Islamistischer Terrorismus: Die gewollte Spaltung der Gesellschaft

Die Terroranschläge in Frankreich haben die Spaltung der Gesellschaft weiter vorangetrieben und verfestigt. Es gibt faktisch nur noch ein Schwarz-Weiß-Denken, wenn es um das Thema Islam in Europa geht. Eine Differenzierung findet in der veröffentlichten Meinung kaum mehr statt, da man sich damit den Unmut der Islamophilen und der Islamophoben zugleich zuzieht.

Von Marco Maier

Während sich die USA heute als tolerante und integrative Nation geben, in der die kleine Minderheit von rund 2 Prozent der Bevölkerung, die sich zum Islam bekennt "völlig integriert" sei, sorgen eben diese USA außenpolitisch dafür, dass die radikalen Elemente massiven Zuwachs bekommen. Die europäischen Länder mit einem teilweise deutlich höheren Anteil an Muslimen in der Bevölkerung dürfen dies ausbaden, zumal sie in all den Jahrzehnten der Zuwanderung kaum Interesse an einer wirklichen Integration der "Gastarbeiter" zeigten – und diese lange Zeit auch nicht forderten.

Es sind verschiedene Welten die hier aufeinanderprallen. So sorgen die Amerikaner zwar innenpolitisch für eine gewisse Ruhe, doch schon mit der islamischen Revolution im damaligen Persien – dem heutigen Iran – war klar, dass die islamische Welt zu einem Ersatzfeindbild aufgebaut werden musste, wenn der Kommunismus als Bedrohung ausfällt. Dementsprechend flossen über dunkle CIA-Kanäle Geld und Waffen zu den Taliban, die zuerst gegen die "gottlosen Kommunisten" im Form der Sowjettruppen in Afghanistan kämpften, um sich dann im Zuge der direkten Einmischung der USA in den arabischen Ländern dem Westen zuzuwenden.

Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon vom 11. September 2001 deuten dabei genauso auf einen "Inside-Job" hin wie viele nachfolgende Anschläge, inklusive jenem auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo. Die Islamisten dienen den Strategen des Militärisch-Industriellen-Komplexes hierbei lediglich als nützliche Idioten, die man perfekt steuern kann. Mit etwas finanzieller Unterstützung kann man selbst die grenzdebilsten inzestgeschädigten Idioten zu Anführern von radikalen Gruppen machen. Der "Hinterwäldler-Islam" von Leuten, die gerade einmal rudimentär lesen und schreiben lernten und das heilige Buch der Muslime in ihrer eigenen kleingeistigen Weltsicht interpretieren, ist dann der perfekte Einstieg ins islamistische Terror-Milieu.

Dass der Islam einst ein Träger der Hochkultur war und auch die europäische Entwicklung im Mittelalter beförderte, wissen diese "Terrorfürsten" und ihre Anhänger nicht. Jene Menschen, die sich vor einer "Islamisierung des Abendlandes" fürchten, jedoch ebensowenig. Doch genau dieses Bild vom "rückständigen Islam" ist es, welches die westliche Welt prägen soll. Dabei waren es ja vor allem die westlichen Geheimdienste, die für entsprechende Terrorgruppen wie die al-Quaida, Boko Haram oder den Islamischen Staat sorgten, indem sie diese mit Geld und Waffen unterstützten. Ganz zu schweigen von den militärischen Interventionen der USA und der NATO-Hilfswilligen in der islamischen Welt, mit denen sie diesen Gruppierungen einen deutlichen Zulauf bescherten.

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Unbestreitbar hat der Islam ein Problem, zumal der Koran durchaus sehr martialische Tendenzen aufweist, was der allgemeinen politischen Lage in der arabischen Region zu Zeiten des Religionsbegründers Mohammed geschuldet ist. Mohammed war eben auch nur ein Kind seiner Zeit. Genauso wie man bei den Büchern der Bibel stets bedenken muss, in welcher Zeit und unter welchen kulturellen und politischen Einflüssen sie geschrieben wurden. Doch die Zeiten, in denen der Glaube mit Gewalt verbreitet wird, sollten längst vorbei sein. Selbst die katholische Kirche musste das irgendwann einmal akzeptieren.

Die Muslime sollten sich wieder an jene Zeiten "erinnern", in denen die islamische Welt eine Blütezeit der Medizin, der Architektur, der Wissenschaft und der Kultur erlebte. Eine Zeit, in der in Spanien Juden, Christen und Muslime zusammenlebten, ohne dass es einen religiösen Zwang gegeben hätte. Auch wenn dies seine Zeit braucht, so wären radikale Elemente wie die Salafisten bzw. Wahabiten irgendwann zu einer unbedeutenden Splittergruppe degradiert, die innerhalb der islamischen Welt in etwa die selbe Bedeutung haben wie heutzutage die Zeugen Jehovas innerhalb der christlichen Welt.

Wenn sich die Gesellschaft aufgrund terroristischer Aktionen diverser Irrer und von Geheimdiensten Angestifteter spalten lässt, dann haben die Strategen in ihren Glaspalästen gewonnen. Extremisten lassen sich nun mal gerne instrumentalisieren und schaffen es, ganze Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzuhetzen. Und eine Bevölkerung die in Angst lebt, lässt sich leichter überwachen und kontrollieren. Umso wichtiger ist es für diese Strategen, dass der Islam als "primitive, gewalttätige Religion" wahrgenommen wird.

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7 Kommentare

  1. meine Gedanken – und… ich weigere mich, diesem Trend oder dieser Manipulation zu folgen.

    Dieser Hype in Bezug auf dieses Schmuddelblatt, das sich in seiner Primitivheit gerne zu irgendwelchen Schafhirten gesellen mag, unterstütze ich nicht. Dass unsere sog. Regierung alle noch so dreckigen Strohhalme greift, um die MENSCHEN gegen einander zu mißbrauchen. Es ist für mich nicht mehr zu ertragen, geschweige, zu aktzepieren.

    Frage mich, wann die restliche Bevölkerung Europas/Deutschland, perfide Schauspiel (hoffentlich) bald, durschaut.

    Je ne suisse par Charlie – es ist eine Schande, dieses Blatt, in seiner unter die Gürtellinie gehende 'Satire' auch noch zu Merthyrern nachträglich zu ernennen. Pfui allen, die diesen 'Dreck', den Charlie verbreitet hat und heute gut heißt. (ich glaub es kaum > 3Mio. Exemplare ausverkauft?)

    Egal, welcher Religion, egal woran ich glaube – diese Schmuddelpolitik, die sich dieser Sache bedient, gehört ganz klar und eindeutig Einhalt zu gebieten.

    Doch das Volk, das schläft und träumt – na ja, bis es dann vielleicht einmal aufwacht?

  2. Gutes Beispiel dafür, das man selbst Tote noch zu etwas gebrauchen kann.

    Man nennt es auch Leichenflederei.

    Aber die Politiker sind auf alle Fälle ehrenwerte Vorbilder oder etwa nicht?

    Wir sollten uns andere Vorstände suchen.

  3. Die Propaganda sitzt tief und ich habe einige Moslems in meiner Freundesliste die schon ganz andere Töne anschlagen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie auch andere Wege einschlagen. Nicht das ich das einigen zutraue, dass sie sich einer IS Gruppe anschließen, doch ich würde nicht die Hand für jeden ins Feuer legen. Die Frage ist doch: Lassen wir uns defimieren oder nicht?

  4. Das Zusammenleben von Juden,Christen und Muslimen in eroberten Spanien war durchaus nicht so problemlos wie es im Artikel dargestellt wird!

    Nichtmuslime waren in jedem Fall Menschen minderen Rechts, Dhimmis, und eindeutig diskriminiert. Wenn wir so leben wollten, wäre der Islam hier auch problemlos.

    Aber, moi je ne suis pas Charlie!

    Die Heuchelei widert mich an: Was hat dieser Mist in dem Blättchen mit Meinungsfreiheit und Informationsrecht zu tun?

  5. "Wenn sich die Gesellschaft aufgrund terroristischer Aktionen diverser Irrer und von Geheimdiensten Angestifteter spalten lässt, dann haben die Strategen in ihren Glaspalästen gewonnen."

    Für diese Strategen ist es nicht schwer, herumhängende Araber mit wenig Aussicht auf eine berufliche Entwicklung zu gewinnen. Ohne Einkommen und ohne Möglichkeit, zum Unterhalt der eigenen Grossfamilie beizutragen, sind diese jungen Männer leicht für eine Terror-Gruppe zu ködern, insbesondere wenn sie plötzlich monatliches Gehalt erhalten. Das hebt ihren sozialen Status, den grossen Rest an übersteigertem Selbstwertgefühl holen sie sich dann in den Söldnergruppen selbst, und das Machtgefühl bei der Ausübung ihrer Tätigkeit werden sie nie vergessen. Die religiösen Erklärungen dazu sind nur pseudomentales Beigemüse.

    Der Grossteil der arabischen Länder hielt für einen beträchtlichen Teil seiner Jugend weder wirtschaftliche Posten noch eine berufliche Entwicklung offen. Lehren gab und gibt es keine. Viele Berufe sind wie geschlossene Gesellschaften organisiert, wo nur die eigenen Kinder zum Zug kommen. Ein Grossteil der arabischen Jugend stand und steht ausserhalb gesellschaftlicher Strukturen zukunftslos im Niemandsland. Jetzt, wo weite Länderteile zusätzlich verbombt sind, sind die Chancen auf eine künftige berufliche Entwicklung noch schlechter. Genau das richtige Arsenal, um Terroristen auszubilden. Und an dieser Situation trägt der Westen wesentliche Mitschuld – mit seiner Kolonialisierung, seiner Ressourcen-Ausbeutung, seinen Kriegen, seinen Waffenlieferungen, seinen kriegerischen Trainnigslagern, seiner Zerstörung ganzer Kulturen usw.  

    Die gesellschaftliche Spaltung ergreift nun Europa über die Einwanderung wie ein Rückkoppelungs-Mechanismus. Das Jetzt ist eben das Ergebnis jüngster Geschichte in Politik und Wirtschaft. Das wollen aber Viele nicht sehen.

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