Auch wenn die Medien immer wieder betonen, wie stark doch die US-Wirtschaft sei, hilft ein Blick auf diverse Statistiken, hinter die goldenen Fassaden zu blicken. Und dieser lässt nichts Gutes erahnen.

Von Marco Maier

Wie Global Research in einem Artikel aufzeigt, ist das Gebälk der US-Wirtschaft schon sehr morsch. Anhand von 8 Charts wird aufgezeigt, wie gefährlich die Lage der "wichtigsten Volkswirtschaft der Welt" tasächlich ist.

1. Bang for the Buck

Der Terminus "Bang for the Buck" bezeichnet das sogenannte Preis-Leistungs-Verhältnis. In diesem Fall: Wie sehr wirkt sich jeder ausgegebene Dollar der öffentlichen Haushalte auf das Wirtschaftswachstum aus. Die Grafik unten zeigt, wie sehr sich dieses Verhältnis während der letzten Jahrzehnte veränderte. Waren es in den 1950ern und 60ern noch 2,41 Dollar pro Dollar aus den öffentlichen Kassen, sank der Wert in den 70ern und 80ern auf nur noch 0,41 Dollar und gerade einmal 3 Cent heute. Das sogenannte "deficit spending", also die Ankurbelung der Wirtschaft durch mehr Staatsausgaben funktioniert nicht mehr.

Neuverschuldung-Wirtschaftswachstum

2. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes

Eine hohe Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zeigt im Normalfall eine gute Verteilung des Geldes auf. Sinkt sie, konzentriert sich ein immer größer werdender Anteil des Geldes auf immer weniger Menschen. Diese geben einen immer kleineren Anteil ihres Vermögens für den Konsum aus, wodurch auch insgesamt die Umlaufgeschwindigkeit sinkt. In der Grafik unten sieht man deutlich, wie rapide dieser Wert seit etwa 2005 sank und etwa seit 2012 sogar unter die Werte der 70er und 80er Jahre fiel.

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Umlaufgeschwindigkeit des Geldes

3. Der "Misery Index" (Elendsindex)

Der sogenannte "Misery Index" (Elendsindex) ist eine Kombination aus Arbeitslosigkeit und Inflation. Je höher der Wert liegt, umso schlechter ist die gesamtwirtschaftliche Situation. Seit den 1990ern liegt dieser durchgehend über 20 Punkten und eilt seit 2007/2008 von Rekord zu Rekord.

Misery-Index

4. Der "Misery Index" – Teil 2

Interessant ist ein Vergleich der heutigen Daten mit jenen der "Großen Depression", die durch die Weltwirtschaftskrise ab 1929 ausgelöst wurde. Damals wurde eine Spitze von 27 Punkten erreicht, bis sich die Lage dann nach und nach wieder besserte. Und heute? Ja, heute verharrt der Index auf Werten jenseits der 30-Punkte-Marke.

Misery Index Große Depression

5. Bilanzsumme & Schulden

Die Bilanzsumme der US-Notenbank Federal Reserve ist geradezu explodiert, während sich das Verhältnis von Eigenkapital zu Schulden gleichzeitig auf ein neues Rekordniveau katapultierte. Wie die Grafik unten zeigt, sank das Verhältnis von Eigenkapital zu den Schulden bis zur großen Finanzkrise 2007/2008 auf 1:22. Heute sind die Schulden 77 Mal so hoch wie das Eigenkapital. Tendenz weiterhin stark steigend.

Schulden und Kapital

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6. Bankschulden und Bruttoinlandsprodukt

Nicht nur die US-Notenbank übt sich in massiver Verschuldung – auch das US-Bankensystem selbst. Zumindest seit dem letzten Jahr. Noch 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise war dieser Wert negativ. Von 2010 bis 2013 lag er auch nur leicht darüber. Doch in diesem Jahr wuchsen die Bankschulden dreißig Mal so schnell wie die US-Wirtschaftsleistung. Das heißt: wir erleben derzeit geradezu eine Schuldenexplosion im US-Bankensystem!

Bankschuldenwachstum-BIP-Wachstum

7. Börsenkapitalisierung & Bruttoinlandsprodukt

Wie die nachfolgende Grafik deutlich aufzeigt, sind die Aktienmärkte deutlich überkapitalisiert. Noch 1929, kurz vor dem Zusammenbruch der Börsen lag die gesamte US-Börsenkapitalisierung bei 87 Prozent der US-Wirtschaftsleistung. Heute liegt dieser Wert bei 203 Prozent. Selbst wenn man davon ausgeht, dass heute deutlich mehr Firmen an den Börsen notieren, so steht das Ganze in keinem Verhältnis mehr zueinander.

Börsenkapitalisierung BIP

8. Der US-Dollar als globale Währungsreserve

Die Rolle des US-Dollars als Reservewährung anderer Staaten nimmt seit Jahren ständig ab. Noch vor wenigen Jahren bestanden die globalen Devisenreserven zu mehr als zwei Dritteln aus US-Dollar. Seitdem sinkt der Anteil rapide ab und beläuft sich heute nur noch auf 61 Prozent. Auch hier ist die Tendenz weiterhin fallend, da insbesondere die BRICS-Staaten und verbündete Länder zunehmend damit beginnen, den binationalen Handel auf Basis der jeweiligen Landeswährungen abzuwickeln. Die spekulativen Angriffe auf den Russischen Rubel sollen hierbei dazu dienen, die Rolle des Dollars wieder zu festigen.

Dollar Währungsreserve

Die Grafiken stammen von Washingtonsblog.

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5 KOMMENTARE

  1. ….ich persönlich würde den Untergang des Dollars begrüssen….ich befürchte allerdings,daß auch dann wieder "der kleine Mann" die Zeche zahlt.

    Es hilft nur die Abkehr von Zins und Zinseszinz….wenn nach dem Zusammenbruch nicht wieder "die Steuerzahler" zur Ader gelassen werden….

    Dann muß endlich des diletantische Eurosystem beendet werden und die Erholung kann beginnen.Die Staaten können mit ihren Währungen reagieren und die Gemeinsamkeit muß wieder der Ecu werden.Dann könnte es noch was werden mit "den vereinigten Staaten von Europa".

  2. wir brauchen keine vereinigten staaten von der eudssr sondern wir wollen unsere nationalen länder erhalten und uns nicht mehr bevormunden lassen von sozialisten ,faschisten und kommunisten was wir wollen und brauchen ist

    1. einen friedensvertrag

    2. unsere verlorene souveränität zurück

    3. eine regierung die, die interessen unseres volkes wahr nimmt

    4. direkte demokratie

    5. volksentscheide

    6. freie meinungsäußerung

    7. keine besatzer und keine volkszertreter

    und noch eins ami go home !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Vor allem brauchen wir kein GELD-System mehr – wenn alle Menschen etwas tun und etwas geben, dann können auch alle etwas nehmen.

      Und wenn endlich dieser irre Zustand aufhört, daß sich einige Promille der Bevlkerung den Löwenanteil der gemeinsam geschaffenen Werte aneignet – wenn wir das nicht mehr zulassen – dann wird auch genug für alle da sein, um das, was sie WIRKLICH BRAUCHEN, sich zu nehmen – ohne "Bezahlung".

  3. hallo lieber hans und nonkonformist,

     

    das, wird ALLES so eintreten, nur die da oben wollen es noch nicht wahrhaben, sie sind am ende. lasst euch nicht in angst versetzten, den von der schei.. angst ernähren sie sich. man sollte sich mal fragen wieso brauchen sie immer kriege, seuchen, leid, not, elend, zerstürung, folter, tot, verstümmlung, armut, u.n.v.m. sie brauchen das blut.

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