Akademikerball: Weitestgehend friedlicher Protest – 150 Anzeigen & 54 Festnahmen

Der gestrige Akademikerball in der Hofburg in Wien, an dem etwa 1.500 Personen teilnahmen, sorgte wieder einmal für lautstarke Proteste der politischen Linken. Nach Angaben der Polizei sollen rund 5.000 Menschen gegen den Ball der Burschenschafter protestiert haben, die Veranstalter der Protestveranstaltungen sprechen von bis zu 9.000 Personen.

Von Marco Maier

Wenn sich die Vertreter und Sympathisanten der Freiheitlichen alljährlich zum Ball in der Wiener Hofburg treffen, ist dies für die politische Linke ein Aufruf für Protestaktionen. Nachdem es im vergangenen Jahr zur Eskalation von Gewalt gekommen war, griff die Polizei schon im Vorfeld durch und verbot zwei der angemeldeten Kundgebungen, zumal sich die Organisatoren nicht deutlich von Gewaltaktionen distanzieren wollten. Hinzu kam der Versuch, die Bildung eines "Schwarzen Blocks" zu verhindern, so dass sich die Krawallos nicht zusammenrotten konnten.

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Im Zuge der Proteste, die weitestgehend friedlich verliefen, kam es jedoch wieder vereinzelt zu Sachbeschädigungen und Rangeleien mit der Polizei. Insgesamt wurden dabei 6 Polizisten und 4 Demonstranten verletzt. Insgesamt wurden rund 150 Anzeigen wegen strafrechtlicher und verwaltungsstrafrechtlicher Übertretungen erstattet. Sichergestellt wurden unter anderem verbotene Waffen, pyrotechnische Gegenstände, Schlagringe, Messer und Suchtgift. 54 Personen wurden von der Polizei festgenommen.

Im Gegensatz zu den Krawallen vom letzten Jahr konnten die eingesetzten 2.500 Polizisten dafür sorgen, dass es nicht wieder zu Gewaltexzessen kam. Neben einigen zerstochenen Autoreifen von Taxis, die Ballgäste beförderten, ließen die Krawallos ihre Zerstörungswut vor allem an Blumentöpfen und Mülleimern aus. Hinzu kamen Bewürfe mit Pyrotechnik.

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Die Demonstranten rekrutierten sich vornehmlich aus dem linksextremen Bereich: Kommunisten, Anarchisten, Sozialisten und Grüne aus Österreich und Deutschland, sowie diverse Migrantenorganisationen dürften hierbei den Großteil der Kundgebungsteilnehmer gestellt haben. Sie wollten mit den Protesten ein Zeichen gegen den Rechtsextremismus setzen. Der Akademikerball gilt als FPÖ-nahe Veranstaltung, wo sich vorrangig Personen aus dem rechtsliberalen und rechtskonservativen politischen Umfeld treffen.

Die Bilanz aus linker Sichtweise: Unsere Zeitung

Die Bilanz aus rechter Sichtweise: HC Strache

Fotos von den Protesten (Bildergalerie): Peter Trykar Fotografie

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2 Kommentare

  1. Schaut so aus als ob die US-CIA wieder eine Regierung mit ihren Faschisten Demostranten stürzen wollen! Diesmal die Weltmacht Österreich mit H.C.Strache! Obama legt die net mit der FPÖ an sonst seit ihr schnell besetzt von Österreichischen Bundesheer! Dan machen wir aus deinen 50 Staaten 350 und das war es dann. Dann könnts ihr Russisch und Chinesisch als 2 und 3 Amtssprache lernen!

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