Britische Nordsee-Ölindustrie in der Krise

Der dramatische Preisverfall beim Erdöl führt dazu, dass nun auch die Ölindustrie Großbritanniens zunehmend unter Druck gerät. Für die britische Wirtschaft ist das ein neuerlicher Rückschlag, zumal die Förderung in der Nordsee äußerst kosten- und arbeitsintensiv ist.

Von Marco Maier

Das Öl aus den Tiefen der Nordsee zu holen ist eine teure und arbeitsaufwändige Sache. Schon seit 1999 sinkt die Ölförderung aus den schottischen Gewässern. Mit dem jüngsten Preisverfall wird das Geschäft mit dem Schwarzen Gold für die Förderunternehmen jedoch zunehmend unrentabel, so dass sie auch immer mehr Mitarbeiter vor die Türe setzen.

An neue Projekte, die eine Stabilisierung der Branche ermöglichen würden, ist erst recht nicht zu denken. So bleibt den Firmen nichts weiter übrig als die Anzahl der Stellen um bis zu ein Drittel zu reduzieren, damit die Verluste aus dem täglichen Geschäft nicht explodieren. Insbesondere für Schottland, welches auf die Erdölindustrie angewiesen ist, bringt diese Entwicklung harte Zeiten mit sich.

Viele Unabhängigkeitsgegner sehen sich infolge des massiv gesunkenen Ölpreises und den negativen Auswirkungen auf die schottische Wirtschaft nun darin bestätigt, dass ein Verbleib im britischen Staatsverbund richtig war. Immerhin wäre ein unabhängiges Schottland von der Ölindustrie deutlich abhängiger gewesen, als es derzeit der Fall ist. So ist eben die gesamte britische Wirtschaft mit betroffen.

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