Überfischung: Wenn selbst Fischstäbchen zu Luxusgut werden

Die Überfischung der Weltmeere, sowie die Wasserverschmutzung sorgen dafür, dass sich die Bestände nicht mehr nachhaltig erholen können. Geht es so weiter, wird Fisch langsam aber sicher zu einem Luxusgut.

Von Marco Maier

Insgesamt gelten 90 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt – 61 Prozent sogar in einem äußerst kritischen Maß. Schätzungen zufolge hat sich das globale Fangvolumen seit 1950 verfünffacht. Insbesondere der Fischfang mittels riesiger Schleppnetze sorgt dafür, dass ganze Gebiete quasi leergefegt werden. Zeit zur Regeneration haben die Fische dabei jedoch nicht. Und so werden die Fischbestände immer geringer, so dass über kurz oder lang auch das Angebot an Meeresfisch deutlich zurückgehen wird.

Fischfarmen können hierbei nur bedingt Abhilfe schaffen, zumal diese nur durch den massiven Einsatz von Antibiotika die Verbreitung von Krankheiten innerhalb der eigenen Bestände verhindern können und auch die Kapazitäten längst nicht ausreichen, um den weltweiten Bedarf an Fisch zu decken. Ganz zu schweigen von der enormen Belastung des Wassers durch diese Fischfarmen, die zu einer massiven Störung des ökologischen Gleichgewichts in den jeweiligen Regionen beitragen.

So werden wir wohl damit leben müssen, dass angesichts der Ignoranz manacher Fischereiunternehmen hinsichtlich der Fangquoten wohl bald schon selbst Fischstäbchen, Thunfisch, Heringe und Sardinen zu einem Luxusgut werden. Da sollte man sich die Frage stellen, ob dies denn auch wirklich Sinn und Zweck der Sache ist.

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