In den letzten Tagen und Wochen häuften sich die Meldungen über Störungen im ukrainischen Atomkraftwerk Saporoschja. Grund dafür dürfte der Umstand sein, dass das nach sowjetischer Technik gebaute Kraftwerk nun mit Brennstäben aus US-Produktion ausgestattet wurde. Dadurch ergibt sich jedoch ein beträchtliches Risiko eines Autritts von Radioaktivität.

Von Marco Maier

Muss Europa erneut miterleben, wie ein ukrainisches Kernkraftwerk ganze Landstriche mit radioaktiver Strahlung verseucht? Nach dem GAU in Tschernobyl könnte nun das größte AKW Europas – jenes von Saporoschja – dafür sorgen, dass wieder tausende Menschen Opfer der gefährlichen Strahlung werden. Grund dafür ist der Umstand, dass die ukrainische Regierung keine russischen Brennstäbe mehr verwendet, sondern auf US-amerikanische Fabrikate von Westinghouse zurückgreift.

Nun vermeldete ein russischer TV-Sender unter Berufung auf die ukrainische Katastrophenschutzbehörde, dass am 28. und 29. Dezember aus dem Reaktorblock 6 des Atomkraftwerks Radioaktivität ausgetreten sei. Dabei überschritten die gemessenen Werte nach Angaben des geleakten Dokuments das 16-Fache der normalen Dosis. Die Häufung der Probleme mit dem AKW während der letzten Wochen lassen darauf schließen, dass es zu ernsthaften Problemen kam.

Angesichts der Größe der Anlage würde eine Kernschmelze dazu führen, dass potentiell weitaus mehr Radioaktivität entweichen könnte, als dies damals bei Tschernobyl der Fall war. Die politisch motivierten Experimente mit unpassenden Brennstäben sorgen dafür, dass Millionen Menschen aus rein politischen Gründen in Gefahr gebracht werden. Ist es das wirklich wert?

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