Chinesische Marinesoldaten auf dem U-Boot "Yuan". Bild: Flickr / Thejointstaff CC-BY 2.0

Wie das Nachrichtenportal Bloomberg mitteilte, ließ die chinesische Führung U-Boote mit Nuklearraketen bestücken, die theoretisch auch die USA erreichen könnten. Die chinesischen Selbstschutzmaßnahmen kommen aufgrund der weiterhin aggressiven US-Außenpolitik nicht von ungefähr.

Von Marco Maier

Angesichts der zunehmenden Ausweitung der US-Aktivitäten im ostasiatischen Raum und der nach wie vor äußerst expansiven US-Außenpolitik greift die Volksrepublik China zu weiteren Abschreckungsmaßnahmen. Dazu gehört auch die Bestückung der JIN-Klasse U-Boote der chinesischen Marine mit JL-2 Raketen. Letzten Monat warnte die "US-China Economic and Security Review Commission" davor, dass die chinesischen U-Boote bis Ende 2014 in der Lage wären Patrouillen durchzuführen, die China seine "erste glaubwürdige seegestützte nukleare Abschreckung" erlaube.

Allerdings war es den US-Diensten bislang nicht möglich, sich ein genaues Bild über den Umfang der militärischen Ausrüstung und des nuklearen Potentials zu machen. In einem Bericht an den Kongress hieß es, dass es den Chinesen möglich wäre, die komplette Westküste und Alaska zu treffen, wenn die U-Boote sich westlich von Hawaii befinden, und das gesamte US-Staatsgebiet ins Visier zu nehmen, sollten sie in das Areal östlich Hawaiis gelangen.

Angesichts der weiteren Aufwertung der chinesischen Marine geht man inzwischen davon aus, dass die chinesische Marine bis zum Jahr 2020 größer sein könnte als jene der USA. Konservative Kräfte fordern deshalb schon jetzt dazu auf, die US-Marine weiter zu stärken. Angesichts der massiven Überschuldung der USA und der völligen globalen Überdehnung der US-Streitkräfte, wäre dies jedoch lediglich ein weiterer Schritt hin zum US-Staatsbankrott. Damit würde die Vereinigten Staaten das selbe Schicksal ereilen wie damals die Sowjetunion, die den Rüstungswettlauf mitmachten.

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2 KOMMENTARE

  1. Nuklearraketen auf U-Booten: China rüstet sich für möglichen Feindangriff

    —–

    Was hadder denn gemacht, der Donald, dass China aufrüstet, obschon er gerade mal einige Wochen im Amt ist. Hat er seine Kriegsmargarine in Richtung chin. Küste in Marsch gesetzt.

    Manchmal denk' ich, ich sitze im falschen Film:

    Chinesische oder russische Aufrüstung (und damit erneute Anheizung des Rüstungswettlaufs) gut, US-Aufrüstung schlecht, weil 'Werk des Teufels'!

    Bislang stimmte diese Gleichung ja (zumeist), aber man sollte m.E. dem neuen Präsidenten einige Wochen oder Monate im Amt geben!

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