faust. Auf zum letzten Gefecht(die Internationale)

     

     

  6. da ist wirklich was am köcheln !!!!

    die ukrainischen Medien geben unbequeme Meldungen gegen die Kriegstreiber ab!!!!

    http://quer-denken.tv/index.php/1155-bericht-aus-der-ukraine-4

  7. False Flag Nuklearschlag der USA?

    Wie ich hier schon vermutet hatte: Steht das 9/11 der Ukraine kurz bevor?

    Da die USA das Ziel der ukrainischen Revolution bisher komplett verfehlt haben, strebt man nun eine Diktatur unter einem Rechten Führer an. Jarosh, Parubi, Lyashko und die anderen rechten Größen werden ja von den USA kräftig unterstützt (den Rechten Sektor finanzieren die USA und Kolomojsky zu je 50% – und der Rechte Sektor ist mit modernsten Waffen ausgerüstet).

    Aktuell stellen sich die Vorbereitungen wie folgt dar:

    Im Juni 2014 wurde die Zentrale des Rechten Sektors nach Dnepropetrowsk verlegt.

    In Dnepropetrowsk befindet sich die Zentrale der „Privatbank“ von Oligarch Kolomojskys und Kolomojsky wohnt auch dort. Dnepropetrowsk ist komplett in der Hand der ukrainischen Faschisten.

    Kolomojsky benutzt den Rechten Sektor für seine Geschäfte, Erpressung und Enteignung.

    Die USA benutzen den Rechten Sektor für die Durchführung des Genozids an den Ostukrainern.

    Kolomojsky ist gut Freund mit der US Administration und der stärkste Gegenspieler von Poroschenko. Kolomojsky finanziert das Batallion ASOW, eines der brutalsten Batallione im Bürgerkrieg. Kolomojsky erfüllt die von USA geforderte Brutalität gegen das Volk – Poroschenko eher nicht. Seit Okt. 2014 hat sich Kolomojsky sehr zurück gezogen, man hört kaum etwas von ihm. Seine „rechte Hand“, Filatov, ist ebenfalls seit Okt. 2014 wie von der Bildfläche verschwunden – keine Einträge mehr bei Facebook oder Twitter.

    Dezember 2014:

    Im Dezember 2014 wurden von Mikhail Delyagin (Regierungsberater und Leiter des Instituts für Globalisierungsprobleme) Informationen bekannt gegeben, wonach eine taktische Atomwaffe in der Ostukraine explodieren könne, wofür man Russland dann beschuldigen will. Die Welt wäre vollends schockiert und ein Beweis der russischen Unschuld kaum mehr möglich. Delyagin gilt als Putinkritiker, so dass Propaganda als Ursache des Berichts mit einiger Sicherheit ausscheidet.

    Nachdem man in den USA realisiert hatte, dass mit der ukrainischen Armee kein Blumentopf zu gewinnen ist, wurden Maßnahmen getroffen.

    Im Dezember 2014 hat die Luftfahrtbehörde der Ukraine die Flughäfen in Charkow, Dnepropetrowsk und Saporoschje auf Bitte der Militärs für unbestimmte Zeit geschlossen. Während der Flughafensperre wurden in aller Stille hochrangige NATO-Planungsoffiziere und sehr viele NATO- und Academy-Söldner nach Dnepropetrowsk eingeflogen. Die NATO-Soldaten und Söldner stehen neben Dnepropetrowsk in Charkow, Saporoschje und weiteren Orten in Wartestellung.

    Es ist davon auszugehen, dass Dnepropetrowsk eine zentrale Position der Kriegsbestrebung gegen Russland einnimmt.

    Die Lage spitzt sich zu:

    Am 23.1.15 wurde von Sachartschenko der Befehl erteilt, keine ukrainischen Gefangene mehr zu machen, d.h. im Klartext – alle zu töten. Nach aktuellen Berichten werden die ukrainischen Soldaten gezielt in Kessel getrieben. Allein bei Debalsewo sollen ca. 10.000 Soldaten eingekesselt sein. Und es bestehen angeblich noch 4-5 weitere Kessel.

    Tatsächlich laufen derzeit gewaltige Offensiven der ukrainischen Armee im Rebellengebiet. Genau wie Delyagin bereits im Dez. 2014 vermutete, soll es so laufen, dass die Ukraine ein wenig Gebiet erobert, was vom Westen in den Medien bejubelt wird. Anschließend explodiert eine Atombombe in einem der Kessel und vernichtet einen Großteil der dort eingeschlossenen Soldaten.

    Die Zeichen verdichten sich. Man redet offen von einem Putsch gegen Poroschenko, der angeblich Mitte Februar erfolgen soll. Wie immer ist das, was offen verbreitet wird, nur eine Ablenkung über die tatsächlichen Vorhaben.

    Nunmehr sollen dem ukrainischen Generalstab Informationen entwendet worden sein, die das Spektrum haben, ernst genommen zu werden – weil sie sowohl mit den geschilderten Prognosen als auch der aktuellen Lage vor Ort voll und ganz übereinstimmen:

    http://s12.postimg.org/a80p9oh25/Strategiekarte_Atombombe_Ukraine.jpg

    http://ukraine911.pen.io/

  8. Zum aktuellen Thema will ich an den 06.09.2013 erinnern:

    Wieder US-Atomwaffen verschwunden, Senator warnt vor Anschlag
    http://www.pravda-tv.com/2013/09/wieder-us-atomwaffen-verschwunden-senator-warnt-vor-anschlag-videos/

    Die von den USA im Syrienkonflikt beabsichtigte „Lösung“ konnte nach Putins Eingreifen nicht mehr eingesetzt werden. Die nuklearen Sprengköpfe sind meines Wissens nicht wieder aufgetaucht.

  9. Rusvesna meldet, dass augenblicklich Kämpfe in Debalzewo selbst stattfinden, nachdem sich die neurussische Armee (NA) schon gestern am Stadtrand festsetzen konnte.

    Von der Morgeninformation des Informbüros der NA wird berichtet, die ukrainische Armee (UA) habe über nacht versucht die Kontrolle über die Trasse nach Artjomwsk wiederherzustellen, die Angriffe seien jedoch abgeschlagen worden.

    Fomitsch, Stabschef einer Artilleriebrigade der LVR, spricht von ernsthaften Angriffen der NA, und davon, dass die NA die bisher gestellten Aufgaben erreicht hätte und die Einkesselung und Eroberung von Debalzewo nur eine Frage der Zeit wäre.

    Fomitsch sagt auch, dass die UK inzwischen Kräfte von Donezk abzieht um sie nach Debalzewo zu verlegen. Klar, die Einkesselung wäre eine Katastrophe, dass man da so ziemlich alles, was man hat, daransetzen muss, und das zu verhindern, versteht sich eigentlich von selbst. Trotzdem könnte dies, wenn es stimmt, bedeuten, dass die Reserven der UA schon aufgebraucht sind, und man nun zur Verstärkung von anderen Richtungen Kräfte abziehen muss.

    Weiter wird mitgeteilt, dass die NA Nishnoje Losowoje angreifen würde. Das wäre der letzte Ort vor der Trasse auf östlicher Seite, seine Einnahme würde eine faktische Einkreisung bedeuten. Die Verluste wären auf beiden Seiten hoch, ständen in etwa im Verhältnis 1(NA):4(UA).

    Gegenattacken hätten faktisch aufgehört, die UA sammelt Kräfte bei Artjomowsk und Popasnaja zu einem größeren Gegenschlag. Es gäbe Kämpfe in Novolugansk und vor Krasny Pachar, welches (Stand vom Morgen) in Hand der NA wäre, obwohl es verzweifelt angegriffen worden wäre. Als einzige für die NA schlechte Nachricht wird genannt, dass ein Teil von Troizkoje kontrollieren, während die NA wegen zu starken Feuers ihren Teil verlassen hätte.

    Dann wird eine Information eines UK-Volontärs wiedergegeben, dass es mitten in Uglegorsk – 7 km westlich von Debalzewo – Kämpfe gäbe. Die NA-Artillerie würde Panzer mitten in der Stadt direkt abschießen.

  10. Jazeniuk, diese Schwuchtel (schaut den Kastrat euch doch mal richtig an), soll selber mit einem Gewehr an die Front – diese Schwuchtel bricht doch schon in sich zusammen, wenn es das Gewehr schultert!!

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