Bild: Flickr / Jeff CC-BY-ND 2.0

Für jene Menschen die Frankenkredite laufen haben, brechen härtere Zeiten an. Überraschend hat die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro angesichts der Dollarstärke aufgehoben. Inzwischen bekommt man für einen Euro nur noch 1,0264 Franken – das ist beinahe ein Parität. Unter Umständen könnte der Schweizer Franken bald schon mehr als der Euro wert sein.

Von Marco Maier

Nachdem es lange Zeit als gesichert galt, dass die Schweizer Nationalbank kein Interesse an einem zu starken Franken hat und den Euro-Mindestkurs von 1,20 halten würde, kommt nun überraschend Bewegung in die Sache. Die Meldung der Abkehr von der Eurobindung sorgte sogar dafür, dass der Franken kurzfristig bei 0,9586 Euro notierte und damit sogar mehr als der Euro wert war. Inzwischen wird ein dauerhaft starker Franken der teurer als der Euro ist nicht mehr ausgeschlossen.

Für die Franken-Kreditnehmer, die ihre Kredite nicht schon in den letzten Jahren umwandelten, wird dies teuer. Wer beispielsweise 800 Franken monatlich zurückzuzahlen hat, musste bislang etwa 670 Euro dafür berappen. Jetzt sind es eben gut 800 Euro – also etwa 130 Euro mehr. Fällt der Euro auf etwa 0,90 Franken, kämen weitere 90 Euro hinzu. Auch bei der Gesamtschuld wird es brenzlig. Entsprachen 100.000 Franken bislang etwa 83.000 Euro, so wuchs der Schuldenberg durch die Kursfreigabe nun um gut 17.000 Euro an. Gewinnt der Franken weiter an Wert, wächst die Summe noch weiter.

Als Grund für das Ende der Bindung des Franken an den Euro nannte die Schweizer Nationalbank den Umstand, dass der Euro und damit auch der Franken gegenüber dem Dollar massiv an Wert verloren habe. Für den Finanzplatz Schweiz ist dies ein Nachteil. Vor diesem Hintergrund seien die Währungshüter zum Schluss gekommen, dass die Durchsetzung und die Aufrechterhaltung des Euro-Mindestkurses nicht mehr gerechtfertigt sei. Da die Schweiz jedoch realwirtschaftlich eng mit dem Euroraum verbunden ist, trifft diese Entscheidung vor allem die exportorientierten Betriebe.

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3 KOMMENTARE

  1. Franken-Kreditnehmer zahl auch in Franken zurück, was hat es mit schitt-euro zu tun?

    zum Glück Schweiz ist nicht in EU und hat keine Euro.

    Typisch für EUer – naidisch und panisch!!!

     

    • Nun, es gibt vor allem in Österreich viele Leute die Franken-Kredite aufnahmen, weil die Zinsen deutlich niedriger waren. Das heißt: Sie zahlen schon in Franken zurück, müssen dafür aber mehr Euro bezahlen, weil sie ja zumeist in Euro verdienen.

  2. Das Ende der EUdSSR und des Euros ist eingeläutet .

    Das ist nun die Folge , der permanenten Erpressung der Schweiz, durch die neu Nazis, in Berlin und Brüssel .

    Endlich !!

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