Bild: Flickr / JDH Rosewater CC-BY-SA 2.0
Bild: Flickr / JDH Rosewater CC-BY-SA 2.0

Charlie Hebdo: Islamisten-Attentat oder False-Flag-Operation?

12 Tote und mehrere Verletzte. Das ist die Bilanz des Attentats auf das Redaktionsbüro des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo, welches unter anderem auch immer wieder Mohammed-Karikaturen veröffentlichte. Über die Urheber des Terrorangriffs ist bislang noch nichts bekannt.

Von Marco Maier

Gerade in Zeiten, in denen der Islam angesichts des Islamischen Staates in Syrien und im Irak, sowie der PEGIDA-Bewegung im Fokus der Berichterstattung steht, ist ein Angriff wie dieser, der scheinbar einen islamistischen Hintergrund hat, ein gefundenes Fressen für die Islamgegner. Nun kann man auf die "bösen, gewaltbereiten Muslime" zeigen, die ihrer Intoleranz mit Attentaten Nachdruck verleihen würden.

Ohrenzeugenberichten zufolge sollen die Täter "Allah ist groß!" und "Wir haben den Propheten gerächt!" gerufen haben. Damit liegt nahe, dass das Satiremagazin, welches unter anderem auch immer wieder den Islam und deren Propheten Mohammed auf die Schippe nahm, von Islamisten angegriffen wurde. Schon im November 2011 gab es nach einer "Scharia-Sonderausgabe" mit einem "Chefredakteur Mohammed" einen Brandanschlag auf die Redaktionsräume.

Allerdings gibt es auch Vorbehalte. So behaupten Kritiker wie Christoph Hörstel, dass es sich hierbei auch um eine "False-Flag-Operation" handeln könnte. Immerhin ist es so möglich, die latenten Spannungen mit der muslimischen Minderheit zu verstärken. Angesichts der Tatsache, dass Frankreich gemeinsam mit den USA schon öfter in solche Aktionen verstrickt gewesen sein soll, ist dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Allerdings gilt die sozialistische Staatsführung Frankreichs nicht unbedingt als islamophob. Jedoch verteidigt auch sie die säkulare und laizistische Tradition des Landes.

Nun gilt es jedoch die Schuldigen zu finden und auch die eventuellen Hintermänner zu entlarven. Egal ob es sich nun tatsächlich um radikalisierte Muslime oder um eine von Geheimdiensten initiierte Operation handelt - Vorverurteilungen sind hierbei nicht hilfreich. Ganz zu schweigen von der Unschuldsvermutung, die auch in diesem Fall gilt. Was es jedoch zu verurteilen gilt, ist dieser Angriff auf die Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit, auch wenn diese manchmal sehr ausgereizt wird, wie dies im Falle von Satire eben sehr oft vorkommt.

5 comments

  1. Schafe habt ihr den Schuß nicht gehört? Ihr müsst jetzt genau in die Richtung laufen wo der Schäfer euch hin haben möchte.

    Das ist Terrormanagement, im Schatten dieser Entsetzlichkeit kann man sehr viel besser, verborgen andere Dinge "eintüten".

    Cui bono?

     

     

  2. Es ist jetzt erforderlich, darauf zu achten, was sich - ggf. an ganz anderer Stelle - hinter den Kulissen bewegt.

  3. hoffentlich erfährt in diesem Fall mal die Welt ob es Hintermänner gab und wer sie sind? Wer profitiert von der Situation? Der Islam dieser Welt sicherlich am aller wenigsten. Augen auf?
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/gerhard-wisnewski/anschlag-von-paris-im-labor-der-polizei.html

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