Fracking: Deutschland will Hürden senken

Offenbar sollen die Hürden für die höchst umstrittenen Bohrungen nach Schieferöl und -gas in Deutschland massiv gesenkt werden. Damit könnte die Bundesrepublik bald schon von Fracking-Unternehmen "erschlossen" werden.

Von Marco Maier

Die deutsche Regierung will laut einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" die geplanten Hürden für die Gas- und Ölförderung mit der höchst umstrittenen Fracking-Methode senken. Dem Bericht zufolge sollen Probebohrungen möglich sein, wenn ein Expertengremium aus sechs Wissenschaftlern keine Bedenken erhebt. Zudem soll die geplante Vorschrift gestrichen werden, nach der Fracking erst ab einer Tiefe von 3.000 Metern erlaubt sein soll. Geplant sei, ein entsprechendes Gesetz noch in diesem Jahr durch den Bundestag zu peitschen.

Damit haben die Industrie-Lobbyisten schlussendlich doch noch ihren Willen bekommen, obwohl unzählige Vorkommnisse allein in den USA aufzeigen, wie gefährlich diese Prozedur ist. Vergiftete Grundwasserreserven und hochtoxische Abfälle die die Natur verseuchen sind immer wieder die Folge der Öl- und Gasförderung mittels Fracking. Doch der Ruf nach scheinbar billiger Energie schallt lauter als die Warnung vor einer dauerhaften Verseuchung von Böden und Wasser.

https://www.youtube.com/watch?v=mmf_JYrEhyw

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Ein Kommentar

  1. Vor ein paar Tagen kam ein Bericht über Bodenvergiftung im Zusammenhang mit der Gasförderung an mehreren Standorten in Niedersachsen.

    Nachdem einige Leute sich ans Umweltministerium in Hannover gewand haben, kam keine Reaktion.

    Erst nachdem ein ARD-Sender nachgehakt hat , kam Schwung in die Bude. Der dortige Umweltminister hat drei !!! externe Firmen beauftragt , seinen Laden auf Schlampigkeit und Trägheit zu überprüfen.

    Die Anmerkung der Filmemacher war erstaunlich :

    " Der Minister kritsiert sein eigenes Ministerium" .   unglaublich, aber so wurde es gesendet.

    Ja gibt es denn noch einen "Gewissenhaften" Minister ?  

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