Nach dem Abtritt von Lutz Bachmann und dem Rücktritt von fünf weiteren PEGIDA-Machern will sich der Verein neu aufstellen. Anstelle der bislang zentralen Botschaft von der "Islamisierung des Abendlandes" sollen nun vor allem die innere Sicherheit und die Demokratie in den Fokus gerückt werden.

Von Marco Maier

Mit dem namentlichen Bezug auf die "Islamisierung des Abendlandes" sorgte PEGIDA dafür, dass die ganze Bewegung pauschal als rechtsextrem eingestuft wurde. Doch vielen "Spaziergängern" ging es mehr um den Ausdruck eines allgemeinen politischen Protestes. Dies zeigt unter anderem auch der Forderungskatalog, der vor einigen Wochen veröffentlicht wurde. Nachdem die bisherige Führungsriege den Abgang machte, scheint nun der Weg für eine Umbenennung und Neufokussierung frei zu sein. Presseangaben zufolge sollen die Ex-PEGIDA-Sprecherin Kathrin Oertel und andere Mitstreiter nun ein neues Bündnis planen.

"Wir positionieren uns gerade neu", sagte Bernd-Volker Lincke der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit arbeite er gemeinsam mit Oertel an der Ausrichtung und Inhalten. Die "Sächsische Zeitung" berichtete, dass als Name für ein neues Bündnis der Ex-PEGIDA-Macher die Bezeichnung "Bewegung für direkte Demokratie in Europa" im Gespräch sei. Laut Lincke sollen die neuen Positionen noch vor dem 9. Februar vorgestellt werden, dem Tag, an dem in Dresden die nächste PEGIDA-Kundgebung stattfinden soll.

Das neue Bündnis könnte damit auf durchaus mehr Zuspruch stoßen als es im Falle der recht einseitig erscheinenden PEGIDA der Fall war. Denn es zeigte sich bei den "Spaziergängen" in Dresden, dass die mitlaufenden Menschen durchaus sehr heterogen waren und das Thema "Islamisierung" bei den meisten davon nicht die Hauptrolle spielte. Dies wurde auch auf den mitgeführten Plakaten und in den Wortmeldungen der Demonstranten ersichtlich.

Gerade Themen wie der mögliche Krieg gegen Russland, die GEZ-Beiträge, die EZB-Geldpolitik, die Bundeswehreinsätze im Ausland, oder aber auch ein Austritt Deutschlands aus der NATO spielen eine große Rolle. Vor allem aber wird ersichtlich, dass sich die Menschen von der herrschenden Politik verraten fühlen. Die allgemeine Verdrossenheit mit dem System BRD zeigt sich in Sachsen besonders stark, wie der PEGIDA-Erfolg in Dresden zeigt. In anderen Städten der Bundesrepublik konnten solche Teilnehmerzahlen nicht erreicht werden.

1 KOMMENTAR

  1. also bitte? nein ? was soll das denn???  Noch ein  neues von oben gesteuert u. gesponsertes Medienspektal – wenn Ihr noch mitmischen wollt, dann schließt Euch doch ganz einfach Gruppen mit gemeinsamem Inhalt an,   wie z.B. Montagsmahnwachen, PEGADA, EnDgAmE  od. d. dahinsiechenden, da unglaubwürdigen Antifa.                         Nur zusammen sind wir wirksam, alles Andere ist nichts anderes als ein weiterer Grund zur Diffamierung, Diskriminerung, Spaltung. Geht zu Springer u. klagt Euer Honorar ein.       

     

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