Symbolfoto. Französisches Polizeiauto. Bild: Flickr / Mike Fitzsimon CC-BY-SA 2.0

Wie ein französisches Portal unter Berufung auf die Mutter und die Schwester von Kommissar Helric Fredou berichtet, gibt es einige Ungereimtheiten zu dessen angeblichen Suizid. Dem Vernehmen nach könnte er auf eine Beziehung des Chefredakteurs mit einer UMP-Politikerin gestoßen sein. Nun gibt es Gerüchte, dass Fredou einem Komplott zum Opfer fiel, weil er etwas ermittelte, was nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte.

Von Marco Maier

Nicht nur rund um den Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo selbst ranken sich einige Theorien, sondern auch über den angeblichen Suizid eines Ermittlers. Das französische Portal für investigativen Journalismus, Panamza, beschäftigte sich damit und stieß dabei auf einige fragwürdige Angelegenheiten. Insbesondere die Aussagen der Mutter und der Schwester des alleinstehenden Kommissars, werfen einige Fragen auf die beantwortet werden müssen.

So verweigert man der Mutter den Autopsiebericht von ihrem toten Sohn, obwohl sie laut französischem Gesetz das Recht darauf hat. Die zuständigen Behörden sagten ihr den Angaben nach ausdrücklich: "Sie werden ihn nicht erhalten." Interessant ist hierbei auch, dass kein Schalldämpfer für die Dienstwaffe gefunden wurde und diese normalerweise für den Polizeigebrauch auch nicht vorgesehen sind. Dieser Umstand ist deshalb so wichtig, weil seine Kollegen die im selben Gebäude arbeiteten den Schuss gehört haben müssen, als dieser sich – wie es hieß – selbst erschossen haben soll. Als die Mutter bei den Kollegen nachfragte, warum diese nichts gehört hätten, bekam sie "Sein Büro ist gut isoliert" als Antwort zu hören.

Fredous Schwester schilderte seine letzten Stunden so: "Mein Bruder war an jenem Abend zu Hause. Da er Bereitschaftsdienst hatte, wurde er gerufen und kam gegen 23.30 Uhr auf der Dienststelle an […] Laut seinen Kollegen war es ein sehr angespannter Tag gewesen. Die Polizisten aus Paris waren am Abend da gewesen […] Er musste einen Bericht schreiben und es gab deshalb Reibereien, weswegen weiß ich nicht […] Er sagte, dass er wegen der ganzen Sache ein wichtiges Telefonat führen müsste." Als er nicht aus seinem Büro zurückkam, sah ein Kollege nach und fand ihn tot auf. Laut dem Regionalradio Tendance Ouest wurde seine Leiche um 1 Uhr nachts am 8. Januar gefunden. Seine Mutter sagte, dass Fredou einen wichtigen Telefonanruf tätigen wollte, nachdem er mit "drei Ermittlern" eine Nachbesprechung ihres Einsatzes geführt hatte. Die Ermittler hatten Angehörige der Opfer des Attentates vernommen und "in den Sozialen Medien ermittelt".

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Nach Angaben von Panamza soll ein namentlich nicht genannter "Vorgesetzter" in jener Nacht im Büro gewesen sein. Er wollte dem Vernehmen nach die Nachbesprechung mit den Beamten machen und den Bericht schreiben. Allerdings soll Fredou darauf bestanden haben, den Bericht selbst fertigzustellen, was jedoch angesichts seines plötzlichen Todes nicht geschah.

Nach Angaben der französischen Polizei erschoss sich Helric Fredou, in dem er sich den Lauf seiner Pistole frontal gegen die Stirn hielt. Ein ungewöhnlicher Selbstmord, denn es ist sehr schwierig, Arm und Hand in diese Postion zu verdrehen. Üblicherweise schießen sich Menschen entweder in die Schläfe, oder stecken den Lauf in den Mund bevor sie abdrücken. Hinzu kommt der Umstand, dass die Kugel in seinem Schädel stecken geblieben sein soll, was bei einer SIG-Sauer SP 2022 mit 9mm Parabellum, der Standard-Dienstwaffe der französischen Polizei, eigentlich nicht der Fall sein sollte.

Helric Fredou hinterließ zudem keinen Abschiedsbrief – auch nicht seine Dienstplakette, wie es ein anderer Polizist aus Limoges getan hatte, der Selbstmord beging. Nach dem Suizid des Kollegen hatte Fredou seiner Mutter gesagt: "So etwas würde ich dir nie antun." Insofern erscheint es noch unwahrscheinlicher, dass er sich mit seiner Waffe selbst hinrichtete. Zudem sprach Fredous Mutter am 22. Januar mit dessen Hausarzt. Dieser "weigerte sich, zu bestätigen, dass Fredou an "Depressionen" oder "Burn-out" litt, wie die Medien behaupteten.

Seine Mutter und seine Schwester wurden am 8. Januar gegen 5 Uhr morgens darüber informiert. Doch erst am Ende des Tages durften sie seine Leiche sehen. Er hatte einen Verband an der Stirn, weil er obduziert worden war. "An der Rückseite des Schädels war nichts", so die Schwester. Sie sagte auch, dass ihr Bruder ein besonnener Mensch war, weder gewalttätig noch irgendwie impulsiv. Sein kühler Scharfsinn sei von seinen Dozenten bei der Polizei sehr geschätzt worden.

Fragwürdig ist auch das nachfolgende Verhalten seiner "Kollegen". Denn die Polizei durchsuchte am Nachmittag des 8. Januar das Haus des Verstorbenen, wobei sie seinen Computer und sein persönliches Smartphone konfisziert haben soll. "Es schockierte uns, aber man sagte uns, so sei das Verfahren", sagte Fredous Schwester. Allerdings machen sie das eigentlich nur, wenn ein Suizid ausgeschlossen wird. Oder aber es ist tatsächlich so, dass Fredou einige Informationen zusammengetragen hat, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen.

Laut Panamza, hat seit Fredous dubiosem Tod am 8. Januar kein einziger Medienvertreter die Mutter oder die Schwester kontaktiert, um mehr über die Umstände seines Ablebens herauszubekommen. Sie geben sich offenbar mit der offiziellen Todesursache zufrieden. Lediglich die Investigativjournalisten von Panamza sprachen mit den beiden.

Panamza ermittelte durch Nachforschungen weiters, dass es sich bei den "Hinterbliebenen", die von Fredous Leuten in der Stadt Châteauroux vernommen worden waren, um die Eltern von Jeannette Bougrab handelte – jener Aktivistin der Partei UMP, die nach dem Attentat behauptete, die "Lebensgefährtin" von "Charb", dem ermordeten Charlie Hebdo-Zeichner und Chefredakteur, gewesen zu sein. Darüber konnte man in den meisten französischen Publikationen nämlich so gut wie kein Wort lesen.

Der verstorbene Komissar sollte also die Beziehung von "Charb" und der Politikerin und Anwältin Jeannette Bougrab untersuchen. Die ehemalige Jugendstaatssekretärin von Nicolas Sarkozy, hatte nach der Ermordung Charbs behauptet, seine Lebensgefährtin gewesen zu sein, was Charbs Familie vehement bestritt. Es habe keine zwischenmenschliche Beziehung zwischen den beiden gegeben, teilte der Bruder des ermordeten Zeichners in einem Statement vom 10. Januar mit. Doch Bougrab beharrte stets auf einer Liebesbeziehung mit Charbonnier, wenngleich sie sich in ihren Aussagen immer wieder in Widersprüche verhedderte.

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11 KOMMENTARE

  1. Nicht nur die Angehörigen!

    Jeder, der zwei und zwei multiplizieren kann ahnt, dass hier etwas faul ist im Staate 'Dänemark'.

    Diese unerklärlichen 'Verselbstmordungen' kritischer Zeitgenossen oder maßgeblicher Führungspersonen sind ja nun nichts neues in den abgehalfterten Demokratien des sog. 'freien Westens'.

    Hier regieren seit langem die Geheimdienst zum Wohle der Eliten. Das Volk darf Steuern abdrücken, alle 4 Jahre Kreuzchen machen und das Maul halten.

    Wie war das noch mit Richterin Heisig, Barschel und den dutzenden von Bankern der letzten Monate? Diese Morde – und ich nenne sie bewusst so, passen genau zu den Lügen der Obrigkeit wenn es um MH370, MH17, die Krim, Ukraine oder Syriens Assad bis hin zu Ghaddafi geht. 

    Die Völker Europas müssen sich erheben gegen die Feinde der Freiheit in den Parlamenten und ihre SturmStaffel, die linksautonomen Terroristen, die freie politische Veranstaltungen und Parteitage terrorisieren, 

    Die Lügen fliegen eh irgendwann auf. Warum also noch länger von EU/NATO und den stiefelleckenden Parteiapparatschiks verarschen lassen? 

     

  2. ich hatte mal sein facebook durchgeschnüffelt und alle leute die bei ihm „like“ drückten, u.a. kollegen… ja macht mal selber.. sehr eigenartig.. für fans von dieser theorie > https://www.youtube.com/watch?v=olVXLWQ95RI >> bei ihm waren 3-4 fotos, eines war eine purple flower, bei einer seiner wenigen freunde auch.. immer violett.. warscheinlich zufall

  3. das hier
    http://www.disclose.tv/action/viewvideo/195925/Marine_Le_Pens_fathers
    _house_BURNED_DOWN_after_he_said_CIAMOSSAD_did_the_Charlie_Hebdo_atta
    ck/
    ist ein Indiz, dass Le Pen auf der richtigen Spur ist, wenn er behauptet, der cia/mossad sind verantwortlich für die false flag.

    Der selbst(er?ge)mordete Chefermittler Fredou, soll nach Angabe von
    panamza.com die (angebliche?) Feundin des Charlie-Hebdo Chefredakteur
    befragt haben, kurz vor seinem Ableben. Das brisante:
    Jeannette Bougrab, so deren Name, war im Ministerkabinett von
    Sarkozie und arbeitet für die Anwaltskanzlei Mayer-Brown.

    nun der Hammer, ein frz. Forent berichtet:
    http://www.panamza.com/250115-charlie-fredou-autopsie
    On janvier 29th, 2015 at 13:54 , Le suis très maussade said…

    Mayer Brown hat eine starke Vertretung in Israel, Anwaltskanzlei in
    Chicago wurde in nomreuses von Gerichtsverfahren bis zum 11.
    September im Zusammenhang beteiligt und hat die
    Schadensersatzansprüche von Larry Silver verteidigt. Er verteidigte
    auch United Airlines gegen die Familien der 9/11 Opfer fordern eine
    Erklärung der Umstände des Anschlags auf die Zwillingstürme.
    Mayer Brown stellt die Deutsche Bank in Bezug auf seine elektronische
    Aktivitäten.
    Johannes Schmitz, ist Rechtsanwalt und Partner bei Mayer Brown stellt
    Enron. Er war Generalinspektor des Department of Defense (DoD) GW
    Bush 18. Juni 2001 ernannt.
    Die Deutsche Bank ist tief in Insiderhandel an der Börse in
    Positionen beteiligt, die die Vorteile der 11. September 2001 nehmen
    die Hauptnutznießer war Alvin Bernard „Buzzy“ Krongard,
    stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Bankers Trust, in
    die einge erlaubt Joe Ackermann Deutsche Bank im Jahr 1999 wurde er
    Executive Director (No. 3) der CIA, George Tenet im Jahr 2001
    ernannt, nachdem er eine Funktion der Berater des Direktor der CIA
    (DCI). Er ist Mitglied des Board of Directors von Blackwater /
    Akademi.

  4. Wir leben in einer Zeit des Generationswechsels.

    Der letzte große Krieg in Zentraleuropa ist lange her. Die Menschen, die verstanden haben, WARUM gewisse Reglementierungen (Ächtung von bestimmten Waffen und Verfahrensweisen) installiert worden sind, sind gestorben. Die Nachfolger haben es nicht am eigenen Leib gespürt und wissen über das WARUM nicht mehr bescheid. Die ukrainische Armee z.B. fährt in bewaffneten Krankenwagen an die Front und hält sich dabei noch für ganz schlau „dann schießt keiner auf uns“. Die Folge ist, dass die anderen das auch tun, und Krankenwagen dann allgemein beschossen werden. So ist das, wenn Menschen nichts im Kopf haben, alles beginnt immer wieder neu von vorne. Und zwar dann, wenn es weh tut. Und nur für eine Generation, max. zwei.

    Bei solchen Konstrukte, wie sie beim Jesuscharlie entstanden sind, würden noch vor 20 Jahren die Massen gerufen haben: „Sperrt die Verantwortlichen [Anm: die Politiker] in die Irrenanstalt“

    Ich habe das Spektakel aus einem RT Live Stream rausgeschnitten:
    https://www.youtube.com/watch?v=gqkcM3MAPeE

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