Dem Bargeld soll es nach Wünschen diverser Politiker und Ökonomen an den Kragen gehen. Dass es dabei nicht um irgendwelche Erleichterungen für die Menschen geht, versteht sich von selbst. Vielmehr geht es hierbei um Kontrolle und Ausbeutung.

Von Marco Maier

Nachdem man schon in Ländern wie Schweden, den Niederlanden und Italien das Bargeld schrittweise aus dem öffentlichen Leben verbannt, soll dies auch im Rest der Europäischen Union nach und nach umgesetzt werden. In Zeiten, in denen sich die Staaten um jeden Steuer-Euro reißen, und die Attraktivität von Geldanlagen bei den Banken angesichts der partiell schon negativen Zinsen hat dies natürlich handfeste pekuniäre Gründe.

Ohne Bargeld werden nämlich sämtliche Geldflüsse zwischen Menschen, Unternehmen, Organisationen und dergleichen nachvollziehbar. Insbesondere für die Steuerbehörden und Geheimdienste. Kriminelle Geschäfte würden, so die Befürworter der monetären Digitalisierung, damit ebenfalls deutlich erschwert. Doch die Tatsache ist: es gibt immer die Möglichkeit zur Nutzung von Komplementärwährungen.

So lange man nicht die ganze Welt zu einem bargeldlosen System umfunktioniert, besteht insbesondere für kriminelle Organisationen immer noch die Möglichkeit, auf andere Währungen auszuweichen. Was spricht dagegen, anstelle von Euro oder Dollar eben Rubel, Yuan oder Franken zu verwenden? Nichts. Selbst Gold- und Silbermünzen wären dafür nach wie vor geeignet.

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Treffen wird dies schlussendlich vor allem die Normalbürger und kleine Unternehmen, die angesichts der enormen Steuerlast immer wieder auf »steuerschonende« Arbeitsmodelle zugreifen müssen, um überhaupt noch überleben zu können. Multinational agierende Konzerne hingegen haben ohnehin schon ihre eigenen Praktiken verwirklicht, um ihre Einnahmen am Fiskus vorbeizuschleusen.

Einen weiteren Aspekt brachte der bekannte Ökonom Kenneth Rogoff ins Spiel. »Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um so die Wirtschaft anzukurbeln«, sagte der Harvard-Ökonom jüngst auf einer Veranstaltung des Ifo-Instituts in München. Klar, wenn man sein Geld nicht mehr bar zu Hause horten kann, um es vor Negativzinsen zu bewahren, bringt man so die Menschen dazu, ihre finanziellen Reserven auszugeben und somit den Konsum anzukurbeln.

Diese Taktik hat natürlich ein bestimmtes Ziel: die drohende Deflation zu bekämpfen und für Inflation zu sorgen. Im Prinzip bewirkt der Negativzins nämlich das Selbe, wie eine galoppierende Inflation: die Menschen geben ihr Geld lieber aus, anstatt tatenlos dabei zuzusehen, wie es immer weniger wert wird.

Doch dabei gibt es einen kleinen Haken: man zwingt vor allem jene Menschen dazu, ihre Ersparnisse aufzulösen, die diese vor allem auf Sparbüchern und ähnlichen Anlageformen deponiert haben. Und das sind vor allem jene Menschen, die keine allzu große Summen auf die Seite legen. Die Finanzschickeria hingegen legt ihre Vermögen ohnehin vor allem in Aktien, Immobilien und dergleichen an. Und diese sind ja nicht von den Negativzinsen betroffen.

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2 KOMMENTARE

  1. Sollten die Menschen diese perfide Spiel in Masse erkennen,dann war es das für alle Zeiten mit Regierungen und dann brauch sich auch kein War Lord aus der Hütte wagen um Regierungslose Menschen in Anarchie zu stürzen,denn aus jeder Anarchie erwächst eine Regierung, die, die Anarchie für sich alleine beansprucht.

    Ich zitiere mich selbst:

    Nicht die Regierung muss das Volk regieren, sondern das Volk die Regierung regieren.

  2. Die Abschaffung des Bargelds hat noch viele weitere Vorteile:

    Kein bankrun möglich

    Die Regierung kann jederzeit das gesamte Vermögen enteignen.Keine Gegenwehr möglich.

    Deshalb wird es systematisch betrieben.Orwell läßt grüßen.

    Es wird in kleinen Schritten ,gemäß den Anweisungen von Juncker -wie machen einen Schritt ….-umgesetzt.

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