Bild: Flickr / thierry ehrmann CC-BY 2.0

Heute gingen zehntausende Anhänger der neuen Linkspartei Podemos in Madrid auf die Straße. Die Demonstration durch die spanische Hauptstadt stand unter dem Motto "Marsch für Veränderung". Ebenso wie die neue griechische Regierungspartei Syriza lehnt auch Podemos die Sparpolitik strikt ab.

Von Marco Maier

In Spanien, welches infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise ab 2008 wie auch die anderen südeuropäischen Länder besonders stark von der Abwärtsentwicklung getroffen wurde, genießt die neue Linkspartei Podemos eine wachsende Popularität. Angesichts der grassierenden Armut, die selbst durch die sich langsam wieder erholende Wirtschaft kaum zurückgeht, darf man sich darüber nicht wundern. Der Wahlerfolg von Syriza in Griechenland verschafft Podemos zusätzlichen Auftrieb.

Nun haben sich heute in der spanischen Hauptstadt Madrid zehntausende Anhänger der Linkspartei zusammengefunden um unter dem Motto "Marsch für Veränderung" durch die Straßen zu ziehen. Die Demonstranten kamen am Samstag mit Bussen aus ganz Spanien nach Madrid. "Ja, es ist möglich!" skandierte die Menge. Demonstranten hielten Transparente mit Slogans wie "Ticktack, Ticktack, die Stunde der Veränderung ist da" in den Händen. Potential für einen politischen Umschwung ist reichlich vorhanden.

In einzelnen Umfragen liegt Podemos bereits in Führung, während insbesondere die regierenden Konservativen starke Einbußen verzeichnen müssen. Noch im November 2014 vermeldete die Zeitung "El Pais" einen Wert von 28 Prozent für Podemos, gefolgt von 26 Prozent für die Sozialdemokraten und schlappen 21 Prozent für die Konservativen. Ähnliche Werte finden sich auch in einer Umfrage, die erst kürzlich durchgeführt wurde. Zwar finden die Parlamentswahlen in Spanien, bei der der das Parlament und Teile des Senats neu gewählt werden, erst am 20. Dezember statt, doch der Siegeszug der linken Protestpartei kennt offenbar kein Ende.

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3 KOMMENTARE

    • Ja, langsam aber sicher tut sich was, nur die Ösis schlafen noch tief u. fest, da ist wohl die Luft zu gesund.        Doch, wenn selbst die zugemerkelten Deutschen sich langsam die Augen reiben, da könnts ja noch was werden mit dem Volksbegehren in Österreich, möglichst bevor Berge u. Seen u. allerlei anderes unwiderruflich verhökert ist.

  1. Natürlich kann jeder die Merkel haben wer will, aber wenn man nicht sparen will solllte man das mit seiner eigenen Währung machen. Kein Land ist ohne eigene Notenbank frei und wenn man eine gemeinsame Währung hat, muss man den Staat durch Steuern finanzieren. Deutschland und Griechenland wurden von Verbrechern regiert, die die Reichen frei halten. In Griechenland wurde verelendet und in Deutschland beginnt man damit. Ob Nea oder CDU und natürlich auch Sozialdemokraten, korrupt bis ins Mark und die Vetternwirtschaft, Seilschaften! Aber wird man die Reichen besteuern und enteignen? In Griechenland müsste 90% des Grundbesitzes umverteilt werden und in Deutschland das Kapital ! Es wird aber nichts passieren!

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