Kolinda Grabar-Kitarović. Bild: Flickr / Security & Defense Agenda CC-BY 2.0

Der US-Einfluss am Balkan wächst. Mit der Wahl von Kolinda Grabar-Kitarović zur Präsidentin Kroatiens hat das US-Establishment zudem noch einen weiteren Fuß in der Europäischen Union und damit die Möglichkeit, die europäische Politik mitzubestimmen. Für die EU wird eine eigenständige Politik damit immer schwieriger.

Von Marco Maier

Wer sich bisher darüber beklagte, dass sich die EU-Politik zu sehr an jener der USA orientieren würde, wird sich angesichts der Wahl von Kolinda Grabar-Kitarović zur neuen Präsidentin Kroatiens nicht wirklich freuen. Grabar-Kitarović, seit 1993 Mitglied der rechtskonservativen Partei HDZ, studierte in den USA, war Botschafterin in Kanada und den USA, sowie stellvertretende Generalsekretärin der NATO und ist ein Mitglied der von David Rockefeller gegründeten Trilateralen Kommission.

Ihr US-Studium an der George Washington University absolvierte sie im Zuge eines Stipendium des Fulbright Programms, welches von der CIA zur Rekrutierung von potentiellen Kandidaten für hohe politische Ämter und Spitzenfunktionen im Ausland genutzt wird. Angesichts der Tatsache, dass das Gebiet Ex-Jugoslawiens nach dem Bürgerkrieg zum CIA-Tummelplatz verkam, sind entsprechende Lebensläufe mit US-Bezug von Politikern und Funktionären keine Seltenheit.

Die bekennende Transatlantikerin, die vor allem mittels der Stimmen der Auslands-Kroaten im zweiten Wahlgang mit 50,7 Prozent den amtierenden sozialdemokratischen Präsidenten Ivo Josipović schlug, dürfte trotz der Beschränkungen des Präsidentenamts jedoch einen nicht unerheblichen Einfluss auf die zukünftige Gestaltung der kroatischen Politik ausüben. Immerhin gehörte der sozialdemokratische Premierminister Zoran Milanović zu den Beratern der kroatischen Delegation bei der EU und der NATO. Nun bleibt es abzuwarten, wie sich die Wahl Grabar-Kitarovićs schlussendlich auf die kroatische Politik auswirken wird. Vor allem außenpolitisch dürfte sich das Land wieder deutlich stärker an die USA anlehnen während die europäischen Interessen wohl nur zweitrangig sein werden.

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5 KOMMENTARE

  1. hier einige infos von einem kroaten:

    unsere linke rekrutiert sich vor allem aus alten kommunisten und deren kindern. die medien schreiben für sie, der staaterlässt ihnen im gegenzug steuerschulden in millionenhöhe. sie verraten das land indem sie geheimdokumente weitergeben, unsere armeeführung verraten, denunzieren (!) und ausliefern und unsere nationalen interessen auch auf wirtschaftlichem gebiet nicht verteidigen. der vater des linken (kommunistischen) gegenkandidaten war der leiter des straflagers für politische gefangene, das eine art kz war, wo viele gestorben sind. der sohn folgt der gleichen ideologischen und politischen linie. ich bin froh, dass wir diese wahl mit mühe gewonnen haben, denn viele schweinereien die der gegenkandidat mitverbrochen hat, wurden in den medien vertuscht. die amis hingegen haben uns bei der gründung der nation im krieg gegen die serbische unterdrückung mit satellitenbildern geholfen.

    NIEDER MIT DEM KOMMUNISMUS! HER MIT DER NATO!

    • Fakten zeigen in anderen LÄndern, das diese Leute der totale Schrott sind, das Land ausplündern. siehe Autobahn Zagreb – Split, mit Vertrag von Bechtel gebaut, der grossen Betrugs Baufirma des US Department of State. Vollkommen überteuert, Betrug pure. Wie in Albanien, Kosovo, Rumänien usw..

    • Ein Pferd, das sich nicht mehr errinnern kann, wie schön das Leben ohne Sattel und Reiter war, springt auch nicht mehr wild hin und her um den Reiter abzuwerfen. Falls jedoch der dicke König vom Pferd absteigt und ein schlanker Cowboy, mit Zuckerwürfeln in der Tasche, in den Sattel springt, das bringt dem Pferd eine gewisse Freude und Erleichterung. Von dieser Euphorie geblendet, rückt die erhoffte Freiheit immer weiter vom Horizont ab.

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