Frankreich in Terrorangst: Polizisten und Soldaten schützen sensible und jüdische Einrichtungen

Der Angriff auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo und die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt führen nun zu einer massiven Militärpräsenz auf Frankreichs Straßen. Insbesondere jüdische Einrichtungen wie Schulen und Synagogen erhalten angesichts der Anschläge und den jüngsten Attacken auf Juden und jüdische Institutionen durch Muslime einen besonderen Schutz.

Von Marco Maier

Rund 4.700 Polizisten und Gendarmen bewachen nun auf Anordnung des Innenministers jüdische Einrichtungen wie Schulen und Synagogen, weitere 10.000 Soldaten der Armee sollen auf Anordnung von Präsident Hollande sensible Punkte im ganzen Land schützen. Die Angst vor weiteren Anschlägen treibt die Regierung zu diesen Maßnahmen. Dass dabei die Muslime in Frankreich faktisch unter Generalverdacht gestellt werden, scheint kaum jemanden zu stören. Schließlich könnten sie alle potentielle islamistische Terroristen sein.

Nachdem sowohl die al-Quaida und der Islamische Staat ihre Anhänger in Frankreich dazu aufgefordert hatten, weitere Anschläge zu verüben, wird die höchste Alarmstufe wohl noch länger bestehen bleiben. Damit haben es ein paar wenige Extremisten geschafft, binnen kürzester Zeit ein ganzes Land in Geiselhaft zu nehmen. Premierminister Valls kündigte weitere Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf an, was wohl einem Ausbau des Überwachungsstaats gleichkommt, zumal die "Abhörmaßnahmen verbessert" werden sollen.

Inzwischen läuft die Fahndung nach potentiellen Komplizen weiter. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Attentäter noch Helfer hatten. Bis auf die Freundin eines der Attentäter, die über die Türkei nach Syrien floh, sind jedoch noch keine weiteren Personen namentlich bekannt. Indessen mehren sich die Vorwürfe, dass diese Anschläge eine geheimdienstliche Operation gewesen sein könnte, zumal einige Indizien durchaus auf eine "False-Flag-Operation" hindeuten. Doch mit der Tötung der mutmaßlichen Attentäter durch die Polizei wurde eine Befragung unmöglich.

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