Mord an Zivilisten: Das Märchen von „gezielten Tötungen“

Der militärische Neusprech lässt die Attentate des US-Militärs auf angebliche und tatsächliche Terroristenführer in einem schöneren Licht erscheinen. Allerdings erweisen sich die "gezielten Tötungen" in Wirklichkeit als planloser Massenmord an unschuldigen Zivilisten.

Von Marco Maier

Eine neue Studie der britischen Menschenrechtsorganisation Retrieve zeigt auf, dass es mit den angeblichen "gezielten Tötungen" von Terroristenführern durch das US-Militär in Wirklichkeit gar nicht so zugeht, wie es die Pentagon-Propaganda weismachen will. Die Ermordung von 41 "Terroristen" während der letzten 10 Jahre durch US-Drohnen hatte auch den Tod von 1.147 Zivilisten zur Folge. Das heißt: auf jedes getötete Ziel kamen im Schnitt noch einmal ganze 28 Zivilisten, die im Zuge der US-Angriffe als Kollateralschäden dran glauben mussten. Inzwischen wurde auch schon die Bundesrepublik verklagt, weil sie die US-Drohnenpiloten beherbergt.

Das Buerau of Investigative Journalism (BIJ) stellte die Daten von amerkanischen Drohnenangriffen in Afghanistan, Jemen, Pakistan und Somalia zusammen und legte dies dem britischen "The Guardian" vor, der dies auch veröffentlichte. Die US-amerikanische Öffentlichkeit glaubt jedoch nach wie vor überwiegend daran, dass die Drohnenangriffe auf die vermeintlichen und tatsächlichen Terroristen sauber und ordentlich durchgeführt werden. Doch wie solche Angriffe zustande kommen, zeigen Dokumente Snowdens, die Glenn Greenwald auf der Intercept-Seite publizierte.

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