Großbritannien: Zugeständnisse oder EU-Austritt – nur Schottland rebelliert

Im Streit mit der EU um das Thema Zuwanderung hat Großbritannien erneut vor einem möglichen EU-Austritt gewarnt. Sollte es keine "substanziellen, bedeutenden Reformen" aus Brüssel geben, könnten die Briten für ein Ende der britischen EU-Mitgliedschaft stimmen. Damit drohte der britische Außenminister Philip Hammond.

Von Marco Maier

Sollten die britischen Vorschläge – insbesondere in Sachen Zuwanderung – nicht erörtert werden, werde sein Land sich nicht länger an den EU-Verhandlungen beteiligen, so Hammond. Die regierenden Konservativen des britischen Premierministers David Cameron stehen vor der Parlamentswahl im Frühjahr unter massivem Druck EU-skeptischer Kräfte. Bei den Europawahlen im vergangenen Mai war die United Kingdom Independence Party (UKIP) stärkste Kraft geworden.

Die UKIP agiert äußerst EU-kritisch und fordert den sofortigen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Der Premierminister hat den Briten seinerseits bei einer Wiederwahl für 2017 ein Referendum über den Verbleib in der EU versprochen, zumal schon 2 seiner Abgeordneten zur UKIP überliefen und die Stimmung innerhalb der Tories nicht gerade positiv ist.

Vor der britischen Unterhauswahl ist die Zuwanderung aus anderen EU-Ländern ein zentrales Thema. Cameron prüft deshalb Möglichkeiten, diese trotz der elementaren Freizügigkeit für Arbeitnehmer innerhalb der Europäischen Union einzuschränken. Mit 47 Prozent befürwortet fast die Hälfte der Briten einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Dagegen würden nur 37 Prozent der Befragten stimmen.

Eine Pro-EU-Mehrheit gibt es demnach nur in Schottland, welches für den Fall eines EU-Austritts Großbritanniens eine weitere Volksabstimmung zur Loslösung von London anstrebt, um dann wieder Teil der EU zu werden. Die neue Chefin der separatistischen Scottish National Party (SNP), Nicola Sturgeon, will Schottland in der EU halten. "Europa hat Reformen nötig, es ist nicht ideal, aber unsere Interessen konzentrieren sich innerhalb Europas", sagte Sturgeon. "Es wird demokratisch gesehen unverzeihlich sein, wenn wir gegen unseren Willen abgetrennt werden."

Loading...
Spread the love
Lesen Sie auch:  Russlands Außenpolitik tritt in eine neue China-alliierte Phase

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. Genau das was ihr gemacht habt, indem ihr meine Meinung hier gelöscht habt, ist wahrer Faschismus und nicht meine Meinung zum Ganzen! Registriert es wie die DDR-Stasi, kein Problem. Doch ich und ein ganzes griechisches, katalonisches Volk und viele Millionen mehr werden sich gegen euch wahre Faschisten verbünden, sei es Jude, Grieche, Schwarzer, Asiate, Franzose, Russe, Chinese, etc.. Euer Bankensystem wird langfristig tot sein, samt USA, EU und sonstigen Krimminellen wie Drogenkartelle (von euch untestützt!), Rüstungsindustrie, etc.. Ihr seid am Arsch, den der Mensch wird das totalitäre Militär vernichten, um wieder Natur vor Gott (Universum) zu sein!

    1. Nun, wir haben uns an die geltenden Gesetze zu halten und Ihr Kommentar hätte sowohl Ihnen als auch uns womöglich eine Strafanzeige eingebracht. Ich für meinen Teil habe kein Problem mit der freien Meinungsäußerung, dennoch setzt uns das System gewisse Grenzen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.